RS OGH 2012/1/30 8ObA223/94, 1Ob229/97a, 8ObA214/98y, 9ObA325/99f, 9ObA332/99k, 1Ob8/02m, 9ObA11/05s

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 31.08.1994
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Norm

ABGB §863 GI
ABGB §863 L
ABGB §867
VBG §36 Abs1
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. VBG § 36 heute
  2. VBG § 36 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. VBG § 36 gültig von 29.01.2020 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. VBG § 36 gültig von 08.01.2018 bis 28.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2018
  5. VBG § 36 gültig von 01.05.2003 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  6. VBG § 36 gültig von 01.04.2000 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  7. VBG § 36 gültig von 01.01.1999 bis 31.03.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/1999
  8. VBG § 36 gültig von 15.02.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  9. VBG § 36 gültig von 01.01.1994 bis 14.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 16/1994
  10. VBG § 36 gültig von 01.07.1993 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 256/1993
  11. VBG § 36 gültig von 13.07.1966 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 110/1966

Rechtssatz

Erklärungen und damit auch schlüssiges Verhalten von Organen des Bundes sind nur innerhalb der ihnen eingeräumten Vertretungsmacht verbindlich, wenn der Umfang der Vertretungsmacht durch das Gesetz oder öffentlich bekanntgemachte Vorschriften kundgemacht ist. Eine Einschränkung der Vertretungsmacht des zuständigen Ministeriums zum Abschluß von Sonderverträgen normiert § 36 Abs 1 VBG 1948 in völlig eindeutiger Weise. Auch eine langwährende betriebliche Übung kann dann keine Ansprüche begründen, wenn sie auf gesetzwidrigen Handeln eines Organes des Bundes beruht.Erklärungen und damit auch schlüssiges Verhalten von Organen des Bundes sind nur innerhalb der ihnen eingeräumten Vertretungsmacht verbindlich, wenn der Umfang der Vertretungsmacht durch das Gesetz oder öffentlich bekanntgemachte Vorschriften kundgemacht ist. Eine Einschränkung der Vertretungsmacht des zuständigen Ministeriums zum Abschluß von Sonderverträgen normiert Paragraph 36, Absatz eins, VBG 1948 in völlig eindeutiger Weise. Auch eine langwährende betriebliche Übung kann dann keine Ansprüche begründen, wenn sie auf gesetzwidrigen Handeln eines Organes des Bundes beruht.

Entscheidungstexte

  • RS0029319">8 ObA 223/94
    Entscheidungstext OGH 31.08.1994 8 ObA 223/94
    Veröff: SZ 67/141
  • RS0029319">1 Ob 229/97a
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 229/97a
    Vgl; nur: Erklärungen und damit auch schlüssiges Verhalten von Organen des Bundes sind nur innerhalb der ihnen eingeräumten Vertretungsmacht verbindlich, wenn der Umfang der Vertretungsmacht durch das Gesetz oder öffentlich bekanntgemachte Vorschriften kundgemacht ist. (T1)
  • RS0029319">8 ObA 214/98y
    Entscheidungstext OGH 08.07.1999 8 ObA 214/98y
    nur T1; Beisatz: Hiebei muß es sich um eindeutige Anordnungen handeln, die keinen Zweifel am Umfang der eingeräumten Vertretungsmacht übrig lassen. (T2); Veröff: SZ 72/114
  • RS0029319">9 ObA 325/99f
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 9 ObA 325/99f
    Beisatz: Hier: Mangels Zustimmung durch den Bundesminister für Finanzen keine Mehrleistungszulage nach § 18 Gehaltsgesetz für Arbeitnehmer der Post- und Telegraphenverwaltung bis zum Inkrafttreten des PoststrukturG (1.5.1996), gemäß dem sie Arbeitnehmer der - privaten - Post und Telekom Austria AG wurden. (T3)
  • RS0029319">9 ObA 332/99k
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 ObA 332/99k
    Auch; Beisatz: Bei der Bestimmung des § 70 Abs 1 Bundesforstegesetz 1996 handelte es sich - ähnlich der Bestimmung des § 36 Abs 1 VBG - nicht um eine bloße Formalvorschrift, sondern um eine Einschränkung der Vertretungsmacht der Organe. (T4) Beisatz: Mangels Zustimmung des Bundesministers für Finanzen entstand bis zur Ausgliederung vor dem 1.1.1997 für Arbeitnehmer der Unternehmensleitung der Österreichischen Bundesforste kein Rechtsanspruch auf Zahlung einer "Weihnachtsbelohnung", welche gemäß § 13 Abs 1 Bundesforstegesetz 1996 von der Österreichischen Bundesforste AG zu übernehmen war. (T5)
  • RS0029319">1 Ob 8/02m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 8/02m
    Vgl
  • RS0029319">9 ObA 11/05s
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 ObA 11/05s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Schlüssige Zustimmung zum Abschluss eines privatrechtlichen Dienstvertrags. (T6)
  • RS0029319">9 ObA 33/05a
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 33/05a
    Vgl auch
  • RS0029319">9 ObA 104/11a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2012 9 ObA 104/11a
    Vgl auch; Beisatz: Dass die Geschäftsanteile einer ausgegliederten Gesellschaft zu 100 % im Eigentum des Bundes stehen, betrifft Fragen des Innenverhältnisses und nicht ihr Außenverhältnis gegenüber den Arbeitnehmern. (T7); Beisatz: Die Einschränkung, dass gesetzwidriges Handeln von Organen des Bundes eine Betriebsübung nicht begründen könne, muss auf den Fall reduziert werden, in dem der öffentliche Dienstgeber (im Dienstverhältnis) fortbesteht. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0029319

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.03.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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