RS Lvwg 2014/6/24 LVwG 30.15-1438/2014, LVwG 35.15-2591/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.06.2014
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Rechtssatznummer

2

Entscheidungsdatum

24.06.2014

Index

60/04 Arbeitsrecht allgemein
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

AZG §26 Abs1
ASVG §4 Abs4
  1. AZG § 26 heute
  2. AZG § 26 gültig ab 01.09.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2018
  3. AZG § 26 gültig von 01.01.2016 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2015
  4. AZG § 26 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2014
  5. AZG § 26 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2007
  6. AZG § 26 gültig von 01.05.1997 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 46/1997
  7. AZG § 26 gültig von 01.07.1994 bis 30.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 446/1994
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996

Rechtssatz

Im Gegenstande war zu prüfen, ob die Tätigkeiten von Taxilenkern für eine Transportgesellschaft nach ihrem wahren wirtschaftlichen Gehalt als Dienstverhältnis im Sinne des § 4 Abs 2 ASVG anzusehen waren, oder ob die Taxilenker als arbeitnehmerähnliche freie Dienstnehmer im Sinne des § 4 Abs 4 ASVG tätig wurden, für die die Verpflichtung des Arbeitgebers nach § 26 Abs 1 AZG, Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden zu führen, nicht besteht. Zwar konnte nicht bewiesen werden, dass im Betrieb des Beschwerdeführers Regelungen betreffend einen Mindestumsatz existieren (was ein Kriterium für arbeitnehmerähnliche freie Dienstnehmer im Sinne des § 4 Abs 4 ASVG gewesen wäre). Jedoch hatte der Beschwerdeführer zumindest indirekt die für ihn tätigen Taxilenker animiert, ihre Umsätze zu maximieren, indem er jene Taxilenker, welche bessere Umsätze erwirtschaften, bei der Einteilung der Schichten bevorzugte. Auch das sprach gegen das Vorliegen eines Dienstverhältnisses im Sinne des § 4 Abs 2 ASVG und für eine Tätigkeit als freie Dienstnehmer nach § 4 Abs 4 leg.cit. Nicht einmal die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Taxilenker wegen enttäuschter Umsatzerwartungen indiziert ein Dienstverhältnis (im Sinne des § 4 Abs 2 ASVG), wie der Verwaltungsgerichtshof bereits mit Erkenntnis vom 22.1.1991, 89/08/0349, und nochmals mit Erkenntnis  vom 31.1.2007, 2005/08/0176, unter ausdrücklichem Hinweis auf das Vorerkenntnis aus dem Jahr 1991 ausgeführt hat. Umso mehr muss dies für vergleichsweise moderate „Sanktionen“ bei der Einteilung der Fahrzeugschichten gelten.Im Gegenstande war zu prüfen, ob die Tätigkeiten von Taxilenkern für eine Transportgesellschaft nach ihrem wahren wirtschaftlichen Gehalt als Dienstverhältnis im Sinne des Paragraph 4, Absatz 2, ASVG anzusehen waren, oder ob die Taxilenker als arbeitnehmerähnliche freie Dienstnehmer im Sinne des Paragraph 4, Absatz 4, ASVG tätig wurden, für die die Verpflichtung des Arbeitgebers nach Paragraph 26, Absatz eins, AZG, Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden zu führen, nicht besteht. Zwar konnte nicht bewiesen werden, dass im Betrieb des Beschwerdeführers Regelungen betreffend einen Mindestumsatz existieren (was ein Kriterium für arbeitnehmerähnliche freie Dienstnehmer im Sinne des Paragraph 4, Absatz 4, ASVG gewesen wäre). Jedoch hatte der Beschwerdeführer zumindest indirekt die für ihn tätigen Taxilenker animiert, ihre Umsätze zu maximieren, indem er jene Taxilenker, welche bessere Umsätze erwirtschaften, bei der Einteilung der Schichten bevorzugte. Auch das sprach gegen das Vorliegen eines Dienstverhältnisses im Sinne des Paragraph 4, Absatz 2, ASVG und für eine Tätigkeit als freie Dienstnehmer nach Paragraph 4, Absatz 4, leg.cit. Nicht einmal die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Taxilenker wegen enttäuschter Umsatzerwartungen indiziert ein Dienstverhältnis (im Sinne des Paragraph 4, Absatz 2, ASVG), wie der Verwaltungsgerichtshof bereits mit Erkenntnis vom 22.1.1991, 89/08/0349, und nochmals mit Erkenntnis  vom 31.1.2007, 2005/08/0176, unter ausdrücklichem Hinweis auf das Vorerkenntnis aus dem Jahr 1991 ausgeführt hat. Umso mehr muss dies für vergleichsweise moderate „Sanktionen“ bei der Einteilung der Fahrzeugschichten gelten.

Schlagworte

Aufzeichnungen, freie Dienstnehmer, Mindestumsatz, Umsatzerwartung, Bevorzugung, Taxilenker

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGST:2014:LVwG.30.15.1438.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2014
Quelle: Landesverwaltungsgericht Steiermark LVwg Steiermark, http://www.lvwg-stmk.gv.at
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