RS OGH 2026/2/25 14Os129/98; 13Os136/99; 13Os153/99; 15Os181/99; 14Os8/00; 14Os31/01; 12Os41/02; 13O

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.10.1998
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Norm

StPO §252 Abs1
StPO §252 Abs2
StPO §258 Abs1
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z5 B
  1. StPO § 252 heute
  2. StPO § 252 gültig ab 17.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  3. StPO § 252 gültig von 01.01.2008 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 252 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  5. StPO § 252 gültig von 01.10.2002 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  6. StPO § 252 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 252 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  8. StPO § 252 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  9. StPO § 252 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 252 heute
  2. StPO § 252 gültig ab 17.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  3. StPO § 252 gültig von 01.01.2008 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 252 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  5. StPO § 252 gültig von 01.10.2002 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  6. StPO § 252 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 252 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  8. StPO § 252 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  9. StPO § 252 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Haben beide Teile auf die tatsächliche Verlesung beziehungsweise Vorführung von in § 252 Abs 1 beziehungsweise Abs 2 StPO bezeichneten Schriftstücken beziehungsweise Aufzeichnungen verzichtet, ist die Art, wie ein solches Beweismittel in der Hauptverhandlung vorgekommen ist (§ 258 Abs 1 erster Satz StPO), einer nachträglichen Kritik aus § 281 Abs 1 Z 5 StPO entzogen. Für eine deutliche und bestimmte Bezeichnung (§ 285 Abs 1 zweiter Satz StPO) einer auf die Missachtung der Förmlichkeit des § 258 Abs 1 zweiter Satz StPO angelegten Mängelrüge (§ 281 Abs 1 Z 5 StPO) bedarf es der Behauptung, dass auf die tatsächliche Verlesung (beziehungsweise Vorführung) nicht verzichtet worden ist (WK-StPO § 281 Rz 460).Haben beide Teile auf die tatsächliche Verlesung beziehungsweise Vorführung von in Paragraph 252, Absatz eins, beziehungsweise Absatz 2, StPO bezeichneten Schriftstücken beziehungsweise Aufzeichnungen verzichtet, ist die Art, wie ein solches Beweismittel in der Hauptverhandlung vorgekommen ist (Paragraph 258, Absatz eins, erster Satz StPO), einer nachträglichen Kritik aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO entzogen. Für eine deutliche und bestimmte Bezeichnung (Paragraph 285, Absatz eins, zweiter Satz StPO) einer auf die Missachtung der Förmlichkeit des Paragraph 258, Absatz eins, zweiter Satz StPO angelegten Mängelrüge (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO) bedarf es der Behauptung, dass auf die tatsächliche Verlesung (beziehungsweise Vorführung) nicht verzichtet worden ist (WK-StPO Paragraph 281, Rz 460).

Entscheidungstexte

  • RS0111533">14 Os 129/98
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 14 Os 129/98
  • RS0111533">13 Os 136/99
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 13 Os 136/99
    Vgl auch; Beisatz: Eine den Freispruch tragende Feststellung durch das Berufungsgericht, ohne die in der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht vernommenen Zeugen und Sachverständigen nochmals abzuhören oder - unter den Voraussetzungen des § 252 StPO - die darüber aufgenommenen Protokolle in der Berufungsverhandlung darzutun, stellt eine Verletzung des § 473 Abs 2 StPO dar. (T1)
  • RS0111533">13 Os 153/99
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 13 Os 153/99
    nur: Haben beide Teile auf die tatsächliche Verlesung beziehungsweise Vorführung von in § 252 Abs 1 beziehungsweise Abs 2 StPO bezeichneten Schriftstücken beziehungsweise Aufzeichnungen verzichtet, ist die Art, wie ein solches Beweismittel in der Hauptverhandlung vorgekommen ist (§ 258 Abs 1 erster Satz StPO), einer nachträglichen Kritik aus § 281 Abs 1 Z 5 StPO entzogen. (T2)
  • RS0111533">15 Os 181/99
    Entscheidungstext OGH 27.01.2000 15 Os 181/99
    nur T2
  • RS0111533">14 Os 8/00
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 14 Os 8/00
    nur T2
  • RS0111533">14 Os 31/01
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 14 Os 31/01
    Vgl auch; nur T2
  • RS0111533">12 Os 41/02
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 12 Os 41/02
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Ein Einverständnis zum Verlesungsverzicht verliert dort seine strafprozessuale Relevanz, wo die betreffenden Aktenteile nicht wenigstens auf andere Weise in der Hauptverhandlung zur Sprache gebracht wurden und damit dem erkennenden Senat in einer für die Rechtsmittelinstanz nachvollziehbaren Weise zur Kenntnis gelangt und damit im Sinn des § 258 Abs 1 StPO in der Hauptverhandlung vorgekommen sind. (T3)
  • RS0111533">13 Os 28/02
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 13 Os 28/02
    Auch; nur: Für eine deutliche und bestimmte Bezeichnung (§ 285 Abs 1 zweiter Satz StPO) einer auf die Missachtung der Förmlichkeit des § 258 Abs 1 zweiter Satz StPO angelegten Mängelrüge (§ 281 Abs 1 Z 5 StPO) bedarf es der Behauptung, dass auf die tatsächliche Verlesung (beziehungsweise Vorführung) nicht verzichtet worden ist. (T4)
  • RS0111533">14 Os 143/01
    Entscheidungstext OGH 29.10.2002 14 Os 143/01
    Auch; nur T4
  • RS0111533">14 Os 8/03
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 14 Os 8/03
    nur T2
  • RS0111533">13 Os 48/03
    Entscheidungstext OGH 30.04.2003 13 Os 48/03
    Vgl auch
  • RS0111533">15 Os 94/03
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 15 Os 94/03
    nur T4
  • RS0111533">13 Os 96/03
    Entscheidungstext OGH 03.09.2003 13 Os 96/03
    Auch; nur T4
  • RS0111533">13 Os 151/03
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 13 Os 151/03
    Vgl auch; nur T2
  • RS0111533">14 Os 27/04
    Entscheidungstext OGH 05.05.2004 14 Os 27/04
    Vgl; nur T2
  • RS0111533">14 Os 93/04
    Entscheidungstext OGH 10.08.2004 14 Os 93/04
    nur T2
  • RS0111533">11 Os 77/04
    Entscheidungstext OGH 24.08.2004 11 Os 77/04
    Vgl auch; nur T2
  • RS0111533">12 Os 132/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 132/04
    Auch; Beisatz: Hat der Beschwerdeführer auf die tatsächliche Vorlesung oder Vorführung von im § 252 Abs 1 oder Abs 2 StPO genannten Schriftstücken oder technischen Aufnahmen verzichtet, ist die Art, wie ein solches Beweismittel in der Hauptverhandlung vorgekommen ist (§ 258 Abs 1 erster Satz StPO), einer nachträglichen Kritik aus § 281 Abs 1 Z 5 StPO entzogen. (T5)
  • RS0111533">11 Os 132/04
    Entscheidungstext OGH 11.01.2005 11 Os 132/04
    Vgl auch; Beisatz: Die Möglichkeit eines parteieneinverständlichen (durch das in § 258 Abs 1 StPO geforderte, etwa durch ein Referat des Vorsitzenden zu erreichende Vorkommen allerdings eingeschränkten) Verlesungsverzichts (§ 252 Abs 2 StPO) wird nach nunmehr gefestigter Judikatur wegen der prinzipiellen Gleichwertigkeit aller zulässigen Beweismittel (§ 258 Abs 2 StPO) auf die in § 252 Abs 1 Z 1 bis Z 4 StPO genannten Verlesungsfälle ausgedehnt. (T6)
  • RS0111533">12 Os 59/05a
    Entscheidungstext OGH 04.08.2005 12 Os 59/05a
    Vgl auch; nur T2
