RS OGH 2023/11/21 1Ob582/90; 8Ob675/90; 6Ob114/09x; 3Ob203/12t; 4Ob168/23v

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 20.06.1990
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Norm

ABGB §1346 E
  1. ABGB § 1346 heute
  2. ABGB § 1346 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Aus der schriftlichen Verpflichtungserklärung des Bürgen muss der rechtsgeschäftliche Wille, für eine fremde Schuld einzustehen, unmittelbar hervorgehen.

Entscheidungstexte

  • RS0032728">1 Ob 582/90
    Entscheidungstext OGH 20.06.1990 1 Ob 582/90
    Veröff: ÖBA 1990,947 = RdW 1990,442 = JBl 1991,193
  • RS0032728">8 Ob 675/90
    Entscheidungstext OGH 23.05.1991 8 Ob 675/90
    Veröff: EvBl 1991/188 S 819 = ÖBA 1992,83 = ecolex 1991,606
  • RS0032728">6 Ob 114/09x
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 114/09x
    Beisatz: Hierin unterscheidet sich die Bürgschaft etwa von einer bloßen Verwendungszusage oder einer Absichtserklärung, den Schuldner bei der Erfüllung seiner Verpflichtung aus eigenen Mitteln zuunterstützen. (T1)
  • RS0032728">3 Ob 203/12t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 203/12t
  • RS0032728">4 Ob 168/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.11.2023 4 Ob 168/23v
    vgl; Beisatz: Für eine Bürgschaftsübernahme ist eine Verpflichtungserklärung mit dem unmittelbar daraus hervorgehenden rechtsgeschäftlichen Willen konstitutiv, für eine
    fremde Schuld einzustehen. (T2)
    Beisatz: Hier: Weiterbestand der vertraglichen Verpflichtung des Beklagten unabhängig von der Verpflichtung eines möglichen künftigen Dritten vereinbart. Mangels des Bestehens einer fremden Schuld ist nicht nachvollziehbar warum dies als schriftformbedürftige Bürgschaft zu verstehen sein könnte. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0032728

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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