RS OGH 2007/6/28 3Ob108/07i, 5Ob30/08k, 10Ob102/08k, 6Ob249/08y, 3Ob230/09h, 2Ob90/09p, 8Ob19/11v, 2

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.06.2007
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Norm

AußStrG 2005 §52 Abs2
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z2 AIIA1b

Rechtssatz

Eine unmittelbare Beweiswiederholung nach § 52 Abs 2 AußStrG ist dann nicht erforderlich, wenn die Feststellung, von der das Rekursgericht abzuweichen erwägt, nur auf mittelbar gewonnene Beweise gestützt wurde, die lediglich durch einen Zeugen erläutert wurden. Es begründet jedoch einen Verfahrensmangel, wenn das Rekursgericht von den tatsächlichen auf unmittelbare Beweisaufnahme gegründeten Feststellungen des Erstgerichts ohne Wiederholung der Beweisaufnahme abgeht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 108/07i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 3 Ob 108/07i
  • 5 Ob 30/08k
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 5 Ob 30/08k
    Vgl; Beisatz: § 52 Abs 1 AußStrG stellt klar, dass mangels der Voraussetzungen des Abs 2 leg cit eine mündliche Rekursverhandlung nur durchzuführen ist, wenn das Rekursgericht eine solche für erforderlich erachtet. (T1)
  • 10 Ob 102/08k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 10 Ob 102/08k
  • 6 Ob 249/08y
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 6 Ob 249/08y
    Beisatz: § 52 Abs 2 AußStrG entspricht § 488 Abs 4 ZPO. (T2)
    Beisatz: Da allerdings auch im Verfahren außer Streitsachen ein Mangel des Verfahrens abstrakt geeignet sein muss, eine unrichtige Entscheidung herbeizuführen, obliegt es - von ganz offenkundigen Fällen abgesehen - dem Rechtsmittelwerber, die Relevanz des Mangels darzutun, das heißt zu welcher anderen Sachverhaltsgrundlage die Vorinstanz aufgrund eines mängelfreien Verfahrens gekommen wäre. (T3)
  • 3 Ob 230/09h
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 230/09h
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 90/09p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 90/09p
    Auch; nur: Eine unmittelbare Beweiswiederholung nach § 52 Abs 2 AußStrG ist dann nicht erforderlich, wenn die Feststellung, von der das Rekursgericht abzuweichen erwägt, nur auf mittelbar gewonnene Beweise gestützt wurde. (T4)
    Beisatz: Das Rekursgericht ist mangels unmittelbarer Beweisaufnahme zu einem Thema in erster Instanz nicht gehalten, eine Beweiswiederholung durchzuführen. (T5)
    Auch Beis wie T3; Veröff: SZ 2009/171
  • 8 Ob 19/11v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 19/11v
    nur T4; Beis ähnlich wie T1; Veröff: SZ 2011/32
  • 2 Ob 64/12v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2012 2 Ob 64/12v
    Vgl; Auch Beis wie T3
  • 10 Ob 34/12s
    Entscheidungstext OGH 10.09.2012 10 Ob 34/12s
    Auch
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
    Vgl; Ähnlich Beis wie T3
  • 10 Ob 35/15t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 10 Ob 35/15t
    Auch; nur T4
  • 10 Ob 71/16p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 Ob 71/16p
    Auch; Beisatz: Soweit das Erstgericht seine Feststellungen aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf das Rekursgericht diese weder abändern noch ergänzen, ohne die in § 52 Abs 2 AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten. (T6)
  • 10 Ob 28/17s
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 28/17s
    Auch; Beis wie T6
  • 9 Ob 12/19h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
    Auch
  • 5 Ob 69/20f
    Entscheidungstext OGH 22.05.2020 5 Ob 69/20f
    Beis nur wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122252

Im RIS seit

28.07.2007

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2020
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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