RS OGH 2023/12/11 3Ob571/81; 7Ob574/86; 8Ob680/89; 7Ob579/95; 6Ob118/12i; 7Ob225/16p; 6Ob207/21s; 6O

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Veröffentlicht am 04.11.1981
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Rechtssatz

Zivilrechtlich verbotene Spiele im Sinne des § 1174 Abs 2 ABGB sind jene Spiele, die den in § 168 StGB und § 1 Abs 1 GSpG angeführten Charakter haben. Die Strafbestimmung des § 168 StGB erstreckt sich einerseits auf Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängen, und andererseits auf Spiele, die ausdrücklich verboten sind. Glücksspiele nach § 1 Abs 1 GSpG sind Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängen. Zusätzlich können auch noch Spiele namentlich zu Glücksspielen erklärt werden.Zivilrechtlich verbotene Spiele im Sinne des Paragraph 1174, Absatz 2, ABGB sind jene Spiele, die den in Paragraph 168, StGB und Paragraph eins, Absatz eins, GSpG angeführten Charakter haben. Die Strafbestimmung des Paragraph 168, StGB erstreckt sich einerseits auf Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängen, und andererseits auf Spiele, die ausdrücklich verboten sind. Glücksspiele nach Paragraph eins, Absatz eins, GSpG sind Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängen. Zusätzlich können auch noch Spiele namentlich zu Glücksspielen erklärt werden.

Entscheidungstexte

  • RS0038378">3 Ob 571/81
    Entscheidungstext OGH 04.11.1981 3 Ob 571/81
    Veröff: SZ 54/157 = EvBl 1982/58 S 210 = JBl 1982/490
  • RS0038378">7 Ob 574/86
    Entscheidungstext OGH 26.06.1986 7 Ob 574/86
    Auch; Veröff: SZ 59/117 = EvBl 1987/42 S 177
  • RS0038378">8 Ob 680/89
    Entscheidungstext OGH 26.07.1990 8 Ob 680/89
    Veröff: SZ 63/139 = JBl 1991,524 (Honsell)
  • RS0038378">7 Ob 579/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 7 Ob 579/95
    Auch; Beisatz: Hier: Das Kartenspiel "Färbeln". (T1)
  • RS0038378">6 Ob 118/12i
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 118/12i
  • RS0038378">7 Ob 225/16p
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 225/16p
    Vgl
  • RS0038378">6 Ob 207/21s
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 207/21s
    Vgl; Beisatz: Die zivilrechtliche Unerlaubtheit des Spiels setzt nicht zwingend voraus, dass diese gleichzeitig strafbar iSd § 168 StGB ist, auch wenn die (Legal-)Definition in § 168 Abs 1 StGB eines Glücksspiels als Spiel, bei dem Gewinn und Verlust ausschließlich oder überwiegend vom Zufall abhängen, ebenso wie die Definition in § 1 Abs 1 GSpG eine Auslegungshilfe für diesbezügliche zivilrechtliche Regelungen (etwa § 1174 Abs 2 ABGB) darstellt. (T2)
  • RS0038378">6 Ob 229/21a
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 229/21a
    Vgl; Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T3 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T2 wurde gelöscht. - Mai 2022 (T3)
  • RS0038378">7 Ob 213/21f
    Entscheidungstext OGH 16.02.2022 7 Ob 213/21f
    Vgl
  • RS0038378">2 Ob 17/22x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2022 2 Ob 17/22x
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0038378">6 Ob 23/22h
    Entscheidungstext OGH 25.02.2022 6 Ob 23/22h
    Vgl; Beisatz: Die zivilrechtliche Unerlaubtheit des Spiels setzt nicht zwingend voraus, dass diese gleichzeitig strafbar iSd § 168 StGB ist. (T4)
  • RS0038378">1 Ob 31/22y
    Entscheidungstext OGH 23.03.2022 1 Ob 31/22y
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0038378">1 Ob 37/22f
    Entscheidungstext OGH 23.03.2022 1 Ob 37/22f
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0038378">6 Ob 50/22d
    Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 50/22d
    Vgl
  • RS0038378">8 Ob 172/22k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 8 Ob 172/22k
    vgl; Beisatz nur wie T4
  • RS0038378">10 Ob 56/22s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.06.2023 10 Ob 56/22s
    vgl
  • RS0038378">2 Ob 177/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 177/23b
    Beisatz wie T4
  • RS0038378">7 Ob 155/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.12.2023 7 Ob 155/23d
    vgl; Beisatz: Für Glücksspielleistungen, die ein Inländer von einem ausländischen Online-Glücksspielanbieter im Ausland abruft, gelangt nicht das (österreichische) GSpG zur Anwendung. (T5)
    Beisatz: Vielmehr müsste der Kläger einen Verstoß gegen ein ausländisches gesetzliches Verbot nachweisen, der in Verbindung mit dem anzuwendenden § 879 Abs 1 ABGB zur Nichtigkeit der im Ausland in Anspruch genommenen Glücksspielleistungen führen könnte. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0038378

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.01.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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