RS Vfgh 1994/12/1 WI-8/94

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Veröffentlicht am 01.12.1994
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Index

L0 Verfassungs- und Organisationsrecht
L0350 Gemeindewahl

Norm

B-VG Art141 Abs1 litb
Tir GemeindeO 1966 §29 Abs3
Tir GdWO 1991 §73 Abs4
Tir GdWO 1991 §78
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931

Leitsatz

Keine Stattgabe der Anfechtung der Wahl der Bürgermeisterin einer Tiroler Gemeinde durch den Gemeinderat aufgrund einer vom Erkenntnis über die Aufhebung von - die Direktwahl durch die Wahlberechtigten der Gemeinde regelnden - Bestimmungen der Tir GdWO 1991 unberührt gebliebenen Vorschrift

Rechtssatz

Der Anfechtung der Wahl der Bürgermeisterin der Stadtgemeinde Lienz vom 25.05.94 wird nicht stattgegeben.

Die angefochtene Wahl der Bürgermeisterin wurde zu Recht auf jene vom E v 01.07.93, G75/93, unberührt gebliebene Bestimmung des §78 Abs2 Tir GdWO 1991 gestützt, welche die Wahl des Bürgermeisters dem Gemeinderat überträgt.

Der sinngemäßen Argumentation der Anfechtungswerber, die Tir GdWO 1991 - in ihrer zum maßgebenden Zeitpunkt geltenden Fassung - sehe die Wahl des Bürgermeisters durch den Gemeinderat nur eingeschränkt, nämlich bloß dann vor, wenn "der Bürgermeister innerhalb eines Jahres vor dem frühestmöglichen Termin für allgemeine Wahlen des Gemeinderats und des Bürgermeisters aus dem Amt scheidet" (§73 Abs4 Sätze 2 und 3 Tir GdWO 1991) - was hier nicht zutreffe -, kann nicht beigepflichtet werden. Denn die bezogene Bestimmung des §73 Abs4 Tir GdWO 1991 ist nach Aufhebung der die Volkswahl des Bürgermeisters vorsehenden Vorschriften der Tir GdWO 1991 als verfassungswidrig insgesamt gegenstandslos und unanwendbar geworden; aus ihr kann folglich für die Auslegung des §78 Abs2 Tir GdWO 1991 nichts gewonnen werden.

Auch die wegen einer Verletzung des §29 Abs3 Tir GemeindeO 1966 behauptete Rechtswidrigkeit haftet dem Wahlverfahren nicht an.

Entscheidungstexte

  • W I-8/94
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 01.12.1994 W I-8/94

Schlagworte

Wahlen, Bürgermeister, Direktwahl Bürgermeister, Gemeinderecht, VfGH / Aufhebung Wirkung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1994:WI8.1994

Dokumentnummer

JFR_10058799_94W00I08_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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