RS Lvwg 2015/7/9 KLVwG-S5-1203/4/2015

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 09.07.2015
beobachten
merken

Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

09.07.2015

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §10 Abs4
AVG §13 Abs3
  1. AVG § 10 heute
  2. AVG § 10 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. AVG § 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 10 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  5. AVG § 10 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. AVG § 10 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Die Begünstigung des § 10 Abs 4 AVG befreit von einer Vollmachtsvorlage, aber nicht von der Offenlegung. Nach dieser Bestimmung kann die Behörde auch dann von einer ausdrücklichen Vollmacht, also von einer Urkunde absehen, wenn amtsbekannte Familienmitglieder in Vertretung des Beteiligten zu handeln behaupten.Die Begünstigung des Paragraph 10, Absatz 4, AVG befreit von einer Vollmachtsvorlage, aber nicht von der Offenlegung. Nach dieser Bestimmung kann die Behörde auch dann von einer ausdrücklichen Vollmacht, also von einer Urkunde absehen, wenn amtsbekannte Familienmitglieder in Vertretung des Beteiligten zu handeln behaupten.

Im gegenständlichen Beschwerdefall hat dies der Beschwerdeführer im bisherigen Verfahren aber niemals behauptet. Die Anleitungspflicht der Behörde geht nicht so weit, Parteien, die im eigenen Namen handeln, auf die Vorlage entsprechender Urkunden hinzuweisen. Ein Verbesserungsauftrag nach § 13 Abs 3 AVG wäre lediglich dann angebracht gewesen, wenn der Beschwerdeführer das Bestehen eines Vertretungsverhältnisses behauptet, die Behörde aber Zweifel daran gehegt und die entsprechenden Nachweise angefordert hätte (vgl. VwGH v. 29.01.2008, 2005/05/0252).Im gegenständlichen Beschwerdefall hat dies der Beschwerdeführer im bisherigen Verfahren aber niemals behauptet. Die Anleitungspflicht der Behörde geht nicht so weit, Parteien, die im eigenen Namen handeln, auf die Vorlage entsprechender Urkunden hinzuweisen. Ein Verbesserungsauftrag nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG wäre lediglich dann angebracht gewesen, wenn der Beschwerdeführer das Bestehen eines Vertretungsverhältnisses behauptet, die Behörde aber Zweifel daran gehegt und die entsprechenden Nachweise angefordert hätte vergleiche VwGH v. 29.01.2008, 2005/05/0252).

Schlagworte

Offenlegungsgrundsatz, Vollmacht, Vertretung, Nachweis

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGKA:2015:KLVwG.S5.1203.4.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Kärnten LVwg Kärnten, http://www.lvwg.ktn.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten