TE Vwgh Beschluss 2010/5/26 2007/13/0038

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Veröffentlicht am 26.05.2010
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art133 Z1;
B-VG Art144;
VwGG §28 Abs1 Z4;
VwGG §28 Abs1 Z5;
VwGG §33 Abs1;
VwGG §34 Abs2;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Mag. Heinzl und die Hofräte Dr. Fuchs, Dr. Pelant, Dr. Mairinger und Mag. Novak als Richter, im Beisein des Schriftführers Dr. Unger, über die Beschwerde der B in G, vertreten durch Mag. Eva Holzer-Waisocher, Rechtsanwalt in 8010 Graz-Geidorf, Kreuzgasse 2c, gegen den Bescheid des unabhängigen Finanzsenates, Außenstelle Wien, vom 6. Juli 2006, GZ. RV/4015-W/02, miterledigt RV/1303-W/06, betreffend Umsatz- und Einkommensteuer für 1995 bis 1998, den Beschluss gefasst:

Spruch

Das Verfahren wird eingestellt.

Die Beschwerdeführerin hat dem Bund Aufwendungen in der Höhe von 610,60 EUR binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

Die Beschwerdeführerin erklärte für die Streitjahre 1995 bis 1998 Einkünfte und Umsätze aus Vermietung und Verpachtung.

Im Gefolge einer die Streitjahre betreffenden Prüfung der Aufzeichnungen setzte das Finanzamt die Umsatz- und Einkommensteuer fest, wogegen die Beschwerdeführerin berief.

Mit dem angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde die Berufung betreffend die Umsatz- und Einkommensteuer für die Jahre 1995 bis 1997 als unbegründet ab und gab der Berufung betreffend die Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 1998 teilweise Folge.

Der Verfassungsgerichtshof hat die Behandlung der vor ihm gegen diesen Bescheid erhobenen Beschwerde mit Beschluss vom 26. Februar 2007, B 1490/06-3, abgelehnt und die Beschwerde dem Verwaltungsgerichtshof gemäß Art. 144 Abs. 3 B-VG abgetreten.Der Verfassungsgerichtshof hat die Behandlung der vor ihm gegen diesen Bescheid erhobenen Beschwerde mit Beschluss vom 26. Februar 2007, B 1490/06-3, abgelehnt und die Beschwerde dem Verwaltungsgerichtshof gemäß Artikel 144, Absatz 3, B-VG abgetreten.

Mit Verfügung vom 5. April 2007, 2007/13/0038-2, forderte der Verwaltungsgerichtshof die Beschwerdeführerin nach § 34 Abs. 2 VwGG auf, das Recht, in dem sie verletzt zu sein behauptet, bestimmt zu bezeichnen (§ 28 Abs. 1 Z 4 VwGG). Die Versäumung der dafür gesetzten Frist gelte als Zurückziehung der Beschwerde.Mit Verfügung vom 5. April 2007, 2007/13/0038-2, forderte der Verwaltungsgerichtshof die Beschwerdeführerin nach Paragraph 34, Absatz 2, VwGG auf, das Recht, in dem sie verletzt zu sein behauptet, bestimmt zu bezeichnen (Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 4, VwGG). Die Versäumung der dafür gesetzten Frist gelte als Zurückziehung der Beschwerde.

Im darauf eingebrachten Mängelbehebungsschriftsatz führt die Beschwerdeführerin die Rechte, in denen sie sich verletzt erachtet, wie folgt an:

"1. Im Recht der amtswegigen Ermittlungs- und

Beweisaufnahmepflicht gemäß §§ 115, 166, 183 Bundesabgabenordnung (BAO) zur Feststellung des maßgeblichen Sachverhalts (VwGH 13.9.2006 Zl. 2002/13/0105; 6.9.1993 Zl. 93/09/0124; 28.6.1989 Zl. 89/16/0005);Beweisaufnahmepflicht gemäß Paragraphen 115, 166, 183, Bundesabgabenordnung (BAO) zur Feststellung des maßgeblichen Sachverhalts (VwGH 13.9.2006 Zl. 2002/13/0105; 6.9.1993 Zl. 93/09/0124; 28.6.1989 Zl. 89/16/0005);

     2.        im Recht zur Wahrung des Parteiengehörs mit dem

materiellen und formellen Anspruch in der Sache und dem rechtliche

Interesse an der Sache vor der Behörde durchzusetzen;

     3.        im Recht von den Ergebnissen des Beweisverfahrens

Kenntnis zu nehmen und sich dann zu äußern gemäß § 183 (4) BAO;

     4.        im Recht auf Gleichbehandlung durch das Gesetz;

     5.        im Recht auf Aufhebung wegen unrichtiger

Sachverhaltsfeststellung des mit prävalisierender Rechtswidrigkeit

des Inhaltes, Akten- und Tatsachenwidrigkeit belasteten Bescheides;

     6.        im Recht auf Kassation der erstinstanzlichen

Bescheide, um den von der Rechtsordnung gewünschten Zustand wieder herzustellen (VwGH 3.7.1984 Zl. 82/07/0020; 12.8.1985 Zl. 85/07/0186; § 63 (1) VwGG)."Bescheide, um den von der Rechtsordnung gewünschten Zustand wieder herzustellen (VwGH 3.7.1984 Zl. 82/07/0020; 12.8.1985 Zl. 85/07/0186; Paragraph 63, (1) VwGG)."

