RS OGH 2026/2/18 11Os196/93; 14Os88/97; 14Os83/01; 14Os51/02; 13Os150/02; 15Os44/04; 12Os137/04; 11O

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 08.02.1994
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Norm

StPO §126 Abs1 B
StPO §134
StPO §238
StPO §258 Ba
StPO §281 Abs1 Z4 B
  1. StPO § 126 heute
  2. StPO § 126 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 126 gültig von 14.08.2015 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 126 gültig von 01.01.2015 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  5. StPO § 126 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  6. StPO § 126 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  7. StPO § 126 gültig von 01.06.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  8. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  9. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  10. StPO § 126 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 126 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 134 heute
  2. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2021
  3. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 31.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2019
  4. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  5. StPO § 134 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  6. StPO § 134 gültig von 17.02.2024 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  7. StPO § 134 gültig von 01.11.2021 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2021
  8. StPO § 134 gültig von 01.04.2020 bis 31.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2019
  9. StPO § 134 gültig von 01.04.2020 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  10. StPO § 134 gültig von 01.06.2018 bis 31.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  11. StPO § 134 gültig von 01.07.2014 bis 31.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2014
  12. StPO § 134 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2011
  13. StPO § 134 gültig von 21.05.2011 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2011
  14. StPO § 134 gültig von 01.01.2008 bis 20.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  15. StPO § 134 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Gemäß § 258 StPO kommt die Beweiswürdigung ausschließlich dem Gerichtshof zu, wobei die Richter sich auf Grund des Beweisverfahrens, des persönlichen Eindrucks von den Zeugen und vom Angeklagten sowie auf Grund ihrer Berufserfahrung und Lebenserfahrung über die Verlässlichkeit der Aussagen schlüssig zu werden haben. Das Gutachten eines Psychiaters oder Jugendpsychologen ist nur in besonders gelagerten Fällen erforderlich, so etwa bei festgestellter abwegiger Veranlagung in psychischer oder charakterlicher Hinsicht, bei in der Hauptverhandlung zutage getretenen Entwicklungsstörungen oder sonstigen Defekten, die ein für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit erforderliches Fachwissen verlangen, das bei den Mitgliedern des erkennenden Senates nicht ohne weiters vorausgesetzt werden kann.Gemäß Paragraph 258, StPO kommt die Beweiswürdigung ausschließlich dem Gerichtshof zu, wobei die Richter sich auf Grund des Beweisverfahrens, des persönlichen Eindrucks von den Zeugen und vom Angeklagten sowie auf Grund ihrer Berufserfahrung und Lebenserfahrung über die Verlässlichkeit der Aussagen schlüssig zu werden haben. Das Gutachten eines Psychiaters oder Jugendpsychologen ist nur in besonders gelagerten Fällen erforderlich, so etwa bei festgestellter abwegiger Veranlagung in psychischer oder charakterlicher Hinsicht, bei in der Hauptverhandlung zutage getretenen Entwicklungsstörungen oder sonstigen Defekten, die ein für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit erforderliches Fachwissen verlangen, das bei den Mitgliedern des erkennenden Senates nicht ohne weiters vorausgesetzt werden kann.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • RS0097733">11 Os 196/93
    Entscheidungstext OGH 08.02.1994 11 Os 196/93
  • RS0097733">14 Os 88/97
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 14 Os 88/97
    nur: Gemäß § 258 StPO kommt die Beweiswürdigung ausschließlich dem Gerichtshof zu. Das Gutachten eines Psychiaters oder Jugendpsychologen ist nur in besonders gelagerten Fällen erforderlich, so etwa bei festgestellter abwegiger Veranlagung in psychischer oder charakterlicher Hinsicht, bei in der Hauptverhandlung zutage getretenen Entwicklungsstörungen oder sonstigen Defekten. (T1)
  • RS0097733">14 Os 83/01
    Entscheidungstext OGH 04.09.2001 14 Os 83/01
    nur T1
  • RS0097733">14 Os 51/02
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 14 Os 51/02
    nur: Gemäß § 258 StPO kommt die Beweiswürdigung ausschließlich dem Gerichtshof zu, wobei die Richter sich auf Grund des Beweisverfahrens, des persönlichen Eindrucks von Zeugen sowie ihrer Berufserfahrung und Lebenserfahrung über die Verlässlichkeit der Aussagen schlüssig zu werden haben. Das Gutachten eines Psychiaters oder Jugendpsychologen ist nur in besonders gelagerten Fällen erforderlich. (T2)
  • RS0097733">13 Os 150/02
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 13 Os 150/02
    Auch
  • RS0097733">15 Os 44/04
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 15 Os 44/04
    Auch
  • RS0097733">12 Os 137/04
    Entscheidungstext OGH 22.03.2005 12 Os 137/04
    Auch
  • 11 Os 47/05d
