RS OGH 1992/12/16 3Ob569/92, 1Ob525/93, 6Ob1697/93, 7Ob616/94, 7Ob646/94, 6Ob619/95, 9Ob518/95 (9Ob1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.12.1992
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Rechtssatz

Hat der Rekurswerber den Rekurs am letzten Tag der ihm gemäß § 11 AußStrG offenstehenden Frist im Wege der Telekopie (Telefax) an das Erstgericht nach dem Ende der Amtsstunden übermittelt und am übernächsten Tag eine gleichlautende, unterschriebene Ablichtung zur Post gegeben, ist das Rechtsmittel wirksam und rechtzeitig.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 569/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 3 Ob 569/92
    Veröff: SZ 65/162 = EvBl 1993/105 S 430 = JBl 1993,732 (Edwin Gitschthaler)
  • 1 Ob 525/93
    Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 525/93
    Vgl auch; Veröff: EvBl 1994/86 S 426
  • 6 Ob 1697/93
    Entscheidungstext OGH 22.12.1993 6 Ob 1697/93
    Auch; Beisatz: Hier: Vergleichswiderruf (T1)
  • 7 Ob 616/94
    Entscheidungstext OGH 12.10.1994 7 Ob 616/94
  • 7 Ob 646/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1994 7 Ob 646/94
    Vgl
  • 6 Ob 619/95
    Entscheidungstext OGH 09.11.1995 6 Ob 619/95
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 518/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 9 Ob 518/95
    Auch
  • 9 ObA 23/96
    Entscheidungstext OGH 10.04.1996 9 ObA 23/96
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 2194/96k
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 2194/96k
  • 2 Ob 285/97v
    Entscheidungstext OGH 25.09.1997 2 Ob 285/97v
    Vgl auch
  • 1 Ob 41/99g
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 41/99g
    Vgl; Beisatz: Hier: Klage. (T2)
    Veröff: SZ 72/75
  • 2 Ob 194/00v
    Entscheidungstext OGH 09.07.2001 2 Ob 194/00v
    Auch; Beisatz: Hier: Revision. (T3)
  • 10 ObS 24/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 10 ObS 24/02f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Revisionsbeantwortung. (T4)
  • 5 Ob 288/01s
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 288/01s
    Auch; Beisatz: Eingaben mittels Telefax sind in analoger Anwendung des § 89 Abs 3 GeoG zulässig und fristenwahrend, wenn sie durch Beibringung einer gleichlautenden und mit eigenhändiger Unterschrift des Einschreiters versehenen Ablichtung verbessert werden, weil die auf dem Telefax aufscheinende fernkopierte Unterschrift dem § 75 Z 3 ZPO nicht entspricht. Andernfalls wäre ein Verbesserungsverfahren einzuleiten. (T5)
  • 7 Ob 207/02w
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 207/02w
    Auch; Beisatz: Hier: Verbesserungsschriftsatz der zulässig mittels Telefax ("vorab") rechtzeitig eingebrachten außerordentlichen Revision. (T6)
  • 6 Ob 201/02f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 201/02f
  • 5 Ob 154/02m
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 154/02m
    Auch; Beisatz: Die Rechtzeitigkeit von mittels Telefax eingebrachten Eingaben richtet sich nach dem Einlangen des Fax am Empfangsgerät des Gerichts und zwar auch außerhalb der Amtsstunden. (T7)
    Beisatz: Hier: Berufung. (T8)
  • 1 Ob 153/02k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 153/02k
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Es macht keinen Unterschied, ob die Verbesserung (innerhalb angemessener Frist) aus eigenem Antrieb der Partei oder auf Grund eines gerichtlichen Auftrags erfolgte. (T9)
    Veröff: SZ 2003/27
  • 9 ObA 116/03d
    Entscheidungstext OGH 05.11.2003 9 ObA 116/03d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterbrechung der Übertragung auf S 11 des insgesamt 22 Seiten umfassenden Schriftsatzes: Da es sich bei dem per Telefax aufgegebenen Rechtsmittel ganz offensichtlich um kein "leeres" handelte (- etwa, um dadurch eine Fristverlängerung zu bewirken), ist die Unterbrechung der Übertragung als Inhaltsmangel (§ 64 Abs 1 ZPO) zu beurteilen, welcher einer Verbesserung zugänglich war. (T10)
  • 8 Ob 85/04i
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 8 Ob 85/04i
    Auch; Beis wie T7
  • 10 Ob 34/04d
    Entscheidungstext OGH 14.09.2004 10 Ob 34/04d
