RS OGH 1997/7/3 11Os3/89, 16Os45/89, 13Os195/95, 15Os83/97

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.02.1989
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Norm

StGB §72
StPO §151 Z3
StPO §152 Abs1 Z1
  1. StGB § 72 heute
  2. StGB § 72 gültig ab 19.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2013
  3. StGB § 72 gültig von 01.01.2010 bis 18.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  4. StGB § 72 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  5. StGB § 72 gültig von 01.01.1975 bis 30.09.1998
  1. StPO § 151 heute
  2. StPO § 151 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 151 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StPO § 151 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  5. StPO § 151 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 151 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1997
  1. StPO § 152 heute
  2. StPO § 152 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 152 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2003
  4. StPO § 152 gültig von 01.01.2001 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  5. StPO § 152 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/1999
  6. StPO § 152 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  7. StPO § 152 gültig von 01.01.1994 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  8. StPO § 152 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die weitgehend im emotionellen Bereich des Zeugen angesiedelte Entscheidung, ob er vom Entschlagungsrecht in einem gegen einen Angehörigen geführten Strafverfahren Gebrauch macht, entzieht sich schon ihrer Art nach einer Substituierung durch einen (gesetzlichen) Vertreter. Auch ein Unmündiger kann diese - nicht zu begründende - Entscheidung für sich treffen. Es obliegt aber der Würdigung des erkennenden Gerichtes, sich auf Grund seiner forensischen Erfahrung, des persönlichen Eindrucks von dem zu Vernehmenden und der Ergebnisse sonstiger Beweisaufnahmen (gegebenenfalls auch eines Sachverständigengutachtens) über die Urteilsfähigkeit und Zeugnisfähigkeit eines Minderjährigen schlüssig zu werden.

Entscheidungstexte

  • RS0092167">11 Os 3/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1989 11 Os 3/89
    Veröff: SSt 60/11 = EvBl 1989/113 S 407 = JBl 1989,537 = RZ 1989/66 S 174
  • RS0092167">16 Os 45/89
    Entscheidungstext OGH 15.12.1989 16 Os 45/89
    Vgl auch; nur: Es obliegt aber der Würdigung des erkennenden Gerichtes, sich auf Grund seiner forensischen Erfahrung, des persönlichen Eindrucks von dem zu Vernehmenden und der Ergebnisse sonstiger Beweisaufnahmen (gegebenenfalls auch eines Sachverständigengutachtens) über die Urteilsfähigkeit und Zeugnisfähigkeit eines Minderjährigen schlüssig zu werden. (T1) Veröff: SSt 60/87 = EvBl 1990/72 S 311 = RZ 1990/69 S 153
  • RS0092167">13 Os 195/95
    Entscheidungstext OGH 08.05.1996 13 Os 195/95
    Vgl auch
  • RS0092167">15 Os 83/97
    Entscheidungstext OGH 03.07.1997 15 Os 83/97
    Vgl auch; nur: Die weitgehend im emotionellen Bereich des Zeugen angesiedelte Entscheidung, ob er vom Entschlagungsrecht in einem gegen einen Angehörigen geführten Strafverfahren Gebrauch macht, entzieht sich schon ihrer Art nach einer Substituierung durch einen (gesetzlichen) Vertreter. Auch ein Unmündiger kann diese - nicht zu begründende - Entscheidung für sich treffen. (T2); Beisatz: Das Entschlagungsrecht nach § 152 Abs 1 StPO ist ein höchstpersönliches, über das primär nur die dort genannten Personen verfügen können. Dispositionen über das Entschlagungsrecht durch andere kennt die Strafprozeßordnung nämlich nur im Zusammenhang mit der Wahrung des Amtsgeheimnisses (§ 151 Z 2 StPO). (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0092167

Dokumentnummer

JJR_19890221_OGH0002_0110OS00003_8900000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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