RS OGH 2021/10/18 1Bkd1/93, 5Bkd7/95, 14Bkd3/00, 16Bkd1/02 (16Bkd7/02), 12Bkd6/05, 10Bkd7/05, 6Bkd1/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.06.1993
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Norm

DSt 1990 §1 Abs1 D
RAO §9 Abs1
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996

Rechtssatz

Aufträge, durch welche Ehre und Ansehen des Standes verletzt werden oder welche mit seinen Berufspflichten nicht vereinbar sind, darf ein Rechtsanwalt nicht annehmen. Die Androhung inadäquater Maßnahmen zur Durchsetzung der Ansprüche des Klienten bildet, selbst wenn dazu ein Klientenauftrag vorlag, ein disziplinär zu ahndendes Fehlverhalten (vgl Bkd 101/85).Aufträge, durch welche Ehre und Ansehen des Standes verletzt werden oder welche mit seinen Berufspflichten nicht vereinbar sind, darf ein Rechtsanwalt nicht annehmen. Die Androhung inadäquater Maßnahmen zur Durchsetzung der Ansprüche des Klienten bildet, selbst wenn dazu ein Klientenauftrag vorlag, ein disziplinär zu ahndendes Fehlverhalten vergleiche Bkd 101/85).

Entscheidungstexte

  • 1 Bkd 1/93
    Entscheidungstext OGH 21.06.1993 1 Bkd 1/93
  • 5 Bkd 7/95
    Entscheidungstext OGH 17.03.1997 5 Bkd 7/95
  • 14 Bkd 3/00
    Entscheidungstext OGH 16.10.2000 14 Bkd 3/00
    Auch; Beisatz: Irrelevant ist ein behaupteter Auftrag der Mandantschaft zur inkriminierten Vorgangsweise, weil dieser einen Verstoß gegen Berufspflichten und Standespflichten nicht zu rechtfertigen vermag und daher unberührt lässt. (T1)
  • 16 Bkd 1/02
    Entscheidungstext OGH 04.11.2002 16 Bkd 1/02
    Auch
  • 12 Bkd 6/05
    Entscheidungstext OGH 17.10.2005 12 Bkd 6/05
    Vgl; nur: Die Androhung inadäquater Maßnahmen zur Durchsetzung der Ansprüche des Klienten bildet, selbst wenn dazu ein Klientenauftrag vorlag, ein disziplinär zu ahndendes Fehlverhalten (vgl Bkd 101/85). (T2); Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, ob eine bestimmte Vorgangsweise des Rechtsanwaltes ein unzulässiges Druckmittel darstellt, ist zu prüfen, ob die angekündigte Vorgangsweise als eine ernstliche Einschüchterung aufgefasst werden musste oder konnte und der Rechtsanwalt bei pflichtgemäßer Aufmerksamkeit diese Wirkung voraussehen musste. (T3)
  • 10 Bkd 7/05
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Bkd 7/05
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Drohung mit Einschaltung der Medien und Erstattung einer Strafanzeige zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche. (T4)
  • 6 Bkd 1/12
    Entscheidungstext OGH 07.05.2012 6 Bkd 1/12
    Auch
  • 4 Bkd 5/12
    Entscheidungstext OGH 22.04.2013 4 Bkd 5/12
    Auch
  • 10 Bkd 1/13
    Entscheidungstext OGH 16.12.2013 10 Bkd 1/13
    Auch
  • RS0055970">23 Ds 2/18y
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 23 Ds 2/18y
    Auch
  • RS0055970">20 Ds 1/19f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 20 Ds 1/19f
  • RS0055970">24 Ds 1/21p
    Entscheidungstext OGH 18.10.2021 24 Ds 1/21p
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0055970

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2021
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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