    Entscheidungstext OGH 10.01.2005 11 Os 47/05d
    Auch
  • RS0097733">13 Os 84/07p
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 84/07p
    Auch; nur T1
  • RS0097733">11 Os 18/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 18/08v
    Vgl auch; nur: Bei der Prüfung der Glaubwürdigkeit der Angaben eines Angeklagten handelt es sich um eine Frage der richterlichen Beweiswürdigung (§ 258 Abs 2 StPO), die in der Regel der Hilfestellung durch Sachverständigenbeweis nicht bedarf. (T3)
  • RS0097733">11 Os 111/09x
    Entscheidungstext OGH 18.08.2009 11 Os 111/09x
    Vgl; Beisatz: Die Beurteilung, ob ein Gutachten ausreichend und schlüssig ist bzw ob ein Sachverständiger über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Erstattung eines Gutachtens verfügt, obliegt als Beweisfrage dem erkennenden Gericht. Die Überzeugungskraft eines Befunds oder eines Gutachtens ist als Akt freier Beweiswürdigung einer Anfechtung entzogen (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 351). (T4)
  • RS0097733">12 Os 121/10a
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 12 Os 121/10a
    Vgl; Beisatz: Ein aussagepsychologisches Gutachten ist daher nur dann geboten, wenn durch Beweisergebnisse aktenmäßig belegte Ansatzpunkte für eine nicht realitätsorientierte Aussage, insbesondere etwa für eine Beeinflussung des Aussageverhaltens von unmündigen oder psychisch kranken Personen vorliegen. Ein Suchtgift? oder Alkoholmissbrauch ohne sonstige, das Aussageverhalten beeinflussende, für ein aussagepsychologisches Gutachten relevante Begleiterscheinungen bietet daher keine ausreichenden Anhaltspunkte für die Einholung einer derartigen Expertise. (T5)
  • RS0097733">15 Os 150/10p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 15 Os 150/10p
    Auch
  • RS0097733">15 Os 91/11p
    Entscheidungstext OGH 17.08.2011 15 Os 91/11p
    Vgl; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Behauptete Projektion von sexuellen Übergriffen. (T6)
  • RS0097733">15 Os 52/11b
    Entscheidungstext OGH 17.08.2011 15 Os 52/11b
    Auch; Beisatz: Wobei die Störungen erheblich sein und dem Grad des § 11 StGB nahekommen oder gegen die allgemeine Wahrnehmungs? und Wiedergebefähigkeit oder die Aussageehrlichkeit des Zeugen schlechthin sprechen müssen. (T7)
  • RS0097733">13 Os 94/11i
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 13 Os 94/11i
    Auch
  • RS0097733">15 Os 36/11z
    Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 36/11z
    Vgl auch
  • RS0097733">12 Os 162/11g
    Entscheidungstext OGH 31.01.2012 12 Os 162/11g
    Auch
  • RS0097733">12 Os 37/12a
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 37/12a
    Auch
  • RS0097733">15 Os 72/12w
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 15 Os 72/12w
    Auch
  • RS0097733">12 Os 125/12t
    Entscheidungstext OGH 10.10.2012 12 Os 125/12t
    Auch
  • RS0097733">15 Os 114/12x
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 114/12x
    Auch
  • RS0097733">15 Os 136/12g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2012 15 Os 136/12g
    Auch; Beis wie T7
  • RS0097733">12 Os 102/12k
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 12 Os 102/12k
    nur: Die Beurteilung der Wahrheit und Richtigkeit der Aussagen von Zeugen ist ein Akt freier Beweiswürdigung, der ausschließlich dem Gericht zusteht, wobei die Richter sich aufgrund des Beweisverfahrens, des persönlichen Eindrucks von den Zeugen und vom Angeklagten sowie aufgrund ihrer Berufserfahrung und Lebenserfahrung über die Verlässlichkeit der Aussagen schlüssig zu werden haben. (T8)
  • RS0097733">15 Os 166/12v
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 15 Os 166/12v
    Auch; nur ähnlich T2
  • RS0097733">15 Os 64/13w
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 64/13w
  • RS0097733">14 Os 137/13y
    Entscheidungstext OGH 05.11.2013 14 Os 137/13y
    Vgl
  • RS0097733">14 Os 147/13v
    Entscheidungstext OGH 05.11.2013 14 Os 147/13v
    Vgl
  • RS0097733">14 Os 69/14z
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 69/14z
    Auch
  • RS0097733">15 Os 84/14p
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 84/14p
    Auch
  • RS0097733">15 Os 137/14g
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 137/14g
    Auch; ähnlich nur T1
  • RS0097733">12 Os 62/15g
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 12 Os 62/15g
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Diese Voraussetzungen sind vom Beschwerdeführer darzutun. (T9)
  • RS0097733">17 Os 15/15g
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 17 Os 15/15g
    Auch
  • RS0097733">11 Os 118/15k
    Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 118/15k
    Auch
  • RS0097733">12 Os 77/15p
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 12 Os 77/15p
    Auch
  • RS0097733">11 Os 21/16x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 11 Os 21/16x
    Auch; Beis wie T7
  • RS0097733">13 Os 134/15b
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 134/15b
    Auch
  • RS0097733">14 Os 144/15f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 144/15f
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Angeklagten. (T10)
  • RS0097733">14 Os 53/16z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 53/16z
    Auch
  • RS0097733">
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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