RS OGH 2022/11/18 Bkd92/89, 9Bkd2/10, 22Os3/14b, 22Os8/15i, 4Ob138/16x, 24Ds1/20m, 20Ds15/21t, 6Ob17

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.10.1991
beobachten
merken

Norm

DSt 1990 §1 Abs1 C2
RAO §9 Abs2
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996

Rechtssatz

Die Wahrung der Verschwiegenheitspflicht gehört zu den grundlegendsten Pflichten eines Rechtsanwaltes; ein Anwalt, der (wenn auch in einem Honorarprozess jenes Rechtsanwalts, der ihn substituiert hat) diese Pflicht verletzt, verantwortet nicht nur das Disziplinarvergehen der Beeinträchtigung von Ehre und Ansehen des Standes, sondern auch jenes der Berufspflichtenverletzung.

Entscheidungstexte

  • Bkd 92/89
    Entscheidungstext OGH 14.10.1991 Bkd 92/89
  • 9 Bkd 2/10
    Entscheidungstext OGH 08.11.2010 9 Bkd 2/10
    Vgl auch; nur: Die Wahrung der Verschwiegenheitspflicht gehört zu den grundlegendsten Pflichten eines Rechtsanwalts. (T1) Beisatz: Jede Durchbrechung dieses Grundsatzes ist restriktiv auszulegen und hat sich, einhergehend mit dem Recht des Anwalts auf Zeugnisentschlagung, stets auf das unumgänglich Notwendige zu beschränken. Jede Durchbrechung der Verschwiegenheitspflicht ist danach vom Anwalt einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. (T2)
  • RS0055168">22 Os 3/14b
    Entscheidungstext OGH 11.11.2014 22 Os 3/14b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bereits einen Monat nach Entstehen des Honoraranspruchs des Disziplinarbeschuldigten gegen den (ehemaligen) Mandanten getätigte Strafanzeige samt folgendem Fortführungsantrag ohne weitere Versuche der Eintreibung des Honorars durch konventionelle Mittel. (T3)
  • RS0055168">22 Os 8/15i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2015 22 Os 8/15i
    Vgl aber
  • RS0055168">4 Ob 138/16x
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 138/16x
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0055168">24 Ds 1/20m
    Entscheidungstext OGH 18.06.2020 24 Ds 1/20m
    Vgl; nur T1; Beisatz: Ausnahmen von diesem Grundsatz sind restriktiv auszulegen. (T4)
  • RS0055168">20 Ds 15/21t
    Entscheidungstext OGH 01.03.2022 20 Ds 15/21t
    Vgl; Beis wie T4
  • RS0055168">6 Ob 170/22a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 170/22a
    Vgl; Beis nur wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0055168

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.02.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten