RS OGH 2023/4/25 10ObS51/96; 10ObS148/00p; 10ObS258/02t; 10ObS224/02t; 10ObS70/11h; 10ObS68/13t; 10O

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 07.05.1996
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Norm

ASVG §120 Abs1 Z1
ASVG §133 Abs2
BSVG §76 Abs1
BSVG §83 Abs2
B-KUVG §53 Abs1 Z1
B-KUVG §62 Abs2
GSVG §80 Abs1 Z1
GSVG §90 Abs2
  1. ASVG § 120 heute
  2. ASVG § 120 gültig ab 20.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2024
  3. ASVG § 120 gültig von 01.01.2018 bis 19.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2017
  4. ASVG § 120 gültig von 01.07.2017 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/2017
  5. ASVG § 120 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  6. ASVG § 120 gültig von 01.09.2010 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  7. ASVG § 120 gültig von 19.08.2009 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2009
  8. ASVG § 120 gültig von 01.08.2009 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2009
  9. ASVG § 120 gültig von 12.08.2008 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2008
  10. ASVG § 120 gültig von 01.01.2008 bis 11.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2007
  11. ASVG § 120 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2001
  12. ASVG § 120 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  13. ASVG § 120 gültig von 01.01.1992 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 676/1991
  1. ASVG § 133 heute
  2. ASVG § 133 gültig ab 20.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  3. ASVG § 133 gültig von 01.01.1988 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 609/1987
  1. BSVG § 76 heute
  2. BSVG § 76 gültig ab 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 237/2021
  3. BSVG § 76 gültig von 01.08.2009 bis 30.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2009
  4. BSVG § 76 gültig von 01.01.1988 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 611/1987
  1. BSVG § 83 heute
  2. BSVG § 83 gültig ab 01.01.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 611/1987
  1. B-KUVG § 53 heute
  2. B-KUVG § 53 gültig ab 01.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2017
  3. B-KUVG § 53 gültig von 01.09.2010 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  4. B-KUVG § 53 gültig von 01.08.2009 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2009
  5. B-KUVG § 53 gültig von 01.08.1999 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 174/1999
  6. B-KUVG § 53 gültig von 01.01.1988 bis 31.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 612/1987
  1. B-KUVG § 62 heute
  2. B-KUVG § 62 gültig ab 20.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  3. B-KUVG § 62 gültig von 01.01.1997 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 764/1996
  1. GSVG § 80 heute
  2. GSVG § 80 gültig ab 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 237/2021
  3. GSVG § 80 gültig von 01.01.2013 bis 30.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2012
  4. GSVG § 80 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2009
  5. GSVG § 80 gültig von 01.01.1988 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 610/1987
  1. GSVG § 90 heute
  2. GSVG § 90 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2022
  3. GSVG § 90 gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  4. GSVG § 90 gültig von 01.01.1992 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 677/1991

Rechtssatz

Eine notwendige Krankenbehandlung und damit eine Krankheit in sozialversicherungsrechtlichem Sinn ist auch dann anzunehmen, wenn die Behandlung geeignet erscheint, eine Verschlechterung des Zustandsbildes hintanzuhalten (so schon 10 ObS 269/88 = SSV-NF 2/115 = SZ 61/226).

Entscheidungstexte

  • RS0106403">10 ObS 51/96
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 ObS 51/96
  • RS0106403">10 ObS 148/00p
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 ObS 148/00p
    Vgl auch; Beisatz: Eine medizinisch als "Krankheitszustand" bezeichnete körperliche oder geistige Verfassung ist dann als Krankheit im sozialversicherungsrechtlichen Sinn anzuerkennen, wenn die Gesundheit, die Arbeitsfähigkeit oder die Fähigkeit, für lebenswichtige persönliche Bedürfnisse zu sorgen, nach Möglichkeit wiederhergestellt, gefestigt oder gebessert werden kann. Wenn der Versicherte hingegen durch ein Gebrechen seine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, hat er keinen Anspruch auf Krankengeld. (T1)
  • RS0106403">10 ObS 258/02t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 10 ObS 258/02t
    Auch; Beisatz: Eine notwendige Krankenbehandlung muss daher nicht die endgültige und vollständige Heilung des Patienten zum Ziel haben; es genügt vielmehr, wenn sie die Besserung des Leidens oder die Verhütung von Verschlimmerungen bezweckt. (T2)
    Veröff: SZ 2003/14
  • RS0106403">10 ObS 224/02t
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 10 ObS 224/02t
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Fehlt infolge der abgeschlossenen Entwicklung des Leidens die Möglichkeit ärztlicher Einflussnahme im Sinn einer Heilung, Besserung oder Verhütung von Verschlimmerungen, ist die Regelwidrigkeit dem Gebrechen zuzuordnen. (T3)
  • RS0106403">10 ObS 70/11h
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 ObS 70/11h
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Demgegenüber sind Gebrechen ihrem Wesen nach medizinisch nicht beeinflussbare, gänzliche oder teilweise Ausfälle von normalen Körperfunktionen, die im medizinischen Sinn nicht mehr als Krankheit zu beurteilen sind. Treten im Rahmen von Gebrechen allerdings „akute Störungen“ auf, ist zu prüfen, ob die hinzutretenden Regelwidrigkeiten die Merkmale des sozialversicherungsrechtlichen Krankheitsbegriffs erfüllen. So werden als „akute Regelwidrigkeit“ im Rahmen von Gebrechen, somit als Krankheit im sozialversicherungsrechtlichen Sinn etwa Hautreizungen und Hautabschürfungen, die an einem Amputationsstumpf beim Tragen einer infolge Bruches schadhaften Prothese auftreten, einzustufen sein. (T4)
  • RS0106403">10 ObS 68/13t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 68/13t
    Auch
  • RS0106403">10 ObS 111/13s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 10 ObS 111/13s
    nur: Eine notwendige Krankenbehandlung ist auch dann anzunehmen, wenn die Behandlung geeignet erscheint, eine Verschlechterung des Zustandsbildes hintanzuhalten. (T5)
    Beis wie T2
  • RS0106403">10 ObS 135/14x
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 135/14x
    nur T5; Beisatz: Auch bei Dauerzuständen. (T6)
    Beisatz: Die Notwendigkeit wird schon als gegeben erachtet, wenn die Krankenbehandlung nur dem Ziel einer erträglicheren Gestaltung des Leidens und der Verlängerung des Lebens dient. (T7)
  • RS0106403">10 ObS 103/19y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2020 10 ObS 103/19y
  • RS0106403">10 ObS 33/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 10 ObS 33/23k
    Beisatz: Hier: Erstattung der Kosten einer Behandlung mit dem Medikament „Ig VENA“ nach fehlgeschlagenen Versuchen einer In-vitro-Fertilisation. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106403

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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