TE OGH 1951/10/31 3Ob530/51

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Veröffentlicht am 31.10.1951
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Norm

EO §97
EO §249
EO §331
EO §334
  1. EO § 97 heute
  2. EO § 97 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 97 gültig von 01.03.2008 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2008
  4. EO § 97 gültig von 01.07.1914 bis 29.02.2008 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 118/1914
  1. EO § 249 heute
  2. EO § 249 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 249 gültig von 01.10.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 249 gültig von 01.07.2011 bis 30.09.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. EO § 249 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2003
  6. EO § 249 gültig von 01.07.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 519/1995
  7. EO § 249 gültig von 01.10.1995 bis 30.06.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 519/1995
  8. EO § 249 gültig von 01.01.1898 bis 30.09.1995
  1. EO § 331 heute
  2. EO § 331 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 331 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. EO § 334 heute
  2. EO § 334 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 334 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Anmerkung

Z24293

Kopf

SZ 24/293

Spruch

Auf Superädifikate kann nur nach den §§ 249 ff. EO. Exekution geführt werden, nicht aber durch Zwangsverwaltung.Auf Superädifikate kann nur nach den Paragraphen 249, ff. EO. Exekution geführt werden, nicht aber durch Zwangsverwaltung.

Entscheidung vom 31. Oktober 1951, 3 Ob 530/51.

I. Instanz: Bezirksgericht Hernals; II. Instanz: Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien.römisch eins. Instanz: Bezirksgericht Hernals; römisch zwei. Instanz: Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien.

Text

Das Gericht erster Instanz hat auf Antrag des betreibenden Gläubigers die Pfändung, Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung (Verkauf) des dem Verpflichteten gehörigen Superädifikates (Baracke), das auf der der Gemeinde Wien gehörigen Liegenschaft gelegen ist, bewilligt. Dieser Beschluß wurde von der Finanzprokuratur nur insoweit mit Rekurs angefochten, als auch die Zwangsverwaltung des Superädifikates bewilligt wurde.

Das Rekursgericht hat dem Rekurse der Finanzprokuratur Folge gegeben und den Antrag des betreibenden Gläubigers auf Zwangsverwaltung des Superädifikates abgewiesen.

Der Oberste Gerichtshof hat dem Revisionsrekurs der betreibenden Partei nicht Folge gegeben.

Rechtliche Beurteilung

Aus der Begründung:

Nach der ständigen und einheitlichen Spruchpraxis des Obersten Gerichtshofes (SZ. X/94, XII/48, XIV/133, XVI/24, Rsp. 1928, Nr. 149, JBl. 1928, S. 226, ZBl. 1928, Nr. 163, 1929, Nr. 85 (mit zustimmender Besprechung von Petschek zu der zur Entscheidung stehenden Rechtsfrage), NotZ. 1935, S. 147) und der überwiegenden Meinung der Lehre (Neumann - Lichtblau, S. 382 und 802, Walker - Jaitner, 3. Auflage, S. 228, 229, Heller - Trenkwalder, S. 1204, Lenhoff, Der Eigentumserwerb an nicht verbücherten Liegenschaften, S. 16, Graschopf, Das Recht an Siedlungshäusern und anderen Bauwerken auf fremdem Gründe (Superädifikaten) S. 55, Rojc, Gerichtszeitung 1917, Nr. 14; dagegen nur Klang, Bemerkungen zu den sachenrechtlichen Bestimmungen der Zivilnovellen, S. 86, und Grünberg, Bauten auf fremdem Grund, Deuticke 1903, S. 34 ff.) sind Überbauten als bewegliche Sachen anzusehen und es kann auf sie Exekution nur nach den Bestimmungen der §§ 249 ff. EO., nicht aber durch Zwangsverwaltung geführt haben, sofern nicht das Recht des Eigentümers des Überbaues gegen den Gründeigentümer in Exekution gezogen wird. Das Rekursgericht hat daher mit Recht den Antrag auf Bewilligung der Zwangsverwaltung abgewiesen.Nach der ständigen und einheitlichen Spruchpraxis des Obersten Gerichtshofes (SZ. X/94, XII/48, XIV/133, XVI/24, Rsp. 1928, Nr. 149, JBl. 1928, Sitzung 226, ZBl. 1928, Nr. 163, 1929, Nr. 85 (mit zustimmender Besprechung von Petschek zu der zur Entscheidung stehenden Rechtsfrage), NotZ. 1935, Sitzung 147) und der überwiegenden Meinung der Lehre (Neumann - Lichtblau, Sitzung 382 und 802, Walker - Jaitner, 3. Auflage, Sitzung 228, 229, Heller - Trenkwalder, Sitzung 1204, Lenhoff, Der Eigentumserwerb an nicht verbücherten Liegenschaften, Sitzung 16, Graschopf, Das Recht an Siedlungshäusern und anderen Bauwerken auf fremdem Gründe (Superädifikaten) Sitzung 55, Rojc, Gerichtszeitung 1917, Nr. 14; dagegen nur Klang, Bemerkungen zu den sachenrechtlichen Bestimmungen der Zivilnovellen, Sitzung 86, und Grünberg, Bauten auf fremdem Grund, Deuticke 1903, Sitzung 34 ff.) sind Überbauten als bewegliche Sachen anzusehen und es kann auf sie Exekution nur nach den Bestimmungen der Paragraphen 249, ff. EO., nicht aber durch Zwangsverwaltung geführt haben, sofern nicht das Recht des Eigentümers des Überbaues gegen den Gründeigentümer in Exekution gezogen wird. Das Rekursgericht hat daher mit Recht den Antrag auf Bewilligung der Zwangsverwaltung abgewiesen.

Schlagworte

Bauwerk Exekution, Bewegliche Sachen, Exekution auf Superädifikate, Exekution auf Superädifikate, Mobilarexekution Superädifikate, Superädifikat Zwangsvollstreckung, Überbau Exekution, Zwangsverwaltung, keine - von Superädifikaten, Zwangsvollstreckung in Superädifikate

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:0030OB00530.51.1031.000

Dokumentnummer

JJT_19511031_OGH0002_0030OB00530_5100000_000
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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