  • RS0111533">14 Os 19/05h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2005 14 Os 19/05h
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Sind jedoch die in der Beschwerde genannten Beweismittel auf gar keine Art vorgekommen, so liegt Nichtigkeit gemäß § 281 Abs 1 Z 5 vierter Fall StPO vor. (T7)
  • RS0111533">11 Os 36/05m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2005 11 Os 36/05m
    Vgl
  • RS0111533">12 Os 14/06k
    Entscheidungstext OGH 23.03.2006 12 Os 14/06k
  • RS0111533">12 Os 20/06t
    Entscheidungstext OGH 23.03.2006 12 Os 20/06t
    nur T2
  • RS0111533">12 Os 23/09p
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 23/09p
    Vgl; Beisatz: Nur die prozessordnungswidrige Verlesung der in § 252 Abs 1 StPO angeführten Aktenteile sowie die Verletzung des damit gekoppelten Umgehungsverbots (§ 252 Abs 4 StPO) sind mit Nichtigkeit bedroht, nicht hingegen die behauptete Missachtung des § 252 Abs 2 StPO (WK-StPO § 252 Rz 11). (T8)
  • RS0111533">15 Os 103/09z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2009 15 Os 103/09z
    Auch; nur T2
  • RS0111533">13 Os 97/09b
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 13 Os 97/09b
    Auch; Beisatz: Zwar bringt die vom Erstgericht gewählte Formulierung, „der Hauptakt ist hinreichend bekannt und wird auf die Verlesung einzelner Aktenbestandteile verzichtet", weder eine Verlesung noch einen Vortrag (§ 252 Abs 2a StPO) und auch keine Zustimmung (insbesondere gemäß § 252 Abs 1 Z 4 StPO) zu einer derartigen Vorgangsweise zum Ausdruck. Erfolgversprechend kann eine in diesem Sinne erhobene Rüge allerdings nur dann sein, wenn sie in der Hauptverhandlung nicht vorgekommene, gleichwohl in den Entscheidungsgründen verwertete Beweismittel deutlich und bestimmt bezeichnet (WK-StPO § 281 Rz 462). (T9)
  • RS0111533">13 Os 36/10h
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 36/10h
    Auch; Beisatz: Die Bestimmungen des § 252 StPO sind unter dem Aspekt der Z 5 vierter Fall nur insoweit von Bedeutung, als das Urteil nicht auf ein in der Hauptverhandlung nicht vorgekommenes (§ 258 Abs 1 StPO) Beweismittel gründen darf (WK-StPO § 281 Rz 238). (T10)
  • RS0111533">15 Os 4/11v
    Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 4/11v
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T9
  • RS0111533">13 Os 52/11p
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 13 Os 52/11p
    Auch
  • RS0111533">11 Os 120/11y
    Entscheidungstext OGH 06.10.2011 11 Os 120/11y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T10
  • RS0111533">11 Os 125/12k
    Entscheidungstext OGH 09.10.2012 11 Os 125/12k
    Auch; Beis insbesondere wie T5; Beis insbesondere wie T7
  • RS0111533">13 Os 76/12v
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 76/12v
    Vgl auch
  • RS0111533">14 Os 79/12t
    Entscheidungstext OGH 05.03.2013 14 Os 79/12t
    Auch; Beisatz: Die Zustimmung des Beschwerdeführers zu einem zusammenfassenden Vortrag des Akteninhalts durch den Vorsitzenden wurde nicht bestritten, womit die Art, wie ein aktenkundiges Beweismittel in der Hauptverhandlung vorgekommen ist (§ 258 Abs 1 erster Satz StPO), einer nachträglichen Kritik aus § 281 Abs 1 Z 5 StPO entzogen ist. (T11)
  • RS0111533">15 Os 1/13f
    Entscheidungstext OGH 22.05.2013 15 Os 1/13f
    Auch; nur T2; Beis wie T5; Beis wie T11
  • RS0111533">15 Os 52/13f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 52/13f
    Auch
  • RS0111533">11 Os 31/14i
    Entscheidungstext OGH 08.04.2014 11 Os 31/14i
    Auch
  • RS0111533">14 Os 27/14y
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 27/14y
    Auch; Beis wie T7
  • RS0111533">
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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