RS OGH 1998/8/27 11Os108/88, 14Os109/89 (14Os110/89), 15Os48/92, 15Os181/96, 15Os128/98 (15Os129/98)

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Veröffentlicht am 20.09.1988
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Norm

StGB §42 Z1
  1. StGB § 42 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 93/2007

Rechtssatz

Von der im § 42 Z 1 StGB bezeichneten geringen Schuld des Täters kann nur bei einem erheblichen Zurückbleiben des tatbestandsmäßigen Verhaltens hinter dem in den Durchschnittsfällen dieser Art gegebenen deliktstypischen Gesinnungsunwert und Handlungsunwert gesprochen werden.Von der im Paragraph 42, Ziffer eins, StGB bezeichneten geringen Schuld des Täters kann nur bei einem erheblichen Zurückbleiben des tatbestandsmäßigen Verhaltens hinter dem in den Durchschnittsfällen dieser Art gegebenen deliktstypischen Gesinnungsunwert und Handlungsunwert gesprochen werden.

Entscheidungstexte

  • RS0091733">11 Os 108/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 11 Os 108/88
  • RS0091733">14 Os 109/89
    Entscheidungstext OGH 20.12.1989 14 Os 109/89
    Vgl auch; Beisatz: Der Erfolgsunwert ist hingegen ausschließlich unter dem Aspekt des § 42 Z 2 StGB von Bedeutung. (T1) Veröff: EvBl 1990/92 S 412; hiezu kritisch Bertel ÖJZ, 799 = JBl 1991,124 (Burgstaller) = AnwBl 1990,577 (Graff)
  • 15 Os 48/92
    Entscheidungstext OGH 04.06.1992 15 Os 48/92
    Vgl auch
  • RS0091733">15 Os 181/96
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 15 Os 181/96
  • RS0091733">15 Os 128/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 128/98
    Auch; Beisatz: Unter dem Unrechtsgehalt ist sowohl der Handlungs- als auch der Gesinnungsunwert zu verstehen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0091733

Dokumentnummer

JJR_19880920_OGH0002_0110OS00108_8800000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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