RS OGH 2026/1/27 1Ob18/92; 1Ob10/94; 1Ob34/95; 1Ob45/95; 1Ob272/99b; 1Ob73/01v; 1Ob298/00f; 1Ob130/1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.07.1992
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Norm

AHG §1 Cb
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989

Rechtssatz

Bei der Ermessensausübung fällt dem zur Entscheidung berufenen Organ nur dann ein den Amtshaftungsanspruch rechtfertigendes Verschulden zur Last, wenn es entweder das Ermessen mißbrauchte, also zwar formell im Rahmen des ihm eingeräumten Ermessens verblieb, aber tragende Grundsätze der Rechtsordnung außer acht ließ, oder aber den Ermessensspielraum überschritt.

Entscheidungstexte

  • RS0049974">1 Ob 18/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 18/92
  • RS0049974">1 Ob 10/94
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 11.10.1994 1 Ob 10/94
    Auch; Veröff: SZ 67/166
  • RS0049974">1 Ob 34/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 34/95
    Vgl
  • RS0049974">1 Ob 45/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 1 Ob 45/95
    Vgl
  • RS0049974">1 Ob 272/99b
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 272/99b
    Auch; Beisatz: Der Missbrauch des Ermessens führt ebenso wie eine Auslegung, die im unbestimmten Gesetzesbegriff keine Deckung findet, dazu, dass die Entscheidung der Behörde als unvertretbar zu qualifizieren ist und Amtshaftungsansprüche nach sich ziehen kann. Es ist daher insbesondere in jenen Fällen, in welchen das zuständige Organ nicht pflichtgemäß, sondern offensichtlich schikanös, feindselig oder unwahrhaftig verfährt, Rechtswidrigkeit bei Vollziehung der Gesetze anzunehmen. (T1)
  • RS0049974">1 Ob 73/01v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 73/01v
    Auch; Beisatz: Ein Verschulden des Organs ist dann zu verneinen, wenn seine Entscheidung auf einer bei pflichtgemäßer Überlegung vertretbaren Rechtsauslegung oder Rechtsanwendung beruht. (T2)
  • RS0049974">1 Ob 298/00f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 298/00f
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Nur die Abweichung von einer klaren Gesetzeslage oder ständigen Rechtsprechung, die nicht erkennen lässt, dass sie auf einer sorgfältigen Überlegung beruht, wird regelmäßig als Verschulden anzusehen sein. (T3)
  • RS0049974">1 Ob 130/14w
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 130/14w
    Auch; Veröff: SZ 2014/121
  • RS0049974">1 Ob 216/16w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 216/16w
  • RS0049974">1 Ob 171/17d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 171/17d
    Beis wie T2
  • RS0049974">1 Ob 207/17y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 207/17y
    Auch; Beis wie T2
  • RS0049974">1 Ob 15/21v
    Entscheidungstext OGH 22.11.2021 1 Ob 15/21v
    Auch; Beis wie T2
  • RS0049974">1 Ob 210/22x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 1 Ob 210/22x
  • RS0049974">1 Ob 248/22k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2022 1 Ob 248/22k
    Auch; Beis wie T2
  • RS0049974">1 Ob 150/24a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 1 Ob 150/24a
    Beisatz wie T2
  • RS0049974">1 Ob 68/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 31.07.2025 1 Ob 68/25v
    vgl; Beisatz wie T2
  • RS0049974">1 Ob 107/25d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.09.2025 1 Ob 107/25d
    Beisatz wie T2
  • RS0049974">1 Ob 143/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 1 Ob 143/25y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0049974

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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