RS OGH 2000/7/25 1Ob107/00t, 1Ob132/01w, 1Ob29/01y, 8Ob115/02y, 7Ob228/02h, 8Ob50/03s, 2Ob288/03x, 8

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Veröffentlicht am 25.07.2000
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Norm

KSchG §25c

Rechtssatz

Wird der Kreditgeber selbst aktiv, um die Einbeziehung der Interzedentin in das Schuldverhältnis zu erreichen, so weist dies prima facie darauf hin, dass er die Einbringung der Forderung beim Hauptschuldner als nicht gesichert ansah.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 107/00t
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 107/00t
    Veröff: SZ 73/121
  • 1 Ob 132/01w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 132/01w
  • 1 Ob 29/01y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 29/01y
  • 8 Ob 115/02y
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 8 Ob 115/02y
    Auch
  • 7 Ob 228/02h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 228/02h
  • 8 Ob 50/03s
    Entscheidungstext OGH 16.10.2003 8 Ob 50/03s
    Beisatz: Hier: Kein "prima facie"-Beweis, weil der Bürge selbst ein Verhalten gesetzt hat, das gegen diesen Anschein spricht, da er doch ausdrücklich festgehalten hat, dass ein entsprechender Betrag schon auf das Konto des Hauptschuldners überwiesen worden sei. (T1)
  • 2 Ob 288/03x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2003 2 Ob 288/03x
  • 8 Ob 100/03v
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 8 Ob 100/03v
    Beisatz: Der erwähnte Anschein ist allerdings nur dann zu bejahen, wenn es sich um die Gläubigerin einer bereits bestehenden Verbindlichkeit handelt. (T2)
    Beisatz: Wurde die Kreditvereinbarung mit der Hauptschuldnerin gleichzeitig mit der Übernahme der Wechselbürgschaft geschlossen, trifft die Beweislast dafür, dass dem Gläubiger die schlechte wirtschaftliche Lage des Hauptschuldners bekannt war beziehungsweise sein hätte müssen, die Beklagten. (T3)
  • 6 Ob 32/04f
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 32/04f
    Vgl
  • 8 Ob 57/04x
    Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 Ob 57/04x
  • 3 Ob 58/05h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 58/05h
    Beisatz: Hier: Kein „prima-facie"-Beweis, weil die Hauptschuldnerin eine ganz knapp vor der Interzession erst gegründete GmbH war. (T4)
  • 4 Ob 108/06w
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 108/06w
    Beisatz: Das gilt aber nicht, wenn die Bürgschaft anlässlich der Kreditvergabe übernommen wird. (T5)
    Veröff: SZ 2006/116
  • 6 Ob 227/06k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 227/06k
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Wenn das Erstgericht feststellt, dass die Klägerin nicht erkannt hat, dass die Kreditnehmerin als Hauptschuldnerin ihre Verbindlichkeiten voraussichtlich nicht oder nicht vollständig erfüllen werde, ist aber der Anschein bereits widerlegt; einen Anschein des „Kennenmüssens", gibt es nicht. (T6)
  • 6 Ob 137/07a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 137/07a
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 111/08g
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 111/08g
    Vgl auch; Veröff: SZ 2008/125
  • 3 Ob 214/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 214/18v
    Auch; Beis wie T6
  • 5 Ob 97/19d
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 97/19d
    Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113882

Im RIS seit

24.08.2000

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2019
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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