RS OGH 1988/7/12 2Ob562/88, 8Ob521/95, 4Ob2135/96s, 1Ob280/98b, 8Ob73/10h, 10Ob47/11a, 7Ob56/22v

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.07.1988
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Norm

MRG §30 Abs1 B
MRG §30 Abs2 Z13

Rechtssatz

Bei einem Verstoß gegen vertragliche Verpflichtungen liegt ein Kündigungsgrund nur dann vor, wenn hiedurch wichtige Interessen des Vermieters in einer Weise verletzt werden, dass sie einer Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz des Vermieters gleichkommen, was der Vermieter schon in der Aufkündigung dartun muss.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 562/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 2 Ob 562/88
  • 8 Ob 521/95
    Entscheidungstext OGH 20.09.1995 8 Ob 521/95
  • 4 Ob 2135/96s
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2135/96s
    Vgl auch; nur: Bei einem Verstoß gegen vertragliche Verpflichtungen liegt ein Kündigungsgrund nur dann vor, wenn hiedurch wichtige Interessen des Vermieters in einer Weise verletzt werden, dass sie einer Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz des Vermieters gleichkommen. (T1); Beisatz: Das gilt nur für Kündigungen auf Grund der Generalklausel des § 30 Abs 1 MRG, nicht aber für den Kündigungsgrund des erheblich nachteiligen Gebrauchs nach § 30 Abs 2 Z 3 MRG, für den die vertragswidrige Benützung des Bestandobjektes Tatbestandsmerkmal ist. (T2) Veröff: SZ 69/177
  • 1 Ob 280/98b
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 280/98b
    nur T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 73/10h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 73/10h
    nur T1
  • 10 Ob 47/11a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 Ob 47/11a
    Auch
  • 7 Ob 56/22v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2022 7 Ob 56/22v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0070227

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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