TE Dok 2020/1/9 101 Ds 4/17k

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Veröffentlicht am 09.01.2020
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Norm

BDG 1979 §43
  1. BDG 1979 § 43 heute
  2. BDG 1979 § 43 gültig ab 10.10.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 143/2024
  3. BDG 1979 § 43 gültig von 31.12.2009 bis 09.10.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2009
  4. BDG 1979 § 43 gültig von 29.05.2002 bis 30.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  5. BDG 1979 § 43 gültig von 01.07.1997 bis 28.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  6. BDG 1979 § 43 gültig von 01.01.1980 bis 30.06.1997

Schlagworte

Dienstpflichtverletzung

Text

Disziplinarerkenntnis

Bescheid

Die Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Justiz hat durch EOStA Hofrat Dr. Harald SALZMANN als Vorsitzenden sowie die weiteren Mitglieder des Disziplinarsenates Richter des Landesgerichts für Strafsachen Wien Dr. Gerhard POHNERT und Fachoberinspektor Franz GSCHIEL, in Gegenwart der Richterin des Bezirksgerichts Favoriten Maga. Theresa MICHLITS als Schriftführerin, in der Disziplinarsache gegen Fachinspektor *** ***, Gerichtsvollzieher des Oberlandesgerichts ***, in Anwesenheit des Leitenden Staatsanwalts Mag. Andreas SACHS als Disziplinaranwalt und des Beschuldigten am 9. Dezember 2019 nach öffentlicher mündlicher Verhandlung beschlossen:

Fachinspektor *** *** ist schuldig, er hat als beim Bezirksgericht *** eingesetzter Gerichtsvollzieher am *** anlässlich des Fahrnisexekutionsvollzugs gegen die verpflichtete Partei Firma *** in *** ***, in den Verfahren AZ *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/*** und *** E ***/*** je des Bezirksgerichts *** zunächst die Gesamtsumme der betriebenen Forderungen in Höhe von *** Euro von *** *** in bar erhalten und den Empfang dieser Summe im Quittungsheft mit den Belegen Nr. ****/*** Blatt Nr. *** bis *** quittiert (§ 25a Abs 2 EO), das Geld jedoch nicht gemäß § 261 Abs 1 EO an die betreibenden Gläubiger weitergeleitet oder gemäß § 556 Abs 1 Geo erlegt, sondern am *** den Betrag von *** Euro in bar an *** *** zurückgezahlt und die ihm zurückgegebenen Quittungen wieder in das Quittungsheft eingeklebt, wobei der Verbleib von (weiteren) 1.000 Euro ungeklärt bleibt.Fachinspektor *** *** ist schuldig, er hat als beim Bezirksgericht *** eingesetzter Gerichtsvollzieher am *** anlässlich des Fahrnisexekutionsvollzugs gegen die verpflichtete Partei Firma *** in *** ***, in den Verfahren AZ *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/*** und *** E ***/*** je des Bezirksgerichts *** zunächst die Gesamtsumme der betriebenen Forderungen in Höhe von *** Euro von *** *** in bar erhalten und den Empfang dieser Summe im Quittungsheft mit den Belegen Nr. ****/*** Blatt Nr. *** bis *** quittiert (Paragraph 25 a, Absatz 2, EO), das Geld jedoch nicht gemäß Paragraph 261, Absatz eins, EO an die betreibenden Gläubiger weitergeleitet oder gemäß Paragraph 556, Absatz eins, Geo erlegt, sondern am *** den Betrag von *** Euro in bar an *** *** zurückgezahlt und die ihm zurückgegebenen Quittungen wieder in das Quittungsheft eingeklebt, wobei der Verbleib von (weiteren) 1.000 Euro ungeklärt bleibt.

Er hat hiedurch gegen seine Dienstpflicht nach § 43 Abs 1 BDG 1979, seine dienstlichen Aufgaben unter Beachtung der geltenden Rechtsordnung treu, gewissenhaft, engagiert und unparteiisch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus eigenem zu besorgen und gegen seine Dienstpflicht nach § 43 Abs 2 BDG 1979, in seinem gesamten Verhalten darauf Bedacht zu nehmen, dass das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung seiner dienstlichen Aufgaben erhalten bleibt, verstoßen und damit schuldhaft eine Dienstpflichtverletzung nach § 91 BDG 1979 begangen.Er hat hiedurch gegen seine Dienstpflicht nach Paragraph 43, Absatz eins, BDG 1979, seine dienstlichen Aufgaben unter Beachtung der geltenden Rechtsordnung treu, gewissenhaft, engagiert und unparteiisch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus eigenem zu besorgen und gegen seine Dienstpflicht nach Paragraph 43, Absatz 2, BDG 1979, in seinem gesamten Verhalten darauf Bedacht zu nehmen, dass das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung seiner dienstlichen Aufgaben erhalten bleibt, verstoßen und damit schuldhaft eine Dienstpflichtverletzung nach Paragraph 91, BDG 1979 begangen.

