RS OGH 2024/4/25 7Ob509/86; 8Ob1566/95; 2Ob25/04x (2Ob26/04v); 5Ob187/07x (5Ob188/07v); 8Ob41/24y

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.01.1986
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Norm

ZPO idF vor ZVN 2022 §212
ZPO §212a
ZPO idF ZVN 2022 §210
ZPO §211

Rechtssatz

Der von einer Partei binnen drei Tagen nach Zustellung der Protokollsabschrift eingebrachte Antrag auf Protokollsberichtigung ist als gegen das Protokoll gerichteter Widerspruch anzusehen. Über einen Widerspruch hat das Gericht in der Regel keine Entscheidung zu treffen. Das Gericht kann aber auch infolge eines erhobenen Widerspruches die Übertragung entsprechend ändern.

Entscheidungstexte

  • RS0037287">7 Ob 509/86
    Entscheidungstext OGH 30.01.1986 7 Ob 509/86
  • RS0037287">8 Ob 1566/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 8 Ob 1566/95
    Vgl auch
  • RS0037287">2 Ob 25/04x
    Entscheidungstext OGH 12.02.2004 2 Ob 25/04x
    Auch
  • RS0037287">5 Ob 187/07x
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 187/07x
    Beisatz: Ein (rechtzeitiger) Widerspruch hat die in § 215 Abs 1, § 498 Abs 2 ZPO vorgesehenen Rechtswirkungen. (T1)
  • RS0037287">8 Ob 41/24y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2024 8 Ob 41/24y
    vgl; Beisatz wie T1
    Beisatz: Das Erstgericht darf aufgrund der – nun in § 211 Abs 1, vormals in § 215 Abs 1 ZPO fußenden – Funktion eines (rechtzeitig erhobenen) Protokollswiderspruchs, die volle Beweiskraft des Protokolls zu verhindern und die in § 498 Abs 2 ZPO vorgesehene Kognition des Berufungsgerichts auszulösen keine den Protokollswiderspruch abweisende oder ihn „verwerfende“ Entscheidung treffen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0037287

Im RIS seit

30.01.1986

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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