RS OGH 2008/8/27 7Ob34/83, 7Ob8/84, 7Ob46/88, 7Ob29/88, 7Ob25/93, 7Ob30/95, 7Ob240/99s, 7Ob276/01s,

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.04.1983
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Norm

AKHB Art6 Abs2 litb
AKHB Art8 Abs2 Z2
StVO §5 Abs1 B
VK 1995 Art7.3.2

Rechtssatz

Die Beweislast für das (Nichtvorliegen) Vorliegen einer die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigenden Alkoholisierung des Lenkers eines haftpflichtversicherten Kraftfahrzeuges trifft im Fall des Art 6 Abs 2 lit b AKHG den Versicherer (anspruchsbegründende Tatsache, objektiver Nachweis der Obliegenheitsverletzung) und nur im Fall des Art 8 Abs 2 Z 2 AKHB den versicherten Lenker, der durch Verweigerung der Blutabnahme die Obliegenheitsverletzung (Aufklärungspflicht) objektiv bereits erfüllt hat, sodass ihm der Kausalitätsgegenbeweis obliegt.Die Beweislast für das (Nichtvorliegen) Vorliegen einer die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigenden Alkoholisierung des Lenkers eines haftpflichtversicherten Kraftfahrzeuges trifft im Fall des Artikel 6, Absatz 2, Litera b, AKHG den Versicherer (anspruchsbegründende Tatsache, objektiver Nachweis der Obliegenheitsverletzung) und nur im Fall des Artikel 8, Absatz 2, Ziffer 2, AKHB den versicherten Lenker, der durch Verweigerung der Blutabnahme die Obliegenheitsverletzung (Aufklärungspflicht) objektiv bereits erfüllt hat, sodass ihm der Kausalitätsgegenbeweis obliegt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 34/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 34/83
    Veröff: ZVR 1984/247 S 246
  • RS0073440">7 Ob 8/84
    Entscheidungstext OGH 22.03.1984 7 Ob 8/84
    Auch; Veröff: VersR 1985,579
  • RS0073440">7 Ob 29/88
    Entscheidungstext OGH 29.09.1988 7 Ob 29/88
    nur: Die Beweislast für das (Nichtvorliegen) Vorliegen einer die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigenden Alkoholisierung des Lenkers eines haftpflichtversicherten Kraftfahrzeuges trifft im Fall des Art 6 Abs 2 lit b AKHG den Versicherer (anspruchsbegründende Tatsache, objektiver Nachweis der Obliegenheitsverletzung). (T1); Beisatz: Ein Gegenbeweis fehlender Beeinträchtigung ist in diesem Fall nicht möglich (Petrasch in ZVR 1985,73). (T2) Veröff: ZVR 1989/97 S 156 = VersR 1989,978
  • RS0073440">7 Ob 46/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 46/88
    Auch; Veröff: VersR 1989,829 = ZVR 1989/110 S 184
  • RS0073440">7 Ob 25/93
    Entscheidungstext OGH 13.10.1993 7 Ob 25/93
    nur: Nur im Fall des Art 8 Abs 2 Z 2 AKHB den versicherten Lenker, der durch Verweigerung der Blutabnahme die Obliegenheitsverletzung (Aufklärungspflicht) objektiv bereits erfüllt hat, sodass ihm der Kausalitätsgegenbeweis obliegt. (T3) Veröff: VersRdSch 1989,387 = VersR 1994,963 = VersRdSch 1994,154 = VersRdSch 1994,214
  • RS0073440">7 Ob 30/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 7 Ob 30/95
    nur T1
  • RS0073440">7 Ob 240/99s
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 240/99s
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Für eine vorsätzliche Begehung der Obliegenheitsverletzung nach § 8 Abs 2 Z 2 AKHB 1988 genügt schon das allgemeine Bewusstsein des Versicherungsnehmers, dass er nach einem von ihm (mit-)verschuldeten Unfall an der Aufklärung des Sachverhaltes nach Kräften mitzuwirken hat. (T4)
  • RS0073440">7 Ob 276/01s
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 276/01s
    Auch; nur T1
  • RS0073440">7 Ob 231/05d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 231/05d
    nur T1
  • RS0073440">7 Ob 158/08y
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 158/08y
    Vgl; Beisatz: Hier: Art 9.2.2 AEKHB. (T5)

Schlagworte

SW: Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0073440

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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