RS OGH 2024/1/24 12Os128/04; 13Os132/05v; 11Ns22/17z; 13Os117/23i (13Os118/23m)

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.01.2005
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Norm

B-VG Art65 Abs2 litc
StGB §31a
StPO §507
  1. B-VG Art. 65 heute
  2. B-VG Art. 65 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 65 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  4. B-VG Art. 65 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  5. B-VG Art. 65 gültig von 07.04.1964 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  6. B-VG Art. 65 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  7. B-VG Art. 65 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. StGB § 31a heute
  2. StGB § 31a gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  3. StGB § 31a gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  1. StPO § 507 heute
  2. StPO § 507 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 507 gültig von 01.12.1993 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 816/1993

Rechtssatz

Auch bereits vollstreckte Strafen, also primär Vermögensstrafen, können von einer Begnadigung durch den Bundespräsidenten erfasst werden, jedoch müsste ebenso wie bei einer rückwirkenden Nachsicht etwa des Verfalls oder von Rechtsfolgen der Verurteilung die Entschließung dies - über Antrag des Bundesministers - ausdrücklich anordnen. Andernfalls vermag die Entschließung des Bundespräsidenten auf im Zeitpunkt des Gnadenerweises bereits vollzogene Strafen keine Wirkung zu entfalten.

Entscheidungstexte

  • RS0119620">12 Os 128/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 12 Os 128/04
  • RS0119620">13 Os 132/05v
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 13 Os 132/05v
    Vgl; Beisatz: Der Wortlaut des § 31a Abs1 StGB schränkt die Zulässigkeit einer nachträglichen Milderung nicht auf noch nicht vollzogene oder noch vollziehbare Strafen ein. Zumal die Wiederaufnahme zugunsten eines Verurteilten auch zwecks Subsumtion einer Tat unter ein milderes Strafgesetz zulässig ist, erscheint es angebracht, auch eine nachträgliche Strafmilderung mit dem Ziel zu ermöglichen, der Urteilswahrheit zum Durchbruch zu verhelfen. (T1)
  • RS0119620">11 Ns 22/17z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 11 Ns 22/17z
    Vgl; Beis wie T1
  • RS0119620">13 Os 117/23i
    Entscheidungstext OGH 24.01.2024 13 Os 117/23i
    vgl; Beisatz: Da § 410 Abs 1 StPO keine zeitliche Einschränkung enthält, ist auch die nachträgliche Milderung des Verfalls iSd § 31a Abs 3 StGB selbst nach der Erlassung des Zahlungsauftrags möglich. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119620

Im RIS seit

12.02.2005

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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