RS OGH 2026/1/7 14Os47/04; 11Os133/05a; 15Os20/06i; 14Os40/07z; 14Os101/16h; 14Os52/17d; 15Os11/22i;

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.05.2004
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Norm

StPO §149a
StPO §149c
StPO §149d
StPO §149h Abs2
StPO §149h Abs3
StPO §281 Abs1 Z3
StPO §281 Abs1 Z4 B
  1. StPO § 149c gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 19/2004
  2. StPO § 149c gültig von 01.10.2002 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  3. StPO § 149c gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  4. StPO § 149c gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  5. StPO § 149c gültig von 10.04.1999 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  6. StPO § 149c gültig von 01.01.1998 bis 09.04.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 149c gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  1. StPO § 149d gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 19/2004
  2. StPO § 149d gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  3. StPO § 149d gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  4. StPO § 149d gültig von 01.01.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  1. StPO § 149h gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 19/2004
  2. StPO § 149h gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  3. StPO § 149h gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  1. StPO § 149h gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 19/2004
  2. StPO § 149h gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  3. StPO § 149h gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

§ 149h Abs 2 StPO stellt auf Ergebnisse der Überwachung ab, also auf eine solche nach dem VI. Abschnitt des XII. Hauptstücks der StPO und damit grundsätzlich auf einen inländischen Grundrechtseingriff iSd § 149d StPO, dessen prozessuale Voraussetzungen gewahrt worden sein müssen, um einen Zufallsfund im Strafverfahren verwerten zu können. Ziel dieser strengen Reglementierung ist es, eine Gefährdung oder gar Umgehung des (gegenüber inländischen Behörden garantierten) Grundrechtsschutzes im sensiblen Bereich der Privatsphäre zu verhindern, um dem Wesen und dem rechtsstaatlichen Wert einer Verfahrensordnung gerecht zu werden. Da sich inländische Verfahrensgesetze nicht auf (ohne Veranlassung durch ein österreichisches Gericht entfaltete) Tätigkeiten ausländischer Behörden beziehen und sich die StPO daher nur an österreichische - und nicht auch an ausländische - Strafverfolgungsorgane als Normadressaten wendet, vermag eine innerstaatlich als akustische Überwachung zu beurteilende Vorgangsweise ausländischer Organe jedenfalls keine Nichtigkeit iSd § 149h Abs 2 Z 1 und 2 StPO zu begründen. Dessen ungeachtet steht es einem Angeklagten offen, der Verwendung ausländischer Beweisergebnisse im inländischen Strafverfahren durch eine auf die Sicherung eines fairen Verfahrens iSd Art 6 MRK abzielende (auch im Rechtsmittelverfahren gemäß § 281 Abs 1 Z 4 StPO durchsetzbare) Antragstellung entgegenzutreten.Paragraph 149 h, Absatz 2, StPO stellt auf Ergebnisse der Überwachung ab, also auf eine solche nach dem römisch sechs. Abschnitt des römisch zwölf. Hauptstücks der StPO und damit grundsätzlich auf einen inländischen Grundrechtseingriff iSd Paragraph 149 d, StPO, dessen prozessuale Voraussetzungen gewahrt worden sein müssen, um einen Zufallsfund im Strafverfahren verwerten zu können. Ziel dieser strengen Reglementierung ist es, eine Gefährdung oder gar Umgehung des (gegenüber inländischen Behörden garantierten) Grundrechtsschutzes im sensiblen Bereich der Privatsphäre zu verhindern, um dem Wesen und dem rechtsstaatlichen Wert einer Verfahrensordnung gerecht zu werden. Da sich inländische Verfahrensgesetze nicht auf (ohne Veranlassung durch ein österreichisches Gericht entfaltete) Tätigkeiten ausländischer Behörden beziehen und sich die StPO daher nur an österreichische - und nicht auch an ausländische - Strafverfolgungsorgane als Normadressaten wendet, vermag eine innerstaatlich als akustische Überwachung zu beurteilende Vorgangsweise ausländischer Organe jedenfalls keine Nichtigkeit iSd Paragraph 149 h, Absatz 2, Ziffer eins und 2 StPO zu begründen. Dessen ungeachtet steht es einem Angeklagten offen, der Verwendung ausländischer Beweisergebnisse im inländischen Strafverfahren durch eine auf die Sicherung eines fairen Verfahrens iSd Artikel 6, MRK abzielende (auch im Rechtsmittelverfahren gemäß Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4, StPO durchsetzbare) Antragstellung entgegenzutreten.

