RS OGH 2026/3/18 3Ob194/04g; 6Ob7/08k; 1Ob52/15a; 1Ob33/16h; 5Ob123/18a; 1Ob3/22f; 8ObA78/23p; 10ObS

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.11.2004
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Norm

ZPO §468
ZPO §473a Abs1
  1. ZPO § 468 heute
  2. ZPO § 468 gültig ab 01.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. ZPO § 468 gültig von 01.01.1998 bis 30.04.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  4. ZPO § 468 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 473a heute
  2. ZPO § 473a gültig ab 01.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. ZPO § 473a gültig von 01.01.1998 bis 30.04.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997

Rechtssatz

Einer Berufungsbeantwortung kann, wenn überhaupt, nur eingeschränkt die Funktion eines Rechtsmittels zugebilligt werden. Der Hauptzweck der Berufungsbeantwortung liegt darin, auf die Berufungsausführungen im Einzelnen zu erwidern und damit Argumente für eine Bestätigung der angefochtenen Entscheidung zu liefern. Lediglich zu den Berufungsgründen der unrichtigen Tatsachenfeststellungen und Beweiswürdigung sowie von Verfahrensmängel erster Instanz kann der Berufungsbeantwortung Rechtsmittelfunktion zugebilligt werden (§ 468 Abs 2 iVm § 473a Abs 1 ZPO). Auch diese eingeschränkte "Anfechtungsmöglichkeit" dient aber allein der Abwehr der Berufung. Eine eigenständige Bekämpfung von rechtlichen Gründen der erstgerichtlichen Entscheidung wird damit nicht eröffnet.Einer Berufungsbeantwortung kann, wenn überhaupt, nur eingeschränkt die Funktion eines Rechtsmittels zugebilligt werden. Der Hauptzweck der Berufungsbeantwortung liegt darin, auf die Berufungsausführungen im Einzelnen zu erwidern und damit Argumente für eine Bestätigung der angefochtenen Entscheidung zu liefern. Lediglich zu den Berufungsgründen der unrichtigen Tatsachenfeststellungen und Beweiswürdigung sowie von Verfahrensmängel erster Instanz kann der Berufungsbeantwortung Rechtsmittelfunktion zugebilligt werden (Paragraph 468, Absatz 2, in Verbindung mit Paragraph 473 a, Absatz eins, ZPO). Auch diese eingeschränkte "Anfechtungsmöglichkeit" dient aber allein der Abwehr der Berufung. Eine eigenständige Bekämpfung von rechtlichen Gründen der erstgerichtlichen Entscheidung wird damit nicht eröffnet.

Entscheidungstexte

  • RS0119592">3 Ob 194/04g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 194/04g
  • RS0119592">6 Ob 7/08k
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 7/08k
  • RS0119592">1 Ob 52/15a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 52/15a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Revisionsbeantwortung. (T1)
  • RS0119592">1 Ob 33/16h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 33/16h
    Auch; Beisatz: Diese Verpflichtung dient allein der Abwehr der Berufung. (T2)
  • RS0119592">5 Ob 123/18a
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 123/18a
    Vgl auch; Beis wie T1
  • RS0119592">1 Ob 3/22f
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 1 Ob 3/22f
    Vgl; Beisatz: Hier: Rekursbeantwortung. (T3)
  • RS0119592">8 ObA 78/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.02.2024 8 ObA 78/23p
    vgl; Beisatz wie T1
  • RS0119592">10 ObS 96/24a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.02.2025 10 ObS 96/24a
    vgl; Beisatz wie T1
  • RS0119592">6 Ob 170/25f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.03.2026 6 Ob 170/25f
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119592

Im RIS seit

24.12.2004

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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