    Vgl auch; Beisatz: Die Übermittlung des "Deckblatts" eines Rechtsmittels durch eine Partei, die selbst Rechtsanwalt ist, ist nicht verbesserbar und berechtigt auch nicht, den Schriftsatz aus eigenem nach Ablauf der Rechtsmittelfrist durch Übermittlung einer "Rechtsmittelausführung" fristwahrend zu vervollständigen. (T11)
  • 7 Ob 313/04m
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 313/04m
    Vgl auch
  • 7 Ob 190/04y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2005 7 Ob 190/04y
    Auch
  • 5 Ob 285/05f
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 5 Ob 285/05f
    Beis wie T5; Beisatz: Das gilt auch für das grundbuchsrechtliche Rekursverfahren. (T12)
  • 7 Ob 222/06g
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 7 Ob 222/06g
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 3 Ob 152/07k
    Entscheidungstext OGH 16.08.2007 3 Ob 152/07k
    Auch; Beisatz: Hier fehlt die Verbesserung durch Beibringung einer Ablichtung mit eigenhändiger Unterschrift. (T13)
  • 2 Ob 141/07k
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 141/07k
    Vgl; Auch Beis wie T5
  • 4 Ob 191/07b
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 191/07b
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 6 Ob 277/07i
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 277/07i
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: In analoger Anwendung des § 89 Abs 3 GOG in Verbindung mit § 60 Geo reicht zur Wahrung der Widerrufsfrist - mangels gegenteiliger Vereinbarung - eine Eingabe mittels Telefax, die durch einen eigenhändig unterfertigten Schriftsatz bestätigt wird oder deren Original nachgereicht wird, aus, auch wenn der Bestätigungsschriftsatz oder das nachgereichte Original nach Ablauf der Widerrufsfrist bei Gericht einlangen. (T14)
    Beisatz: Der an das richtige Gericht gerichtete, aber an das falsche (wenn auch im selben Gebäude wohl aber räumlich getrennt befindliche) gerichtliche Telefaxempfangsgerät gesendete Schriftsatz ist nur dann fristwahrend, wenn er noch innerhalb der Frist beim zuständigen Gericht einlangt. (T15)
    Veröff: SZ 2008/14
  • 2 Ob 102/08a
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 102/08a
    Auch; Vgl Beis wie T7; Beisatz: Erforderlich ist das Einlangen der Telefaxeingabe vor 24.00 Uhr des letzten Tages bei Gericht. (T16)
  • 2 Ob 282/08x
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 282/08x
    Auch
  • 6 Ob 279/08k
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 6 Ob 279/08k
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 197/09w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 197/09w
    Auch; Bem: Hier: Grundbuchsverfahren. (T17)
  • 3 Ob 245/09i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 245/09i
    Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T16
  • 7 Ob 130/10h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 130/10h
    Vgl; Beis wie T10; Veröff: SZ 2011/41
  • 1 Ob 199/11p
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 199/11p
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 9/13z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 1 Ob 9/13z
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Dies gilt auch für eine Sanierung nach § 6 Abs 2 ZPO. (T18)
  • 6 Ob 60/14p
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 60/14p
    Auch; Beisatz: Hier: Fristgerechte Einbringung per ERV ohne deutliche Hervorhebung der GZ und unmittelbar darauf weitere (ebenfalls fristgerechte) Einbringung per Telefax. (T19)
  • 6 Ob 43/15i
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 43/15i
    Auch
  • 1 Ob 201/15p
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 201/15p
    Vgl; Beis wie T9; Beis wie T18; Beisatz: Es entspricht herrschender Rechtsprechung, dass ein an sich notwendiger Verbesserungs- oder Ergänzungsauftrag dann unterbleiben kann, wenn die betreffende Partei eine Verbesserung bereits von sich aus vorgenommen hat, ohne dass sie dazu aufgefordert worden ist. Dies gilt auch für eine Sanierung von Mängel der gesetzlichen Vertretung (§ 6 Abs 2 ZPO). (T20)
    Beisatz. Hier: Vertretungsmangel einer juristischen Person (Agrargemeinschaft ? Genehmigung der Prozessführung durch die Vollversammlung). (T21)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0006955

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.04.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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