Entscheidungstexte

  • RS0119110">14 Os 47/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 14 Os 47/04
  • RS0119110">11 Os 133/05a
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 133/05a
    nur: § 149h Abs 2 StPO stellt auf eine Überwachung nach dem VI. Abschnitt des XII. Hauptstücks der StPO und damit grundsätzlich auf einen inländischen Grundrechtseingriff iSd § 149d StPO ab, dessen prozessuale Voraussetzungen gewahrt worden sein müssen, um einen Zufallsfund im Strafverfahren verwerten zu können. Da sich inländische Verfahrensgesetze nicht auf ohne Veranlassung durch ein österreichisches Gericht entfaltete Tätigkeiten ausländischer Behörden beziehen und sich die StPO daher nur an österreichische - und nicht auch an ausländische - Strafverfolgungsorgane als Normadressaten wendet, vermag eine innerstaatlich als akustische Überwachung zu beurteilende Vorgangsweise ausländischer Organe jedenfalls keine Nichtigkeit iSd § 149h Abs 2 Z 1 und 2 StPO zu begründen. Dessen ungeachtet steht es einem Angeklagten offen, der Verwendung ausländischer Beweisergebnisse im inländischen Strafverfahren durch eine auf die Sicherung eines fairen Verfahrens iSd Art 6 MRK abzielende (auch im Rechtsmittelverfahren gemäß § 281 Abs 1 Z 4 StPO durchsetzbare) Antragstellung entgegenzutreten. (T1)
  • RS0119110">15 Os 20/06i
    Entscheidungstext OGH 15.02.2007 15 Os 20/06i
    Auch; Beisatz: Hier: § 149c StPO. (T2)
    Beisatz: Die ohne Veranlassung eines inländischen Gerichtes entfalteten Ermittlungsmaßnahmen ausländischer Strafverfolgungsbehörden vermögen keine Nichtigkeit nach §149c Abs3 StPO zu begründen, stellt doch diese Bestimmung nur auf Überwachungsergebnisse iSd §149a Abs1 Z2 StPO, mithin nur auf solche Grundrechtseingriffe ab, die (von einem österreichischen Gericht) nach dem V.Abschnitt des XII.Hauptstücks der StPO angeordnet wurden. (T3)
  • RS0119110">14 Os 40/07z
    Entscheidungstext OGH 19.04.2007 14 Os 40/07z
    Auch; nur: § 149h Abs 2 StPO stellt auf Ergebnisse der Überwachung ab, also auf eine solche nach dem VI. Abschnitt des XII. Hauptstücks der StPO und damit grundsätzlich auf einen inländischen Grundrechtseingriff iSd § 149d StPO, dessen prozessuale Voraussetzungen gewahrt worden sein müssen, um einen Zufallsfund im Strafverfahren verwerten zu können. (T4)
    Beisatz: Eine von Betreibern eines Asylantenheims (aus Sicherheitsgründen) vorgenommene Überwachung fällt nicht unter die Regelungen der §§ 149d ff StPO. (T5)
  • RS0119110">14 Os 101/16h
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 101/16h
    Vgl; Beisatz: Hier: Behaupteter Verstoß gegen Belehrungsvorschriften bei Vernehmungen durch amerikanische Sicherheitsbehörden. (T6)
  • RS0119110">14 Os 52/17d
    Entscheidungstext OGH 05.09.2017 14 Os 52/17d
    Vgl; Beisatz: Hier: Von einer Privatperson angefertigte Protokolle. (T7)
  • RS0119110">15 Os 11/22i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 15 Os 11/22i
    Vgl
  • RS0119110">14 Os 106/22b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2023 14 Os 106/22b
    Vgl
  • RS0119110">15 Os 88/22p
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 88/22p
    Vgl
  • RS0119110">12 Os 44/23x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2023 12 Os 44/23x
    vgl
  • RS0119110">15 Os 80/23p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 15 Os 80/23p
    vgl; Beisatz: hier: Verwendung von - von US-amerikanischen Behörden übermittelten - ANOM-Chats. (T10)
  • RS0119110">12 Os 103/23y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 103/23y
    vgl
  • RS0119110">15 Os 101/23a
    Entscheidungstext OGH 14.12.2023 15 Os 101/23a
    vgl; Beisatz wie T10
  • RS0119110">14 Os 35/24i
    Entscheidungstext OGH 19.06.2024 14 Os 35/24i
    vgl
  • RS0119110">11 Os 55/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2024 11 Os 55/24h
    vgl
  • RS0119110">11 Os 85/24w
    Entscheidungstext OGH 27.08.2024 11 Os 85/24w
    vgl; Beisatz: Hier: SKY-ECC (T11)
  • RS0119110">13 Os 47/24x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 47/24x
    vgl; Beisatz wie T10
  • RS0119110">13 Os 71/24a
    Entscheidungstext OGH 09.10.2024 13 Os 71/24a
    vgl
  • RS0119110">14 Os 14/24a
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 14/24a
    vgl
  • RS0119110">14 Os 100/24y
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 100/24y
    vgl; Beisatz wie T11
  • RS0119110">13 Os 7/25s
    Entscheidungstext OGH 30.04.2025 13 Os 7/25s
    vgl; Beisatz wie T11
  • RS0119110">13 Os 46/25a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.04.2025 13 Os 46/25a
    vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T11
  • RS0119110">14 Os 55/25g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2025 14 Os 55/25g
    vgl
  • RS0119110">12 Os 84/25g
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 12 Os 84/25g
    vgl; Beisatz wie T11
  • RS0119110">11 Os 14/25f
    Entscheidungstext OGH 07.10.2025 11 Os 14/25f
    vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T11
  • RS0119110">13 Os 118/25i
    Entscheidungstext OGH 07.01.2026 13 Os 118/25i
    vgl; Beisatz wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119110

Im RIS seit

24.06.2004

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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