RS OGH 2025/12/16 9ObA223/93; 9ObA9/02t; 8ObA180/02g; 8ObA68/03p; 9ObA27/10a; 9ObA32/12i; 8ObA63/12s

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.12.1993
beobachten
merken

Norm

ArbVG §105 Abs3 Z1 liti
  1. ArbVG § 105 heute
  2. ArbVG § 105 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2022
  3. ArbVG § 105 gültig von 30.03.2017 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2017
  4. ArbVG § 105 gültig von 01.01.2011 bis 29.03.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2010
  5. ArbVG § 105 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. ArbVG § 105 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/1998
  7. ArbVG § 105 gültig von 01.10.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 601/1996
  8. ArbVG § 105 gültig von 22.09.1996 bis 30.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 601/1996
  9. ArbVG § 105 gültig von 01.01.1995 bis 21.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 450/1994
  10. ArbVG § 105 gültig von 01.08.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 502/1993

Rechtssatz

Ziel dieser Bestimmung ist es, dem Arbeitnehmer die Rechtsdurchsetzung im aufrechten Arbeitsverhältnis zu ermöglichen. Unter "Anspruch aus dem Arbeitsverhältnis" ist auch der Anspruch des Arbeitnehmers zu verstehen, zur Erfüllung seiner Hauptleistung nur in den durch Gesetz und Arbeitsvertrag gezogenen Grenzen herangezogen zu werden und Arbeitsleistungen, die unter Missachtung dieser Grenzen angeordnet werden, zu unterlassen (hier: Weigerung, trotz unzureichender Einschulung den Schweißautomaten allein zu bedienen).

Entscheidungstexte

  • RS0104686">9 ObA 223/93
    Entscheidungstext OGH 22.12.1993 9 ObA 223/93
    Veröff: SZ 67/186 = DRdA 1994,409 (Anzengruber) = ecolex 1994,339 = RdW 1994,254
  • RS0104686">9 ObA 9/02t
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 9 ObA 9/02t
    nur: Ziel dieser Bestimmung ist es, dem Arbeitnehmer die Rechtsdurchsetzung im aufrechten Arbeitsverhältnis zu ermöglichen. (T1) Beisatz: Weder dem Wortlaut des Gesetzes noch dem Zweck der Bestimmung, die arbeitsrechtliche Stellung des Arbeitnehmers zu schützen, lässt sich entnehmen, dass davon nur Ansprüche des Arbeitnehmers auf (Geld-)Leistungen des Arbeitgebers umfasst seien. (T2)
  • RS0104686">8 ObA 180/02g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 ObA 180/02g
    Vgl; Beis wie T2 nur: Zweck der Bestimmung, die arbeitsrechtliche Stellung des Arbeitnehmers zu schützen. (T3)
  • RS0104686">8 ObA 68/03p
    Entscheidungstext OGH 28.08.2003 8 ObA 68/03p
    Auch
  • RS0104686">9 ObA 27/10a
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 ObA 27/10a
    Vgl auch; Beis wie T2
  • RS0104686">9 ObA 32/12i
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 ObA 32/12i
    Auch; Beis wie T2
  • RS0104686">8 ObA 63/12s
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 ObA 63/12s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Umfasst ist dabei nicht nur die Geltendmachung von Geldansprüchen, sondern auch anderer vom Arbeitgeber in Frage gestellter Ansprüche. (T4)
  • RS0104686">8 ObA 59/14f
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 ObA 59/14f
    Vgl; Beis wie T4
  • RS0104686">9 ObA 64/18d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 64/18d
    Auch; Beis wie T4
  • RS0104686">8 ObA 42/21s
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 8 ObA 42/21s
    Vgl; nur T1; Beis wie T4
  • RS0104686">8 ObA 78/22m
    Entscheidungstext OGH 16.12.2022 8 ObA 78/22m
    Vgl; Beisatz: Hier: Kündigung wegen Verweigerung einer Covid-19-Impfung. (T5)
  • RS0104686">8 ObA 56/25f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.12.2025 8 ObA 56/25f
    nur T1: Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs setzt eine Kündigungsanfechtung nach § 105 Abs 3 Z 1 lit i ArbVG voraus, dass der Arbeitgeber den vom Arbeitnehmer geltend gemachten Anspruch „in Frage gestellt“ hat, wie dies auch dem Wortlaut der Bestimmung entspricht. Ein Anspruch wird vom Arbeitgeber „in Frage gestellt“, wenn er ihn – was nur bei Leistungsansprüchen möglich ist – nicht erfüllt oder aber – was bei allen Ansprüchen möglich ist – wenn er seine Berechtigung in Zweifel zieht. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0104686

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten