RS OGH 1990/7/11 1Ob596/90, 7Ob606/92, 10Ob75/04h, 10Ob41/11v, 10Ob79/19v

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.07.1990
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Norm

UVG §4 Z4
ZPO §416 Abs2

Rechtssatz

Unterhaltsvorschüsse nach § 4 Z 4 UVG können bereits ab der Bindung des Erstgerichtes an seine Entscheidung (§ 416 Abs 2 ZPO) gewährt werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 596/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 1 Ob 596/90
    Veröff: SZ 63/130 = ÖA 1991,115
  • 7 Ob 606/92
    Entscheidungstext OGH 15.10.1992 7 Ob 606/92
    Auch; Beisatz: Der Gesetzgeber nimmt hiebei in Kauf, dass bei rechtskräftiger Abweisung der Vaterschaftsfeststellungsklage die ausbezahlten Unterhaltsvorschüsse mangels Rechtsgrundlage nicht einbringlich gemacht werden können. Es wird für die Zeit bis zur rechtskräftigen Beendigung des Verfahrens auf Feststellung der Vaterschaft gleichsam das Vorhandensein eines Unterhaltsschuldners und eines rechtswirksamen Exekutionstitels fingiert. (T1) Veröff: EvBl 1993/79 S 345 = ÖA 1993,113
  • 10 Ob 75/04h
    Entscheidungstext OGH 23.11.2004 10 Ob 75/04h
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Im Zeitpunkt der Unterhaltsvorschussgewährung müssen beide Voraussetzungen des § 4 Z 4 UVG vorliegen. (T2)
  • 10 Ob 41/11v
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 Ob 41/11v
    Auch; Beisatz: Unterhaltsvorschüsse nach § 4 Z 4 UVG können bereits ab der Bindung des Erstgerichts an seine Entscheidung, demnach mit der Verkündung der Entscheidung, bei nicht verkündeten Entscheidungen mit der Übergabe der Urschrift an die Geschäftsstelle gewährt werden. (T3)
  • 10 Ob 79/19v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2020 10 Ob 79/19v
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0041721

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2020
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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