Die Beschwerdeführerin begehrt ausdrücklich, "der Verwaltungsgerichtshof möge aussprechen, dass die Beschwerdeführerin eben in den dargelegten Rechten durch den angefochtenen Bescheid verletzt ist".

Gemäß § 28 Abs. 1 Z 4 VwGG hat die Beschwerde die bestimmte Bezeichnung des Rechtes zu enthalten, in dem der Beschwerdeführer verletzt zu sein behauptet (Beschwerdepunkte).Gemäß Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 4, VwGG hat die Beschwerde die bestimmte Bezeichnung des Rechtes zu enthalten, in dem der Beschwerdeführer verletzt zu sein behauptet (Beschwerdepunkte).

Mit den im Mängelbehebungsschriftsatz unter 1. bis 3. angeführten Rechten, in denen sich die Beschwerdeführerin verletzt erachtet, verwechselt sie den Beschwerdepunkt mit den Beschwerdegründen (§ 28 Abs. 1 Z 5 VwGG), zu denen die behauptete Verletzung der angeführten Parteienrechte im Abgabenverfahren zählt (vgl. etwa die hg. Erkenntnisse vom 2. Juni 2004, 2001/13/0011, vom 15. November 2005, 2002/14/0154, und vom 6. Juli 2006, 2002/15/0202).Mit den im Mängelbehebungsschriftsatz unter 1. bis 3. angeführten Rechten, in denen sich die Beschwerdeführerin verletzt erachtet, verwechselt sie den Beschwerdepunkt mit den Beschwerdegründen (Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 5, VwGG), zu denen die behauptete Verletzung der angeführten Parteienrechte im Abgabenverfahren zählt vergleiche , etwa die hg. Erkenntnisse vom 2. Juni 2004, 2001/13/0011, vom 15. November 2005, 2002/14/0154, und vom 6. Juli 2006, 2002/15/0202).

Über die Verletzung des im Mängelbehebungsschriftsatz unter

4. bezeichneten Rechts (Art. 7 Abs. 1 B-VG) hätte der Verfassungsgerichtshof zu entscheiden; der Verwaltungsgerichtshof ist nicht zuständig, über eine Beschwerde wegen Verletzung dieses Rechtes zu erkennen (Art. 133 Z 1 B-VG und Art. 144 B-VG). Ein Recht nach § 28 Abs. 1 Z 4 VwGG wird damit ebenfalls nicht bezeichnet.4. bezeichneten Rechts (Artikel 7, Absatz eins, B-VG) hätte der Verfassungsgerichtshof zu entscheiden; der Verwaltungsgerichtshof ist nicht zuständig, über eine Beschwerde wegen Verletzung dieses Rechtes zu erkennen (Artikel 133, Ziffer eins, B-VG und Artikel 144, B-VG). Ein Recht nach Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 4, VwGG wird damit ebenfalls nicht bezeichnet.

Die im Mängelbehebungsschriftsatz unter 5. und 6. bezeichneten Rechte, in denen sich die Beschwerdeführerein verletzt erachtet, stellen auch keinen tauglichen Beschwerdepunkt dar, weil die Beschwerdeführerin damit nur Aufhebungsbegehren anspricht, nicht jedoch ein subjektives Recht anführt, in dem sie durch den angefochtenen Bescheid verletzt sein könnte.

Die Beschwerdeführerin ist somit dem ihr erteilten Auftrag, den Mangel ihrer Beschwerde zu verbessern, nicht nachgekommen.

Die Beschwerde gilt daher gemäß § 34 Abs. 2 VwGG als zurückgezogen, weshalb das Verfahren - durch einen gemäß § 12 Abs. 3 VwGG gebildeten Senat - gemäß § 33 Abs. 1 leg.cit. einzustellen war.Die Beschwerde gilt daher gemäß Paragraph 34, Absatz 2, VwGG als zurückgezogen, weshalb das Verfahren - durch einen gemäß Paragraph 12, Absatz 3, VwGG gebildeten Senat - gemäß Paragraph 33, Absatz eins, leg.cit. einzustellen war.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf die §§ 47 ff, insbesondere § 51 VwGG iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, BGBl. II Nr. 455.Die Kostenentscheidung gründet sich auf die Paragraphen 47, ff, insbesondere Paragraph 51, VwGG in Verbindung mit der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, Bundesgesetzblatt , römisch zwei Nr. 455.

Wien, am 26. Mai 2010

Schlagworte

Mängelbehebung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2007130038.X00

Im RIS seit

27.10.2010

Zuletzt aktualisiert am

28.10.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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