Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 20.Juli 1995 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Reisenleitner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kuch, Mag.Strieder, Dr.Holzweber und Dr.Schmucker als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag.Pointner als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Robert K***** wegen des Vergehens des schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 2 StGB und einer anderen strafbaren Handlung, AZ 38 E Vr 1156/92 des Landesgerichtes Salzburg, über die Beschwerde des Robert K***** gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Linz als Beschwerdegericht vom 29.Juni 1994, AZ 9 Bs 188/94 (= ON 57 des Vr-Aktes), nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung denDer Oberste Gerichtshof hat am 20.Juli 1995 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Reisenleitner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kuch, Mag.Strieder, Dr.Holzweber und Dr.Schmucker als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag.Pointner als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Robert K***** wegen des Vergehens des schweren Betruges nach Paragraphen 146, 147, Absatz 2, StGB und einer anderen strafbaren Handlung, AZ 38 E römisch fünf r 1156/92 des Landesgerichtes Salzburg, über die Beschwerde des Robert K***** gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Linz als Beschwerdegericht vom 29.Juni 1994, AZ 9 Bs 188/94 (= ON 57 des Vr-Aktes), nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Die Beschwerde wird zurückgewiesen.
Text
Gründe:
Rechtliche Beurteilung
Mit Beschluß vom 29.Juni 1994, AZ 9 Bs 188/94 (= ON 57 des Vr-Aktes), gab das Oberlandesgericht Linz der Beschwerde des Robert K***** gegen den Beschluß des Landesgerichtes Salzburg vom 27.April 1994, GZ 38 E Vr 1156/92-48, womit sein Antrag auf Gewährung eines Strafaufschubes abgelehnt worden war, nicht Folge. Die Beschwerdeentscheidung langte (laut einer vom Obersten Gerichtshof telefonisch eingeholten Auskunft) am 7.Juli 1994 in der Kanzlei des Rechtsanwaltes Mag.S***** ein, der gemäß § 41 Abs 2 StPO zum Verteidiger bestellt worden war.Mit Beschluß vom 29.Juni 1994, AZ 9 Bs 188/94 (= ON 57 des Vr-Aktes), gab das Oberlandesgericht Linz der Beschwerde des Robert K***** gegen den Beschluß des Landesgerichtes Salzburg vom 27.April 1994, GZ 38 E römisch fünf r 1156/92-48, womit sein Antrag auf Gewährung eines Strafaufschubes abgelehnt worden war, nicht Folge. Die Beschwerdeentscheidung langte (laut einer vom Obersten Gerichtshof telefonisch eingeholten Auskunft) am 7.Juli 1994 in der Kanzlei des Rechtsanwaltes Mag.S***** ein, der gemäß Paragraph 41, Absatz 2, StPO zum Verteidiger bestellt worden war.
Die von Robert K***** gegen diesen Beschluß erst am 9.Dezember 1994 beim Erstgericht eingebrachte Beschwerde (ON 62) ist demnach verspätet. Sie ist auch unzulässig, weil die Anfechtung einer in Strafsachen durch einen Gerichtshof zweiter Instanz (Oberlandesgericht) als Rechtsmittelgericht erflossenen Entscheidung dem österreichischen Strafprozeßrecht grundsätzlich fremd ist (vgl für viele 15 Os 125/92, 14 Os 103/92; Mayerhofer/Rieder StPO3 E 2 ff zu § 16).Die von Robert K***** gegen diesen Beschluß erst am 9.Dezember 1994 beim Erstgericht eingebrachte Beschwerde (ON 62) ist demnach verspätet. Sie ist auch unzulässig, weil die Anfechtung einer in Strafsachen durch einen Gerichtshof zweiter Instanz (Oberlandesgericht) als Rechtsmittelgericht erflossenen Entscheidung dem österreichischen Strafprozeßrecht grundsätzlich fremd ist vergleiche für viele 15 Os 125/92, 14 Os 103/92; Mayerhofer/Rieder StPO3 E 2 ff zu Paragraph 16,).
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:0150OS00102.95.0720.000Dokumentnummer
JJT_19950720_OGH0002_0150OS00102_9500000_000