RS OGH 2026/1/7 12Os63/99; 12Os112/99; 7Ob253/00g; Ds1/01; 7Ob180/02z; 7Ob137/04d; 11Os3/05h; 13Os72

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.06.1999
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Norm

StPO §5 A
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §353
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die materielle Rechtskraft eines strafgerichtlichen Schuldspruchs bewirkt, dass dadurch - vorbehaltlich einer allfälligen Wiederaufnahme des Strafverfahrens - für den Rechtskreis des Angeklagten mit absoluter Wirkung, somit gegenüber jedermann, bindend festgestellt ist, dass der Verurteilte die strafbare Handlung entsprechend den konkreten Tatsachenfeststellungen des betreffenden Urteils rechtswidrig und schuldhaft begangen hat. Er kann sich aus diesem Grund gegenüber niemandem darauf berufen, dass er die Tat, deretwegen er strafgerichtlich verurteilt wurde, tatsächlich nicht begangen hätte.

Entscheidungstexte

  • RS0112232">12 Os 63/99
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 12 Os 63/99
  • RS0112232">12 Os 112/99
    Entscheidungstext OGH 28.10.1999 12 Os 112/99
    nur: Die materielle Rechtskraft eines strafgerichtlichen Schuldspruchs bewirkt, dass dadurch - vorbehaltlich einer allfälligen Wiederaufnahme des Strafverfahrens - für den Rechtskreis des Angeklagten mit absoluter Wirkung, somit gegenüber jedermann, bindend festgestellt ist, dass der Verurteilte die strafbare Handlung entsprechend den konkreten Tatsachenfeststellungen des betreffenden Urteils rechtswidrig und schuldhaft begangen hat. (T1)
  • RS0112232">7 Ob 253/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 253/00g
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 73/200
  • Ds 1/01
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 Ds 1/01
  • RS0112232">7 Ob 180/02z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2002 7 Ob 180/02z
    Vgl auch; Beisatz: Diese absolute Wirkung der materiellen Rechtskraft des strafgerichtlichen Schuldspruchs könnte nur durch eine erfolgreiche Wiederaufnahme beseitigt werden. (T2)
  • RS0112232">7 Ob 137/04d
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 7 Ob 137/04d
    Vgl auch; Beis wie T2
  • RS0112232">11 Os 3/05h
    Entscheidungstext OGH 08.03.2005 11 Os 3/05h
    Auch; nur T1; Beisatz: Strafbares Verhalten anderer Personen ist - ebenso wie allfällige weitere, nicht verfahrensgegenständliche Straftaten des Verurteilten - von der Feststellungswirkung nicht umfasst. (T3)
  • RS0112232">13 Os 72/06x
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 13 Os 72/06x
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Im Verfahren gegen einen anderen Angeklagten ist den Tatrichtern (im Falle der Verlesung) allerdings eine Auseinandersetzung mit dieser Entscheidung geboten (WK-StPO § 281 Rz 430). (T4)
  • RS0112232">2 Ob 101/12k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 101/12k
    Auch; Auch Beis wie T2
  • RS0112232">13 Os 81/15h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2015 13 Os 81/15h
  • RS0112232">13 Os 140/15k
    Entscheidungstext OGH 18.12.2015 13 Os 140/15k
    Auch
  • RS0112232">13 Os 127/16z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 127/16z
    Auch
  • RS0112232">13 Os 64/17m
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 64/17m
    Auch; Beisatz: Konnte der belangte Verband im Verfahren gegen den Beschuldigten zu den Vorwürfen, für die er verantwortlich erklärt werden könnte, Stellung nehmen und konnte er den Schuldspruch seines Entscheidungsträgers auf gleiche Weise wie dieser bekämpfen, erstreckt sich die Bindungswirkung auch auf ihn. (T5)
  • RS0112232">11 Os 64/17x
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 11 Os 64/17x
    Auch
  • RS0112232">11 Os 77/17h
    Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 77/17h
    Vgl
  • RS0112232">13 Os 25/18b
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 25/18b
    Auch; Beis wie T5
  • RS0112232">14 Os 19/18b
    Entscheidungstext OGH 03.08.2018 14 Os 19/18b
    Auch; Beisatz: Ein im Entscheidungszeitpunkt nicht rechtskräftiges (Straf-)Urteil, sofern nichts anderes bestimmt ist, kann keine Rechtswirkungen, insbesondere keine Feststellungswirkung in einem anderen Strafverfahren, entfalten. (T6)
  • RS0112232">13 Os 128/20b
    Entscheidungstext OGH 19.05.2021 13 Os 128/20b
    Vgl; Beis wie T5
  • RS0112232">13 Os 24/21k
    Entscheidungstext OGH 12.01.2022 13 Os 24/21k
    Vgl; Beis nur wie T5
  • RS0112232">11 Os 136/21s
    Entscheidungstext OGH 15.11.2022 11 Os 136/21s
    Vgl; Beis wie T5
  • RS0112232">13 Os 128/23g
    Entscheidungstext OGH 24.04.2024 13 Os 128/23g
    vgl; Beisatz wie T5
  • RS0112232">13 Os 89/24y
    Entscheidungstext OGH 19.03.2025 13 Os 89/24y
    vgl
  • RS0112232">13 Os 47/25y
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 13 Os 47/25y
    vgl
  • RS0112232">13 Os 131/25a
    Entscheidungstext OGH 07.01.2026 13 Os 131/25a
    vgl; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112232

Im RIS seit

24.07.1999

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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