RS OGH 1990/12/11 5Ob609/90, 6Ob534/91, 6Ob160/98t, 9Ob337/98v

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Veröffentlicht am 11.12.1990
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Norm

MRG §29 Abs1

Rechtssatz

In die Erlöschenswirkung auf bestimmte Zeit abgeschlossener Mietverträge greifen die Bestimmungen des § 29 Abs 1 und 2 MRG ein, und zwar insofern, als es bei Mietverhältnissen mit unbedingtem Endtermin, die die Voraussetzungen des § 29 Abs 1 Z 3 oder des Abs 2 MRG nicht erfüllen, zur Durchsetzbarkeit einer den Bestimmungen der §§ 30 bis 33 MRG entsprechenden Kündigung bedarf. Auch wenn Mietverhältnisse bei Überschreitung der in § 29 Abs 1 Z 3 lit b) bis

d) MRG normierten Höchstdauer "faktisch" auf unbestimmte Zeit verlängert gelten, ändert dies nichts an der Wirksamkeit des in der Vereinbarung einer bestimmten Vertragsdauer liegenden Kündigungsverzichtes.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 609/90
    Entscheidungstext OGH 11.12.1990 5 Ob 609/90
    Veröff: WoBl 1991,136 (Call)
  • 6 Ob 534/91
    Entscheidungstext OGH 16.05.1991 6 Ob 534/91
    Veröff: ImmZ 1992,7
  • 6 Ob 160/98t
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 160/98t
  • 9 Ob 337/98v
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 Ob 337/98v
    nur: In die Erlöschenswirkung auf bestimmte Zeit abgeschlossener Mietverträge greifen die Bestimmungen des § 29 Abs 1 und 2 MRG ein, und zwar insofern, als es bei Mietverhältnissen mit unbedingtem Endtermin, die die Voraussetzungen des § 29 Abs 1 Z 3 oder des Abs 2 MRG nicht erfüllen, zur Durchsetzbarkeit einer den Bestimmungen der §§ 30 bis 33 MRG entsprechenden Kündigung bedarf. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0070146

Dokumentnummer

JJR_19901211_OGH0002_0050OB00609_9000000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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