RS OGH 2017/10/25 1Ob4/87, 4Ob2099/96x, 4Ob2251/96z, 4Ob184/97f, 6Ob85/01w, 5Ob154/07v, Bsw2947/06,

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.05.1987
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Norm

MRK Art6 Abs2 III

Rechtssatz

Die Unschuldsvermutung des Art 6 Abs 2 MRK wendet sich nur an das Gericht, das über die Schuld des Angeklagten entscheidet, nicht aber an Private.Die Unschuldsvermutung des Artikel 6, Absatz 2, MRK wendet sich nur an das Gericht, das über die Schuld des Angeklagten entscheidet, nicht aber an Private.

Entscheidungstexte

  • RS0074608">1 Ob 4/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 1 Ob 4/87
    Veröff: SZ 60/93 = JBl 1987,724 = MR 1987,131 (Korn)
  • RS0074608">4 Ob 2099/96x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2099/96x
    Auch; Beisatz: Eine unmittelbare Drittwirkung der in Art 6 Abs 2 MRK verankerten Unschuldsvermutung auf Privatpersonen besteht zwar nicht; Adressaten der Konventionsverpflichtung sind der Gesetzgeber und die staatlichen Verfolgungsbehörden; sie kann aber als Prüfungsmaßstab für Handlungen Dritter herangezogen werden, das heißt, die sich aus Art 6 MRK ergebenden Rechte sind im Rahmen der Interessenabwägung und der Berücksichtigung der Rechte aus Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und der angemessenen Wahrnehmung berechtigter Interessen zu beachten. (T1)
  • RS0074608">4 Ob 2251/96z
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2251/96z
    Vgl; Beisatz: Die - wahrheitsgemäße - Berichterstattung von Geständnissen der Klägerin bedeutet noch keinen Verstoß gegen die Unschuldsvermutung. (T2)
  • RS0074608">4 Ob 184/97f
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 184/97f
    Veröff: SZ 70/183
  • RS0074608">6 Ob 85/01w
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 85/01w
    Vgl auch; Beisatz: Die Unschuldsvermutung ist in allen Verfahren zu beachten, die im Sinne des Art 6 EMRK als strafrechtlich zu werten sind. Die Unschuldsvermutung ist nicht nur von Strafgerichten, sondern von allen staatlichen Behörden zu beachten. (T3); Veröff: SZ 74/92
  • RS0074608">5 Ob 154/07v
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 154/07v
    Ähnlich; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Die kartellrechtlichen Geldbußentatbestände stellen, selbst wenn man sie als strafrechtlich qualifiziert, jedenfalls keine strafgerichtliche Verfolgung dar. (T4)
  • RS0074608">Bsw 2947/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 24.04.2008 Bsw 2947/06
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: NL 2008,101
  • RS0074608">Bsw 46878/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 04.06.2013 Bsw 46878/06
    Vgl aber; Beisatz: Die Unschuldsvermutung kann auch durch Feststellungen im Urteil eines Zivilgerichts verletzt werden. (Bem: Teodor gg. Rumänien) (T5)
    Veröff: NL 2013,172
  • RS0074608">6 Ob 226/16b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 226/16b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0074608

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2017
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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