RS OGH 1991/10/10 7Ob29/91, 7Ob25/93, 7Ob240/99s, 7Ob74/00h, 7Ob102/01b, 7Ob79/02x, 7Ob63/02v, 7Ob44

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.10.1991
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Norm

AFIB 1993 Art5 Z3.1
AKHB 1985 §9 Abs2
VersVG §6 Abs3 D

Rechtssatz

Unterdrückt der Versicherte nach einem Unfall ein für die restlose Aufklärung erforderliches Beweismittel, so steht es ihm nicht frei, den ihm obliegenden Kausalitätsgegenbeweis durch Beweismittel, von denen er annehmen darf, dass sie für ihn sprechen, zu erbringen. Ein wirksamer Gegenbeweis würde voraussetzen, dass ihm eine Beweislage zugrunde liegt, die seiner gleichwertig ist, die der Versicherte durch seine Verschleierungshandlungen zerstört oder eingeschränkt hat.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 29/91
    Entscheidungstext OGH 10.10.1991 7 Ob 29/91
    Veröff: SZ 64/141 = VersRdSch 1992,92 = VersR 1992,1543
  • 7 Ob 25/93
    Entscheidungstext OGH 13.10.1993 7 Ob 25/93
    Auch; Veröff: VersR 1994,963 = VersRdSch 1994,154 S 214
  • 7 Ob 240/99s
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 240/99s
    Vgl auch
  • 7 Ob 74/00h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 74/00h
  • 7 Ob 102/01b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 102/01b
    Auch; Beisatz: Der Kausalitätsgegenbeweis ist strikt zu führen, das heißt es sind nur solche Beweismittel geeignet, die den unterdrückten Beweismitteln gleichwertig sind. (T1)
  • 7 Ob 79/02x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 79/02x
    Vgl auch; Beisatz: Ist dem Versicherungsnehmer eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung vorzuwerfen, so obliegt ihm ein strikt zu führender Kausalitätsgegenbeweis, dass die Obliegenheitsverletzung weder auf die Feststellung des Versicherungsfalles noch auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht des Versicherers einen Einfluss gehabt hat. Hier: Beschädigung von drei parkenden Fahrzeugen ohne Polizeianzeige. (T2)
  • 7 Ob 63/02v
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 63/02v
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Es geht nicht an, eine für den Versicherer erkennbar relevante Beweissituation zunächst untergehen zu lassen und später, nachdem dem Versicherer keine Möglichkeit einer Widerlegung mehr offen steht, durch nicht mehr objektivierbare Aussagen oder sonstige Beweismittel zu ersetzen. (T3); Beisatz: Hier: Art 12 BW 1/95. (T4)
  • 7 Ob 44/03a
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 44/03a
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 72/03v
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 72/03v
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 88/08d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 88/08d
    nur: Ein wirksamer Gegenbeweis würde voraussetzen, dass ihm eine Beweislage zugrunde liegt, die seiner gleichwertig ist, die der Versicherte durch seine Verschleierungshandlungen zerstört oder eingeschränkt hat. (T5)
  • 7 Ob 157/08a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 157/08a
    Auch; Beisatz: Vorlage von Tachografenscheiben durch den Masseverwalter erst im Verfahren. (T6)
  • 7 Ob 256/08k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 256/08k
    Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T1
  • 7 Ob 97/09d
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 97/09d
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 7 Ob 34/12v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 34/12v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 7 Ob 109/12y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 109/12y
    Auch; nur T5; Auch Beis wie T1
  • 7 Ob 119/15y
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 119/15y
    Beis wie T4
  • 7 Ob 141/15h
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 141/15h
    Auch; Beis wie T1; nur T5
  • 7 Ob 12/21x
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 12/21x
    nur: Ein wirksamer Gegenbeweis würde voraussetzen, dass ihm eine Beweislage zugrunde liegt, die seiner gleichwertig ist, die der Versicherte durch seine Verschleierungshandlungen zerstört oder eingeschränkt hat. (T7)
    Beis wie T3

Schlagworte

Verschweigen eines im Auto befindlichen Reserveschlüssels.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081225

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2021
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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