RS OGH 2026/2/17 12Os79/04; 11Os23/07b; 15Os153/13h; 15Os28/21p; 14Os32/22w; 14Os136/25v

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.09.2004
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Norm

StGB §84 Abs1
StGB §201 Abs2 Fall1
  1. StGB § 84 heute
  2. StGB § 84 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 84 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 84 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 201 heute
  2. StGB § 201 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  3. StGB § 201 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2013
  4. StGB § 201 gültig von 01.05.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  5. StGB § 201 gültig von 01.01.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 201 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 242/1989

Rechtssatz

Qualifizierende Tatfolgen im Sinn des § 201 Abs 2 erster Fall StGB (nF) können auch im psychischen Bereich liegen, sofern die daraus resultierenden körperlichen oder seelischen Funktionsstörungen den Gesamtzustand des Tatopfers in einem (zumindest) dem § 84 Abs 1 StGB entsprechenden Ausmaß beeinträchtigen.Qualifizierende Tatfolgen im Sinn des Paragraph 201, Absatz 2, erster Fall StGB (nF) können auch im psychischen Bereich liegen, sofern die daraus resultierenden körperlichen oder seelischen Funktionsstörungen den Gesamtzustand des Tatopfers in einem (zumindest) dem Paragraph 84, Absatz eins, StGB entsprechenden Ausmaß beeinträchtigen.

Eine psychische Traumatisierung mit einer daraus resultierenden Belastungsstörung entspricht einer derart schweren Beeinträchtigung.

Entscheidungstexte

  • RS0119388">12 Os 79/04
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 12 Os 79/04
  • RS0119388">11 Os 23/07b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 23/07b
    Vgl auch; Beisatz: Der Begriff „posttraumatische Belastungsstörung" reicht nicht einmal als Feststellung einer Schädigung an der Gesundheit aus und kann daher umsoweniger die Qualifikation des § 201 Abs 2 erster Fall StGB begründen. (T1)
  • RS0119388">15 Os 153/13h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 153/13h
    Vgl
  • RS0119388">15 Os 28/21p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2021 15 Os 28/21p
    Vgl
  • RS0119388">14 Os 32/22w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2022 14 Os 32/22w
    Vgl
  • RS0119388">14 Os 136/25v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2026 14 Os 136/25v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119388

Im RIS seit

23.10.2004

Zuletzt aktualisiert am

17.03.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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