Hiefür wird über Fachinspektor *** *** gemäß § 92 Abs 1 Z 2 BDG 1979 eine Geldbuße in Höhe von 40 Prozent eines Monatsbezuges verhängt.Hiefür wird über Fachinspektor *** *** gemäß Paragraph 92, Absatz eins, Ziffer 2, BDG 1979 eine Geldbuße in Höhe von 40 Prozent eines Monatsbezuges verhängt.

Der Beschuldigte ist gemäß § 117 Abs 2 BDG 1979 überdies schuldig, die mit 100 Euro (in Worten: Euro einhundert/00) festgesetzten Kosten des Disziplinarverfahrens zu tragen.Der Beschuldigte ist gemäß Paragraph 117, Absatz 2, BDG 1979 überdies schuldig, die mit 100 Euro (in Worten: Euro einhundert/00) festgesetzten Kosten des Disziplinarverfahrens zu tragen.

Hingegen wird Fachinspektor *** *** vom Vorwurf, er habe als beim Bezirksgericht *** eingesetzter Gerichtsvollzieher in den Verfahren AZ *** E ***/***, *** E ***/*** und
*** E ***/*** je des Bezirksgerichts *** im Vollzugsbericht wahrheitswidrig jeweils „Vermögensverzeichnis“ und in den Verfahren AZ *** E ***/*** und *** E ***/*** jeweils „keine pfändbaren Gegenstände“ vermerkt, wobei er als Vollzugstermin jeweils das Datum „***, *** Uhr, anführte (und dadurch das Vergehen der falschen Beurkundung und Beglaubigung im Amt gemäß § 311 StGB begangen zu haben) freigesprochen.
Hingegen wird Fachinspektor *** *** vom Vorwurf, er habe als beim Bezirksgericht *** eingesetzter Gerichtsvollzieher in den Verfahren AZ *** E ***/***, *** E ***/*** und, *** E ***/*** je des Bezirksgerichts *** im Vollzugsbericht wahrheitswidrig jeweils „Vermögensverzeichnis“ und in den Verfahren AZ *** E ***/*** und *** E ***/*** jeweils „keine pfändbaren Gegenstände“ vermerkt, wobei er als Vollzugstermin jeweils das Datum „***, *** Uhr, anführte (und dadurch das Vergehen der falschen Beurkundung und Beglaubigung im Amt gemäß Paragraph 311, StGB begangen zu haben) freigesprochen.

Begründung:

Zur Person:

Der am *** geborene Fachinspektor *** *** ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Er wurde am *** als Vertragsbediensteter beim Bezirksgericht *** in den Justizdienst aufgenommen. Mit Wirksamkeit vom *** wurde er auf eine Planstelle der Verwendungsgruppe ***/*** beim Bezirksgericht *** ernannt. Am *** absolvierte er erfolgreich die Gerichtsvollzieherprüfung. Mit Wirksamkeit vom *** wurde er zum Oberlandesgericht *** versetzt und (wieder) mit dem Arbeitsplatz eines Gerichtsvollziehers (Bewertung ***/***) betraut. Ohne Vollzugs- und Wegegebühren bezieht er ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von *** Euro. Nach dem verfahrensgegenständlichen Vorfall wurde er bis *** im Bezirksgericht *** im Innendienst verwendet.

Zur Sache:

Gemäß § 95 Abs 2 BDG 1979 ist die Disziplinarbehörde an die dem Spruch eines rechtskräftigen Urteils zugrunde gelegte Tatsachenfeststellung eines Strafgerichtes gebunden. Auf Grundlage der Feststellungen im rechtskräftigen Urteil der Einzelrichterin des Landesgerichts *** vom ***, GZ *** Hv ***/***, werden folgende Feststellungen getroffen:Gemäß Paragraph 95, Absatz 2, BDG 1979 ist die Disziplinarbehörde an die dem Spruch eines rechtskräftigen Urteils zugrunde gelegte Tatsachenfeststellung eines Strafgerichtes gebunden. Auf Grundlage der Feststellungen im rechtskräftigen Urteil der Einzelrichterin des Landesgerichts *** vom ***, GZ *** Hv ***/***, werden folgende Feststellungen getroffen:

Als beim Bezirksgericht *** eingesetzter Gerichtsvollzieher war Fachinspektor *** *** in den im Spruch genannten Fahrnisexekutionsverfahren gegen die verpflichtete Partei *** zuständig, wobei die Gesamtforderungen der betreibenden Gläubiger gegen die verpflichtete Partei einschließlich der Zinsen und Kosten am *** *** Euro betrugen.

