RS Dok 2011/9/14 28/15-DOK/11

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.09.2011
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Norm

BDG §43 Abs1
BDG §43 Abs2
BDG §92 Abs1 Z3
BDG §93 Abs1
BDG §95
FinStrG §35 Abs1
FinStrG §35 Abs2
FinStrG §38 Abs1
StGB §302 Abs1
  1. FinStrG Art. 1 § 35 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 35 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 20.07.2024 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2024
  4. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 23.07.2019 bis 19.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  5. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.05.2016 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2015
  6. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.01.2011 bis 30.04.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  7. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 13.01.1999 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  8. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 21.08.1996 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 421/1996
  9. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.01.1995 bis 20.08.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  10. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 35 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 35 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 20.07.2024 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2024
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  1. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.2016 bis 22.07.2019 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 62/2019
  2. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 15.12.2012 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  3. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.2011 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  4. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2005
  5. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 05.06.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2004
  6. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 13.01.1999 bis 04.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  7. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  8. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Schlagworte

FinanzBea, Missbrauch der Amtsgewalt, gewerbsmäßige Hinterziehung von Eingangsabgaben, gewerbs- und bandenmäßiger Schmuggel, rechtskräftige Verurteilung wegen § 302 Abs. 1 StGB, disziplinärer Überhang, Strafbemessung, Schadenswiedergutmachung, positive Zukunftsprognose, keine spezialpräventive Notwendigkeit der Entlassung

Rechtssatz

Der Besch hat durch die inkriminierten, während eines Zeitraumes von vier Jahren wiederholt getätigten oa. Verhaltensweisen (nämlich durch das Sich-Zueignen von zur Vernichtung bestimmten Waren, durch den unterpreisigen Verkauf von zumindest drei PKWs, durch das Hinterziehen von Eingangsabgaben sowie durch das Vergehen der gewerbs- und bandenmäßigen Abgabenhinterziehung), Dienstpflichtverletzungen von sehr schwerem Gewicht begangen, wodurch er das innerdienstliche Vertrauensverhältnis zu seinem Dienstgeber erheblich beeinträchtigt hat. Der Vertrauensschaden wird zudem dadurch verstärkt, dass der Besch diese Taten in einem Bereich begangen hat, in dem eine lückenlose Kontrolle unmöglich ist und der Dienstgeber in besonders hohem Maß auf die Integrität seiner Mitarbeiter angewiesen ist.

Erschwerend zu berücksichtigen waren daher die Vielzahl der Tathandlungen und der lange Tatzeitraum.

Der Besch hat seine Dienstpflichtverletzungen von Anfang an eingestanden, er hat daher einen hohen Beitrag zur Wahrheitsfindung geleistet und erklärte sich sofort zur Schadenswiedergutmachung bereit und hat den festgesetzten Schaden ersetzt. Als mildernd waren weiters seine bisherige disziplinäre Unbescholtenheit zu werten und seine langjährige gute Dienstverrichtung, weiters die lange Dauer des gegen den Besch durchgeführten Strafverfahrens. Diese Umstände wie auch seine offensichtliche Reue und Schuldeinsicht hinsichtlich seiner Verfehlungen rechtfertigen eine dem Besch zuzubilligende positive Zukunftsprognose, sodass es in Ansehung der Gleichgewichtung der Strafmilderungsgründe und der Erschwerungsgründe aufgrund der dem Besch zuzubilligenden positiven Zukunftsprognose keiner spezialpräventiven Notwendigkeit bedarf, über den Besch die Disziplinarstrafe der Entlassung zu verhängen.

DK: Geldstrafe € 10.000,- (Strafber d DA)

DOK: Bestätigung

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2012
Quelle: Disziplinarkommissionen, Disziplinaroberkommission, Berufungskommission Dok, https://www.ris.bka.gv.at/Dok
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