RS OGH 2025/6/24 4Ob353/83 (4Ob354/83); 4Ob79/90; 4Ob79/92; 4Ob1046/95; 4Ob145/01d; 4Ob74/11b; 4Ob63

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.06.1983
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Norm

UWG §1 C2
UWG §1 D5a
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  3. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  4. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  3. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  4. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007

Rechtssatz

Der Umstand, dass eine zwingende gesetzliche Vorschrift, die den Wettbewerb regelt, von einer Vielzahl von Mitbewerbern, allenfalls sogar von dem überwiegenden Teil der Mitbewerber nicht beachtet wird, nimmt einem derartigen Verstoß nicht den Charakter einen unlauteren, gegen die guten Sitten verstoßenden Wettbewerbshandlung, zumal dadurch ein sachlich ungerechtfertigter Wettbewerbsvorsprung gegenüber jenen Mitbewerbern erzielt wird, die sich an die geltende Norm halten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 353/83
    Entscheidungstext OGH 14.06.1983 4 Ob 353/83
    Veröff: RdW 1983,106 = ÖBl 1984,14
  • RS0078014">4 Ob 79/90
    Entscheidungstext OGH 30.05.1990 4 Ob 79/90
    Veröff: ÖBl 1991,67
  • RS0078014">4 Ob 79/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1992 4 Ob 79/92
    Vgl; Beisatz: Product Placement (T1) Veröff: SZ 65/122 = MR 1992,207 (Korn) = ÖBl 1992,265
  • RS0078014">4 Ob 1046/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 1046/95
    nur: Der Umstand, daß eine zwingende gesetzliche Vorschrift, die den Wettbewerb regelt, von einer Vielzahl von Mitbewerbern, allenfalls sogar von dem überwiegenden Teil der Mitbewerber nicht beachtet wird, nimmt einem derartigen Verstoß nicht den Charakter einen unlauteren, gegen die guten Sitten verstoßenden Wettbewerbshandlung. (T2)
  • RS0078014">4 Ob 145/01d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 4 Ob 145/01d
    Vgl auch; Beisatz: Eine Rechtfertigung wettbewerbswidrigen Verhaltens lässt sich nicht mit Erfolg aus einer angeblichen Branchenübung ableiten; Missbräuche können nämlich nicht als Maßstab des Zulässigen dienen. Ein Rechtsbruch ist auch dann sittenwidrig, wenn der überwiegende Teil der Mitbewerber dieselbe Vorschrift gleichfalls missachtet. (T3)
  • RS0078014">4 Ob 74/11b
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 74/11b
    Vgl auch; Beisatz: Wettbewerbswidriges Verhalten lässt sich nicht damit rechtfertigen, Mitbewerber handelten ebenso. (T4)
  • RS0078014">4 Ob 63/16t
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 63/16t
    Auch
  • RS0078014">4 Ob 210/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.06.2025 4 Ob 210/24x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0078014

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.07.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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