RS OGH 2012/3/28 1Ob560/95, 1Ob319/98p, 6Ob250/11z, 2Ob186/11h

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.03.1996
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Norm

EGV Maastricht Art6
GSpG §25 Abs3
  1. GSpG § 25 heute
  2. GSpG § 25 gültig ab 25.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2023
  3. GSpG § 25 gültig von 01.01.2017 bis 24.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  4. GSpG § 25 gültig von 01.03.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  5. GSpG § 25 gültig von 19.08.2010 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  6. GSpG § 25 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  7. GSpG § 25 gültig von 01.07.2010 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2010
  8. GSpG § 25 gültig von 01.01.2009 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  9. GSpG § 25 gültig von 27.08.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  10. GSpG § 25 gültig von 12.08.2006 bis 26.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2006
  11. GSpG § 25 gültig von 27.08.2005 bis 11.08.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2005
  12. GSpG § 25 gültig von 21.08.2003 bis 26.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  13. GSpG § 25 gültig von 15.06.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2003
  14. GSpG § 25 gültig von 01.11.1993 bis 14.06.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 695/1993
  15. GSpG § 25 gültig von 01.01.1990 bis 31.10.1993

Rechtssatz

Eine Diskriminierung liegt stets vor, wenn der Betroffene von bestimmten Leistungen ganz ausgeschlossen, wenn ihm das Erbringen einer entgeltlichen Leistung versagt oder aber eine Zahlungspflicht auferlegt wird, die einen Staatsangehörigen in vergleichbarer Situation nicht oder nur in geringerer Höhe trifft, oder wenn er ein belastenderes Verfahren auf sich nehmen muss.

Entscheidungstexte

  • RS0103789">1 Ob 560/95
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 560/95
  • RS0103789">1 Ob 319/98p
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 319/98p
    nur: Eine Diskriminierung liegt stets vor, wenn der Betroffene von bestimmten Leistungen ganz ausgeschlossen wird. (T1)
  • RS0103789">6 Ob 250/11z
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 6 Ob 250/11z
    Vgl; Beisatz: Der EuGH fasst in ständiger Rechtsprechung den Anwendungsbereich des Diskriminierungsverbots sehr weit auf und prüft regelmäßig, ob eine gemeinschaftsrechtlich geregelte Situation vorliegt. (T2); Beisatz: Zwar galt die für Inländer geltende Zugangsbeschränkung des § 25 Abs 3 GSpG idF vor BGBl I 126/2008 gegenüber EU-Ausländern (ihrem Wortlaut nach) nicht, ermöglichte diesen also einen leichteren Zugang zur Dienstleistung. Allerdings betrifft § 25 Abs 3 GSpG einen Aspekt der „Produktsicherheit“. Es kann davon ausgegangen werden, dass § 25 Abs 3 GSpG idF vor BGBl I 126/2008 gegenüber EU-/EWR-Ausländern diskriminierend war. (T3)
  • RS0103789">2 Ob 186/11h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 186/11h
    Vgl; Vgl Beis wie T2; Auch Beis wie T3 nur: Es kann davon ausgegangen werden, dass § 25 Abs 3 GSpG idF vor BGBl I 126/2008 gegenüber EU-/EWR-Ausländern diskriminierend war. (T4); Beisatz: Art 12 EGV ist nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs sehr weit aufzufassen, sodass Unionsbürger im Hinblick auf das allgemeine Recht der Freizügigkeit Anspruch darauf haben, nicht gegenüber den Angehörigen des Staates, in den sie sich begeben, ungleich behandelt zu werden. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0103789

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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