RS OGH 2022/8/29 1Ob558/89, 8Ob14/91, 7Ob278/01k, 2Ob50/02w, 6Ob259/06s, 6Ob212/09h, 6Ob95/16p, 6Ob9

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.05.1989
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Norm

ABGB §864a
KSchG §25b Abs2
  1. ABGB § 864a heute
  2. ABGB § 864a gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979
  1. KSchG § 25b heute
  2. KSchG § 25b gültig ab 01.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1997

Rechtssatz

Die in ein umfangreiches Vertragsformblatt aufgenommene Klausel, ein Bürge, der die Haftung für einen zeitlich und der Höhe nach begrenzten Kredit übernimmt, hafte darüber hinaus mit dem Kreditnehmer abgeschlossenen oder künftig abzuschließenden Kreditverträgen, ist ungewöhnlich im Sinne des § 864a ABGB.Die in ein umfangreiches Vertragsformblatt aufgenommene Klausel, ein Bürge, der die Haftung für einen zeitlich und der Höhe nach begrenzten Kredit übernimmt, hafte darüber hinaus mit dem Kreditnehmer abgeschlossenen oder künftig abzuschließenden Kreditverträgen, ist ungewöhnlich im Sinne des Paragraph 864 a, ABGB.

Entscheidungstexte

  • RS0014606">1 Ob 558/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 1 Ob 558/89
    Veröff: SZ 62/99 = EvBl 1989/149 S 597 = RdW 1989,302 = ÖBA 1990,217
  • RS0014606">8 Ob 14/91
    Entscheidungstext OGH 27.06.1991 8 Ob 14/91
    Veröff: ÖBA 1992,281 = ecolex 1991,768
  • RS0014606">7 Ob 278/01k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 278/01k
    Vgl auch
  • RS0014606">2 Ob 50/02w
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 2 Ob 50/02w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Eine Klausel, wonach ein Anerkenntnis des Hauptschuldners für den Bürgen verbindlich ist, ist ungewöhnlich im Sinne des § 864a ABGB. (T1)
  • RS0014606">6 Ob 259/06s
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 259/06s
    Auch; Beisatz: Die Beurteilung der „Ungewöhnlichkeit" einer Klausel iSd § 864a ABGB ist stets von der Kasuistik des Einzelfalls geprägt und auf die singuläre Rechtsbeziehung der Streitteile zugeschnitten, sodass darin grundsätzlich keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO zu erblicken ist. (T2)
    Beisatz: Hier: Erstreckungsklausel in einer Pfandbestellungsvereinbarung. (T3)
  • RS0014606">6 Ob 212/09h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 6 Ob 212/09h
    Vgl auch; Bem: Hier: Erstreckungsklausel in den Bürgschaftsformularen eines Kreditunternehmens. (T4)
    Beisatz: In Ansehung der Zinsenregelung verstößt die Klausel zudem gegen § 25b Abs 2 KSchG, weil der Bürge für die vom Hauptschuldner geschuldeten Zinsen unabhängig davon einzustehen hat, ob die Bank der Verständigungspflicht über den Verzug des Hauptschuldners entsprochen hat. (T5)
  • RS0014606">6 Ob 95/16p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 6 Ob 95/16p
    Beisatz: Hier: Ungewöhnlichkeit verneint, da die Bürgschaftserklärung kurz gehalten und die verwendete Formulierung eindeutig ist. (T6)
  • RS0014606">6 Ob 94/22z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2022 6 Ob 94/22z
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Ungewöhnlichkeit einer Erstreckungsklausel im Pfandbestellungsvertrag verneint. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0014606

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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