RS OGH 2018/6/28 4Ob150/08z, 4Ob233/08f, Bsw12268/03, Bsw33497/07 (Bsw3401/07), Bsw39954/08, Bsw7357

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.09.2008
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Norm

ABGB §1328a
MedienG §7
MRK Art8 IV3e
MRK Art10 Abs2 IV4b
MRK Art10 Abs2 IV4c
UrhG §78
  1. ABGB § 1328a heute
  2. ABGB § 1328a gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ABGB § 1328a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 91/2003
  1. MedienG § 7 heute
  2. MedienG § 7 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. MedienG § 7 gültig von 01.07.2005 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 49/2005

Rechtssatz

Wer seine privaten Lebensumstände „öffentlich gemacht" hat, indem er etwa ein Interview gibt, in dem auch private Aspekte erörtert werden, oder indem er sich „outet", kann sich nicht auf eine Verletzung seiner Privatsphäre berufen, wenn diese Umstände in der Öffentlichkeit weiter erörtert werden.

Entscheidungstexte

  • RS0124096">4 Ob 150/08z
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 150/08z
    Bem: Unter Hinweis auf 4 Ob 177/06t. (T1)
  • RS0124096">4 Ob 233/08f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 233/08f
    Vgl aber; Beisatz: Im Regelfall besteht ein berechtigtes Interesse des Betroffenen, nicht im Zusammenhang mit einer Erörterung seiner Intimsphäre abgebildet zu werden. Das gilt auch dann, wenn er in anderem Zusammenhang Tatsachen aus seinem höchstpersönlichen Lebensbereich preisgegeben hat. (T2)
  • RS0124096">Bsw 12268/03
    Entscheidungstext AUSL EGMR 23.07.2009 Bsw 12268/03
    Auch; Beisatz: Hier: Enthüllungen über finanzielle Schwierigkeiten eines Rocksängers in seiner Autobiografie. (Bem: Hachette Filipacchi Associés ["Ici Paris"] gegen Frankreich) (T3)
    Veröff: NL 2009,223
  • RS0124096">Bsw 33497/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 17.01.2012 Bsw 33497/07
    Vgl aber; Beisatz: Die Tatsache, dass eine Person bei einer früheren Gelegenheit mit der Presse zusammengearbeitet hat, kann nicht als Argument dafür verwendet werden, dieser Person den Schutz gegen die Veröffentlichung von Fotos durch die Presse, die ihre Identität offenlegen, zu entziehen. (Krone Verlag GmbH & Co KG und Krone Multimedia GmbH & Co KG gg. Österreich und Kurier Zeitungsverlag und Druckerei GmbH gg. Österreich) (T4)
    Veröff: NL 2012,28
  • RS0124096">Bsw 39954/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 07.02.2012 Bsw 39954/08
    Auch; Veröff: NL 2012,42
  • RS0124096">Bsw 73579/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 14.01.2014 Bsw 73579/10
    Vgl auch; Veröff: NL 2014,48
  • RS0124096">Bsw 40454/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 12.06.2014 Bsw 40454/07
    Vgl; Beisatz: Hier: Berichterstattung über angeblichen unehelichen Sohn des Prinzen von Monaco anhand der Schilderungen der Mutter, die sich an die Presse gewandt hatte. (Couderc und Hachette Filipacchi Associés gg. Frankreich) (T5)
    Veröff: NL 2014,230
  • RS0124096">Bsw 40454/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 10.11.2015 Bsw 40454/07
    Vgl; Beis wie T5
    Veröff: NL 2015,537
  • RS0124096">Bsw 60798/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 28.06.2018 Bsw 60798/10
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Eingeschränktes Recht von zwei Straftätern auf digitales Vergessen, nachdem sie sich während der Haft selbst an die Presse gewandt hatten, um eine Wiederaufnahme ihres Verfahrens zu erwirken. (M. L. und W. W. gg. Deutschland) (T6); Veröff: NL 2018,257

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124096

Im RIS seit

23.10.2008

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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