RS OGH 2012/4/30 9ObA210/98t, 8ObA198/98w, 9ObA342/00k, 9ObA57/11i

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 07.10.1998
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Norm

B-VG Art130 Abs2
VBG §52
VBG §52a
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VBG § 52 heute
  2. VBG § 52 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. VBG § 52 gültig von 29.05.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  4. VBG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 28.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  5. VBG § 52 gültig von 30.09.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2001
  6. VBG § 52 gültig von 01.04.2000 bis 29.09.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  7. VBG § 52 gültig von 01.01.2000 bis 31.03.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2000
  8. VBG § 52 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  9. VBG § 52 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/1998
  10. VBG § 52 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  11. VBG § 52 gültig von 15.02.1997 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  12. VBG § 52 gültig von 01.10.1996 bis 14.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  13. VBG § 52 gültig von 01.10.1996 bis 30.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 375/1996
  14. VBG § 52 gültig von 09.11.1993 bis 30.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 759/1993
  15. VBG § 52 gültig von 27.06.1992 bis 08.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1992
  16. VBG § 52 gültig von 01.07.1990 bis 26.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 408/1990
  17. VBG § 52 gültig von 01.01.1990 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 651/1989
  18. VBG § 52 gültig von 01.10.1988 bis 31.12.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1988
  19. VBG § 52 gültig von 01.07.1948 bis 30.09.1988
  1. VBG § 52a heute
  2. VBG § 52a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. VBG § 52a gültig von 29.05.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  4. VBG § 52a gültig von 01.01.2002 bis 28.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  5. VBG § 52a gültig von 30.09.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2001
  6. VBG § 52a gültig von 01.01.2000 bis 29.09.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2000
  7. VBG § 52a gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/1999
  8. VBG § 52a gültig von 01.10.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  9. VBG § 52a gültig von 01.07.1997 bis 30.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  10. VBG § 52a gültig von 01.10.1996 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  11. VBG § 52a gültig von 01.10.1996 bis 30.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 375/1996
  12. VBG § 52a gültig von 01.07.1988 bis 30.09.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 342/1988
  13. VBG § 52a gültig von 29.07.1978 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 346/1978

Rechtssatz

Unter Ermessenstatbeständen iS Art 130 Abs 2 B-VG werden nur Regelungen verstanden, deren Sinn darin liegt, daß der Verwaltung in der Hauptsache ihrer Entscheidung ein Freiraum für alternatives Verhalten nach eigener Wertentscheidung eingeräumt wird. Auch der Begriff des "gebundenen Ermessens", mit dem gegenüber dem Begriff des "freien Ermessens" ein geringerer Spielraum der Behörde zum Ausdruck gebracht wird, hat einen solchen Freiraum der Behörde für alternatives Verhalten zur Voraussetzung. Die Verwendung des in § 52a Abs 1 VBG gebrauchten Wortes "kann" ist geradezu typisch für die Einräumung von Ermessen. Allerdings bedeutet nicht jede "Kann" - Bestimmung Ermessen des Normadressaten; "kann" drückt oft auch ein "Müssen" oder "Dürfen" aus. Welche der Bedeutungen dieses Wortes im Einzelfall zum Tragen kommt, ist durch Auslegung zu ermitteln. Hier: § 52a VBG-Ermessensbestimmung.Unter Ermessenstatbeständen iS Artikel 130, Absatz 2, B-VG werden nur Regelungen verstanden, deren Sinn darin liegt, daß der Verwaltung in der Hauptsache ihrer Entscheidung ein Freiraum für alternatives Verhalten nach eigener Wertentscheidung eingeräumt wird. Auch der Begriff des "gebundenen Ermessens", mit dem gegenüber dem Begriff des "freien Ermessens" ein geringerer Spielraum der Behörde zum Ausdruck gebracht wird, hat einen solchen Freiraum der Behörde für alternatives Verhalten zur Voraussetzung. Die Verwendung des in Paragraph 52 a, Absatz eins, VBG gebrauchten Wortes "kann" ist geradezu typisch für die Einräumung von Ermessen. Allerdings bedeutet nicht jede "Kann" - Bestimmung Ermessen des Normadressaten; "kann" drückt oft auch ein "Müssen" oder "Dürfen" aus. Welche der Bedeutungen dieses Wortes im Einzelfall zum Tragen kommt, ist durch Auslegung zu ermitteln. Hier: Paragraph 52 a, VBG-Ermessensbestimmung.

Entscheidungstexte

  • RS0110884">9 ObA 210/98t
    Entscheidungstext OGH 07.10.1998 9 ObA 210/98t
  • RS0110884">8 ObA 198/98w
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObA 198/98w
    Auch; nur: Die Verwendung des in § 52a Abs 1 VBG gebrauchten Wortes "kann" ist geradezu typisch für die Einräumung von Ermessen. Allerdings bedeutet nicht jede "Kann" - Bestimmung Ermessen des Normadressaten; "kann" drückt oft auch ein "Müssen" oder "Dürfen" aus. Welche der Bedeutungen dieses Wortes im Einzelfall zum Tragen kommt, ist durch Auslegung zu ermitteln. (T1)
  • RS0110884">9 ObA 342/00k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 9 ObA 342/00k
    Vgl auch; Beisatz: Durch die Verwendung des Wortes "ist" in § 52 Abs 6 VBG - anders als durch die Verwendung des Wortes "kann" in § 52a Abs 1 VBG - wird aber eine Verpflichtung des Normadressaten im Sinne uneingeschränkter Gebundenheit normiert. (T2)
  • RS0110884">9 ObA 57/11i
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 ObA 57/11i
    Vgl; Beisatz: Nach dem Wortlaut des § 52 Abs 10 VBG („...kann...“) ist nicht von einem „Rechtsanspruch“ auf Abschluss eines neuerlich befristeten Vertrags auszugehen. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110884

Im RIS seit

06.11.1998

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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