RS OGH 1983/5/31 4Ob335/83, 4Ob331/83, 4Ob347/86, 4Ob322/87, 4Ob367/86, 4Ob413/87, 4Ob35/89, 4Ob164/

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Veröffentlicht am 31.05.1983
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Norm

UWG §1 D3a

Rechtssatz

Ist die Ware bereits auf dem Markt und im Verkehr als solche bekannt, liegt die für die Beurteilung des Vorliegens einer sklavischen Nachahmung zur fordernde Verkehrsbekanntheit auch dann vor, wenn das Publikum die Ware nicht einem bestimmten Unternehmen zuordnet. Würde man letzteres nämlich verlangen, dann wäre eine Abgrenzung zum Ausstattungsschutz nach § 9 Abs 3 UWG unmöglich und es bedürfte der Rechtsfigur der sklavischen Nachahmung gar nicht. - "Thonet-Sessel".

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 335/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 335/83
    Beisatz: Thonet-Sessel (T1) Veröff: ÖBl 1983,134 (zustimmend Schönherr)
  • 4 Ob 331/83
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 331/83
    nur: Liegt die für die Beurteilung des Vorliegens einer sklavischen Nachahmung zur fordernde Verkehrsbekanntheit auch dann vor, wenn das Publikum die Ware nicht einem bestimmten Unternehmen zuordnet. (T2) Veröff: ÖBl 1984,95
  • 4 Ob 367/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 367/86
    Auch; Veröff: ÖBl 1988,10
  • 4 Ob 322/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 322/87
    Veröff: ÖBl 1987,156
  • 4 Ob 347/86
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 347/86
    nur T2
  • 4 Ob 413/87
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 413/87
    Beisatz: Klimt-Leuchten (T3) Veröff: WBl 1988,303 = ÖBl 1989,39
  • 4 Ob 35/89
    Entscheidungstext OGH 11.07.1989 4 Ob 35/89
    nur: Ist die Ware bereits auf dem Markt und im Verkehr als solche bekannt, liegt die für die Beurteilung des Vorliegens einer sklavischen Nachahmung zur fordernde Verkehrsbekanntheit auch dann vor, wenn das Publikum die Ware nicht einem bestimmten Unternehmen zuordnet. (T4)
  • 4 Ob 164/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 164/90
    nur T2
  • 4 Ob 123/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 123/91
    nur T4; Veröff: MR 1992,120
  • 4 Ob 81/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 81/92
    nur T2; Veröff: MR 1993,30
  • 4 Ob 2/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 2/94
    Beisatz: Die Sittenwidrigkeit der Nachahmung liegt darin, daß der Nachahmende ein ihm verkehrbekanntes Produkt auf eine solche Weise nachahmt, daß der Interessent annehmen kann, es handle sich bei diesem neuen Produkt um das ihm bereits bekannte, seinen besonderen Wünschen und Vorstellungen entsprechende Erzeugnis. (T5)
  • 4 Ob 352/97m
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 4 Ob 352/97m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0078394

Dokumentnummer

JJR_19830531_OGH0002_0040OB00335_8300000_004
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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