RS OGH 2002/10/22 15Nds72/87, 13Os83/02, 11NdS33/02

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.06.1987
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Norm

LMG 1975 §73
MedienG §41 Abs2
PornG §9
StPO §62
StPO §63 A
  1. LMG 1975 § 73 gültig von 01.04.1997 bis 20.01.2006 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 13/2006
  2. LMG 1975 § 73 gültig von 01.01.1993 bis 31.03.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 756/1992
  1. MedienG § 41 heute
  2. MedienG § 41 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. MedienG § 41 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2007
  1. StPO § 62 heute
  2. StPO § 62 gültig ab 01.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2020
  3. StPO § 62 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 62 gültig von 10.04.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  5. StPO § 62 gültig von 31.12.1975 bis 09.04.1999

Rechtssatz

Kompetenz nach § 41 Abs 2 MedG ist (ebenso wie etwa jene nach § 9 PornG und nach § 73 LMG) sowohl eine örtliche als auch eine sachliche; Zweck dieser Zuständigkeitskonzentration ist die größere Sachkenntnis und Einheitlichkeit der Rechtsprechung, die durch die Vereinigung gleichartiger Sachen bei bestimmten Gerichten herbeigeführt wird (Vgl SSt 27/79, RZ 1958,12 ua). In Fällen, in denen - wie hier - im Gesetz die ausschließliche Kompetenz des Landesgerichtes für Strafsachen Wien für das gesamte Bundesgebiet angeordnet ist (§ 41 Abs 2 letzter Satz MedG), kommt demnach eine Delegierung nach § 62, 63 StPO nicht in Betracht, weil es ein "anderes Gericht derselben Art" im Bereich der Republik Österreich nicht gibt.Kompetenz nach Paragraph 41, Absatz 2, MedG ist (ebenso wie etwa jene nach Paragraph 9, PornG und nach Paragraph 73, LMG) sowohl eine örtliche als auch eine sachliche; Zweck dieser Zuständigkeitskonzentration ist die größere Sachkenntnis und Einheitlichkeit der Rechtsprechung, die durch die Vereinigung gleichartiger Sachen bei bestimmten Gerichten herbeigeführt wird (Vgl SSt 27/79, RZ 1958,12 ua). In Fällen, in denen - wie hier - im Gesetz die ausschließliche Kompetenz des Landesgerichtes für Strafsachen Wien für das gesamte Bundesgebiet angeordnet ist (Paragraph 41, Absatz 2, letzter Satz MedG), kommt demnach eine Delegierung nach Paragraph 62, 63, StPO nicht in Betracht, weil es ein "anderes Gericht derselben Art" im Bereich der Republik Österreich nicht gibt.

Entscheidungstexte

  • 15 Nds 72/87
    Entscheidungstext OGH 03.06.1987 15 Nds 72/87
  • RS0066678">13 Os 83/02
    Entscheidungstext OGH 21.08.2002 13 Os 83/02
    Vgl; Beisatz: Keine analoge Anwendung des §41 Abs2 zweiter Satz MedienG auf elektronische Dienste wie etwa Bildschirmtext, Teletext und Internet. (T1)
  • RS0066678">11 Nds 33/02
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 11 Nds 33/02
    Vgl; Beisatz: Der Delegierung eines Verfahrens wegen eines in elektronischen Medien begangenen Medieninhaltsdelikts an ein anderes Gericht als das Landesgericht für Strafsachen Wien steht die Bestimmung des § 41 Abs 2 zweiter Satz MedienG nicht entgegen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0066678

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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