RS OGH 1981/1/27 10Os118/80

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.01.1981
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Norm

StPO §252 Abs1 Z4
StPO §258 Abs1
StPO §472 Abs4
StPO §473 Abs2
StPO §474

Rechtssatz

Mangels Beweiswiederholung ist das Berufungsgericht zur Verlesung des Hauptverhandlungsprotokolls (als Ganzes), ohne auf eine Zustimmung der Parteien nach § 252 Abs 1 Z 4 StPO angewiesen zu sein, nicht nur (wie in jedem Fall) berechtigt (§ 472 Abs 3 StPO), sondern, um seine Entscheidung darauf gründen zu können, sogar verpflichtet (§ 473 Abs 2 zweiter Satz StPO in Verbindung mit §§ 474, 258 Abs 1 StPO). Die Verlesung der Niederschrift über die Angaben eines im Berufungsverfahren beantragten Zeugen ausschließlich zur Überprüfung der Relevanz des Beweisantrages vermag eine Verpflichtung zur Beweiswiederholung (noch) nicht zu begründen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 118/80
    Entscheidungstext OGH 27.01.1981 10 Os 118/80
    Veröff: JBl 1981,445 = EvBl 1981/177 S 497

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0098327

Dokumentnummer

JJR_19810127_OGH0002_0100OS00118_8000000_003
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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