RS OGH 2004/3/11 12Os16/04, 14Os24/05v, 14Os21/06d (14Os22/06a), 12Os84/12p, 12Os118/17w (12Os119/17

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.03.2004
beobachten
merken

Norm

StPO §90a Abs1

Rechtssatz

Die Kombination einer diversionellen Erledigungsform mit einer anderen diversionellen Erledigungsform ist nicht zulässig. Damit soll eine dem Diversionscharakter nicht mehr entsprechende übermäßige Inanspruchnahme des Verdächtigen durch Verknüpfung von Diversionsmaßnahmen hintangehalten werden.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 16/04
    Entscheidungstext OGH 11.03.2004 12 Os 16/04
  • 14 Os 24/05v
    Entscheidungstext OGH 05.04.2005 14 Os 24/05v
  • 14 Os 21/06d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 14 Os 21/06d
    Beisatz: §90a Abs1 StPO sieht die alternative Anwendung der dort aufgezählten vier Arten der diversionellen Erledigung (Z1 bis 4; §90c, d, f, g StPO) vor. (T1)
  • 12 Os 84/12p
    Entscheidungstext OGH 10.10.2012 12 Os 84/12p
    Vgl auch
  • 12 Os 118/17w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2017 12 Os 118/17w
    Auch; Beisatz: Daran ändert auch der Umstand nichts, dass eine Beschlussfassung gemäß § 204 Abs 3 letzter Satz StPO und damit eine formelle Einleitung eines Verfahrens nach § 204 Abs 3 StPO (jeweils iVm § 199 StPO) unterblieb, weil das Kumulierungsverbot allein auf die Vermeidung einer materiellen Mehrfachbelastung des Beschuldigten abzielt. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118704

Im RIS seit

10.04.2004

Zuletzt aktualisiert am

05.01.2018
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten