RS OGH 2025/4/30 1Ob128/07s; 6Ob214/24z

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.04.2008
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Norm

AktG §42
AktG §150
  1. AktG § 42 heute
  2. AktG § 42 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 42 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 42 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2001
  5. AktG § 42 gültig von 01.08.1990 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990
  1. AktG § 150 heute
  2. AktG § 150 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 150 gültig von 01.01.1999 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/1998
  4. AktG § 150 gültig von 01.07.1996 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996
  5. AktG § 150 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991

Rechtssatz

1) Wird im Zuge der Kapitalerhöhung einer schon zu diesem Zeitpunkt zahlungsfähigen AG, die auch danach weiterhin nur einen Aktionär hat, eine überbewertete Sacheinlage eingebracht, besteht kein Anspruch der AG (beziehungsweise des Masseverwalters) gegen den Sacheinlagenprüfer, vermögensmäßig so gestellt zu werden, als wäre die Einlage vollwertig gewesen.

2) Direkte Ersatzansprüche gegen den Sacheinlagenprüfer können Neugläubigern zustehen, die aufgrund der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung im Firmenbuch auf eine entsprechende Kapitalausstattung vertraut haben.

Entscheidungstexte

  • RS0123693">1 Ob 128/07s
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 128/07s
  • RS0123693">6 Ob 214/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.04.2025 6 Ob 214/24z
    vgl aber; Beisatz: Der Sacheinlageprüfer haftet der Gesellschaft für die Differenz zwischen zu hoch bestätigtem und tatsächlichem Wert der Sacheinlage. (T1)
    Beisatz: Die Aussage, der Oberste Gerichtshof habe eine Garantiehaftung zugunsten nicht schutzwürdiger Personen, nämlich insbesondere bei Rechtssubjektsidentität von Neu- und Altaktionärin sowie Sacheinlegerin, kategorisch abgelehnt, ist der Entscheidung 1 Ob 128/07s in dieser Form nicht zu entnehmen (insofern irreführend RS0123693 [Punkt 1]). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123693

Im RIS seit

03.04.2008

Zuletzt aktualisiert am

09.07.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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