RS OGH 2008/9/23 5Ob1071/92, 5Ob2232/96p, 5Ob153/08y

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.10.1992
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Norm

GBG §31
GBG §119 Z4
GBG §123 Abs1

Rechtssatz

Die Rechtsmittelfrist des § 123 Abs 1 GBG beginnt mangels einer den Vorschriften des § 31 GBG entsprechenden Einschreitervollmacht nicht schon mit der Zustellung des angefochtenen Beschlusses an den Vertreter der Rechtsmittelwerberin, sondern erst mit der gemäß § 119 Z 4 GBG vorgenommenen Zustellung an die Machtgeberin zu laufen.Die Rechtsmittelfrist des Paragraph 123, Absatz eins, GBG beginnt mangels einer den Vorschriften des Paragraph 31, GBG entsprechenden Einschreitervollmacht nicht schon mit der Zustellung des angefochtenen Beschlusses an den Vertreter der Rechtsmittelwerberin, sondern erst mit der gemäß Paragraph 119, Ziffer 4, GBG vorgenommenen Zustellung an die Machtgeberin zu laufen.

Entscheidungstexte

  • RS0060577">5 Ob 1071/92
    Entscheidungstext OGH 27.10.1992 5 Ob 1071/92
    Veröff: EvBl 1993/72 S 315
  • RS0060577">5 Ob 2232/96p
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2232/96p
    Vgl auch
  • RS0060577">5 Ob 153/08y
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 5 Ob 153/08y
    Beisatz: Obwohl die Verfügungsvollmacht (§ 31 Abs 6 GBG) von der Einschreitervollmacht in Grundbuchsachen (§77 GBG) zu unterscheiden ist, schlagen doch Bedenken gegen die Rechtswirksamkeit des zu verbüchernden Geschäfts wegen eines Vollmachtsmangels im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 GBG auch als Bedenken gegen die Einschreitervollmacht desselben Vertreters durch. (T1); Beisatz: Sind solche Bedenken im Sinn des §94 Abs 1 Z 2 GBG vorhanden, löst nach § 119 Z 4 GBG nur die Zustellung des maßgeblichen Beschlusses auch an den Machtgeber den Lauf der Rechtsmittelfrist aus. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0060577

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2008
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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