RS OGH 2010/5/5 1Ob623/95, 8Ob2282/96p, 8Ob368/97v, 3Ob49/04h, 4Ob220/09w, 1Ob63/10m (1Ob78/10t)

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.01.1996
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Norm

ABGB §146
ABGB §176 B
ABGB §178a
AußStrG 2005 §140 Abs3
MRK Art8 Abs1 IV3g
MRK Art9 Abs1
1.ZPMRK Art2
  1. ABGB § 146 heute
  2. ABGB § 146 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 146 gültig von 01.02.2013 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 146 gültig von 01.07.2001 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 146 gültig von 28.04.1979 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1979
  1. ABGB § 176 heute
  2. ABGB § 176 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 176 gültig von 01.02.2013 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 176 gültig von 01.07.2001 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 176 gültig von 01.07.1989 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ABGB § 178a gültig von 01.01.1978 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1977

Rechtssatz

Bei der Beurteilung der Frage, ob und inwieweit in das Recht des Obsorgeberechtigten, die vom Minderjährigen zu besuchende Schule auszuwählen, durch pflegschaftsgerichtliche Vorkehrungen einzugreifen sei, sind vor allem - gleichviel, ob den Obsorgeberechtigten dabei religiöse oder weltanschauliche Erwägungen bestimmen, - die einschlägigen Bestimmungen der in Österreich im Verfassungsrang stehenden Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten zu beachten. Demgemäß ist jede Entscheidung, die auf einer wohlverstandenen Abwägung des Kindeswohl beruht, unter dem Gesichtspunkt des Art 8 Abs 2 MRK zu rechtfertigen.Bei der Beurteilung der Frage, ob und inwieweit in das Recht des Obsorgeberechtigten, die vom Minderjährigen zu besuchende Schule auszuwählen, durch pflegschaftsgerichtliche Vorkehrungen einzugreifen sei, sind vor allem - gleichviel, ob den Obsorgeberechtigten dabei religiöse oder weltanschauliche Erwägungen bestimmen, - die einschlägigen Bestimmungen der in Österreich im Verfassungsrang stehenden Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten zu beachten. Demgemäß ist jede Entscheidung, die auf einer wohlverstandenen Abwägung des Kindeswohl beruht, unter dem Gesichtspunkt des Artikel 8, Absatz 2, MRK zu rechtfertigen.

Entscheidungstexte

  • RS0102064">1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Veröff: SZ 69/20
  • RS0102064">8 Ob 2282/96p
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
    Auch
  • RS0102064">8 Ob 368/97v
    Entscheidungstext OGH 16.04.1998 8 Ob 368/97v
    nur: Demgemäß ist jede Entscheidung, die auf einer wohlverstandenen Abwägung des Kindeswohl beruht, unter dem Gesichtspunkt des Art 8 Abs 2 MRK zu rechtfertigen. (T1); Beisatz: Auch nach Art 3 des Haager Übereinkommens vom 25. Oktober 1980 über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung. (T2)
  • RS0102064">3 Ob 49/04h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 49/04h
    nur T1
  • RS0102064">4 Ob 220/09w
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 220/09w
    Vgl; nur T1; Beisatz: Zumal unter Gesundheit auch das psychische Wohl des Kindes verstanden wird. (T3)
  • RS0102064">1 Ob 63/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 1 Ob 63/10m
    nur T1; Beisatz: Hier: Geheimhaltungsanordnung iSd § 140 Abs 3 AußStrG 2005. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102064

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.08.2020
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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