RS OGH 1989/3/15 1Ob520/89, 3Ob1503/91, 8Ob636/90, 1Ob562/91, 1Ob687/90, 4Ob1588/91, 5Ob1528/92, 6Ob

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Veröffentlicht am 15.03.1989
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Norm

ABGB §879 CIIi
ABGB §897
TirGVG §1

Rechtssatz

Ein Vertrag ist nicht in Schwebe, sondern von allem Anfang an nichtig, wenn die Parteien die grundverkehrsbehördliche Zustimmung gar nicht beantragen wollen, weil sie wissen, dass diesem Vertrag nicht zugestimmt werde.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 520/89
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 1 Ob 520/89
    Veröff: SZ 62/42
  • 3 Ob 1503/91
    Entscheidungstext OGH 23.01.1991 3 Ob 1503/91
    Auch; Beisatz: Hier: Entgeltliche Nutzungsüberlassung zu Errichtung eines Hauses auf fremden Grund - bei Nichtgenehmigung kein dem Räumungsanspruch entgegenstehender Titel zur Benützung. (T1)
  • 8 Ob 636/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1991 8 Ob 636/90
    Vgl; Beisatz: Dieser Rechtssatz muss korrigierend dahingehend interpretiert werden, dass das Rechtsgeschäft bei Nichtansuchen der Parteien um grundverkehrsbehördliche Genehmigung nur dann als von Anfang an nichtig angesehen werden kann, wenn feststeht, dass die grundverkehrsbehördlichen Genehmigung nicht erteilt werden kann. (T2)
  • 1 Ob 562/91
    Entscheidungstext OGH 15.05.1991 1 Ob 562/91
    Veröff: SZ 64/56
  • 1 Ob 687/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 687/90
    Auch; Veröff: JBl 1992,594
  • 4 Ob 1588/91
    Entscheidungstext OGH 08.10.1991 4 Ob 1588/91
  • 5 Ob 1528/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1992 5 Ob 1528/92
    Beis wie T2
  • 6 Ob 19/93
    Entscheidungstext OGH 19.05.1994 6 Ob 19/93
  • 6 Ob 7/94
    Entscheidungstext OGH 19.05.1994 6 Ob 7/94
  • 2 Ob 557/94
    Entscheidungstext OGH 25.08.1994 2 Ob 557/94
    Beis wie T2
  • 8 Ob 2288/96w
    Entscheidungstext OGH 12.12.1996 8 Ob 2288/96w
  • 2 Ob 587/95
    Entscheidungstext OGH 09.10.1997 2 Ob 587/95
    Auch
  • 9 Ob 66/98s
    Entscheidungstext OGH 29.04.1998 9 Ob 66/98s
    Beisatz: Hier: Die Parteien wollten die Antragstellung an die Grundverkehrsbehörde nur bis zu von ihnen erwarteten Änderungen der Rechtslage im Zuge des Beitrittes Österreichs zum EWR-Vertrag bzw zur EU hinausschieben. (T3)
  • 1 Ob 67/99f
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 67/99f
    Vgl; Beisatz: Wollen Vertragsparteien die grundverkehrsbehördliche Genehmigung ihrer genehmigungspflichtigen Verträge gar nicht beantragen, weil sie davon ausgehen, dass die Genehmigung versagt würde, so sind solche Verträge nicht in Schwebe, sondern von Anfang an nichtig. (T4)
  • 4 Ob 261/99g
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 261/99g
    Auch
  • 6 Ob 122/99f
    Entscheidungstext OGH 11.11.1999 6 Ob 122/99f
    Vgl
  • 3 Ob 253/99y
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 3 Ob 253/99y
  • 6 Ob 325/99h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 325/99h
  • 6 Ob 23/00a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 23/00a
  • 4 Ob 114/01w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 114/01w
    Vgl auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 74/96
  • 9 Ob 100/04b
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 Ob 100/04b
    Auch
  • 6 Ob 127/06d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 127/06d
    Beisatz: Wenn zwischen den Vertragsparteien Einigung darüber bestand, im Fall der rechtlichen Möglichkeit des Grunderwerbs durch Ausländer eine entsprechende Kaufvertragsurkunde einverleibungsfähig auszufertigen, ist ein Kaufvertrag nicht als von Anfang an nichtig anzusehen. (T5)
  • 6 Ob 226/06p
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 226/06p
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Umgehungsgeschäft bedurfte nach der Rechtslage bei seinem Abschluss keiner Genehmigung. (T6)
  • 1 Ob 136/07t
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 136/07t
    Vgl aber; Beis wie T5; Beisatz: Ein Vertrag ist nicht schon deshalb nichtig, weil die Parteien auf Grund der rechtlichen und/oder tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keine Genehmigung beantragen wollen. (T7)
    Beisatz: Beabsichtigen die Parteien bei einer Änderung der rechtlichen und/oder tatsächlichen Verhältnisse die Genehmigung des Vertrags zu beantragen, besteht weiterhin der durch die ausständige grundverkehrsbehördliche Genehmigung gegebene Schwebezustand. (T8)
    Beisatz: Die Absicht der Parteien, bei Änderung der rechtlichen und/oder tatsächlichen Verhältnisse die Genehmigung des Vertrags zu beantragen, kann sich auch aus einer ergänzenden Vertragsauslegung im Sinn des § 914 ABGB ergeben. (T9)
  • 2 Ob 11/10x
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 11/10x
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Eröffnen die Grundverkehrsregelungen der Grundverkehrsbehörde einen Ermessensspielraum für ihre Entscheidung, dann kann von einer grundsätzlichen Unmöglichkeit der Zustimmungserteilung keine Rede sein (vgl 8 Ob 636/90). (T10)
    Beisatz: Hier: §§ 4 ff des Salzburger Landesgrundverkehrsgesetzes 1964. (T11)
    Veröff: SZ 2010/142
  • 4 Ob 220/14b
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 4 Ob 220/14b
  • 7 Ob 13/15k
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 13/15k
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2015/90

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0038717

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2018
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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