Fachinspektor *** *** informierte die Verantwortlichen des Unternehmens ***, die ihm aus vorangegangenen Vollzügen bereits bekannt waren, dass ein Gesamtbetrag von *** Euro zu vollziehen sei. *** *** teilte dem Gerichtsvollzieher mit, dass sie diesen Betrag am *** bezahlen wolle, dass sie für das Unternehmen um einen Kredit bei der Bank angesucht habe und dieser ihr für den Fall, dass keine Exekutionen mehr offen seien, zugesagt worden sei. Daraufhin begab sich Fachinspektor *** zum Unternehmen ***. *** *** übergab laut eigenen Angaben einen Betrag in Höhe von *** Euro an ihre Mutter *** *** und die übergab, nachdem sie ca. *** Euro noch von ihrem Mann geholt hatte, den Gesamtbetrag von ***  Euro an Fachinspektor *** ***. Ob dieser Betrag tatsächlich übergeben wurde, kann nicht festgestellt werden. Fachinspektor *** *** überprüfte jedenfalls den übergebenen Betrag, stellte insgesamt sechs Bestätigungen für die sechs offenen Exekutionen aus und gab das übernommene Geld in seine Geldbörse. Danach hob er an diesem Tag einen weiteren Betrag in Höhe von 50 Euro von einer anderen verpflichteten Partei ein. Am *** wollte er dann die im Zeitraum *** und *** einkassierten Geldbeträge zur Einzahlung bringen und dabei stellte er gegen *** Uhr fest, dass ihm ein Gesamtbetrag in Höhe von 1.000 Euro in seiner Geldbörse fehlte. Er rechnete noch einmal nach und kontaktiere auch die Verantwortlichen der *** und frage nach, ob er dort einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro vergessen hätte. Auch begab er sich persönlich vor Ort, um nachzusehen. Daraufhin informierte er sofort seine unmittelbare Vorgesetzte ADirin. *** *** um *** Uhr, welche ihm mitteilte, nochmals alles genau zu überprüfen und an diesem Tag noch keine Einzahlung auf das Gerichtsvollzieherkonto vorzunehmen.

*** *** kontaktierte Fachinspektor *** sodann am *** oder *** und bat ihm darum, ihr das Geld zurückzuerstatten, zumal sie unmittelbar nach Bezahlung der Exekutionen aus ihrem Privatvermögen von der Bank trotzdem eine Kreditabsage betreffend das Unternehmen erhalten habe und sohin feststehe, dass sie Konkurs für das Unternehmen anmelden müsste. Fachinspektor *** *** meinte noch zuerst, er könne dies nicht machen und *** *** erwiderte, er könne ihr den Betrag abzüglich der fehlenden 1.000 Euro aufgrund des bevorstehenden Konkurses zurückerstatten und sich hinsichtlich des fehlenden Betrages dann wieder bei ihr melden, wenn dieser auftauchen sollte.

Fachinspektor *** *** kontaktierte am *** erneut seine Vorgesetzte ADirin. *** *** und diese teilte ihm mit, dass er das vorhandene Geld einzahlen solle, die 1.000 Euro aus seinem Privatvermögen zahlen müsse und sodann um Aufwandsersatz ansuchen könne. Fachinspektor *** *** erstattete in weiterer Folge jedoch der verpflichteten Partei den Betrag von *** Euro zurück, wobei er davon ausging, dass dieser Betrag in weiterer Folge im Konkursverfahren zurückgefordert worden wäre. Fachinspektor *** händigte den Geldbetrag *** *** aus und diese übergab ihm im Gegenzug die sechs Originalbestätigungen. Daraufhin informierte Fachinspektor *** *** seine Vorgesetzte am *** fernmündlich, dass er den Betrag abzüglich der fehlenden 1.000 Euro an *** *** rückerstattet habe. ADirin *** *** forderte Fachinspektor *** *** auf, schriftlich sein Vorgehen zu dokumentieren und mit dem zuständigen Rechtspfleger Rücksprache zu halten. Fachinspektor *** *** setzte sohin nachstehende Schriftstück auf:

„Beim Vollzug am *** bei der Fa. *** in
*** ***, ***, wurde dem Gerichtsvollzieher GV FI *** *** der Betrag von EUR *** bar bezahlt (Quittungsheftnummer ***/*** bis ***/***) zu *** E ***/***,
*** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***.
„Beim Vollzug am *** bei der Fa. *** in, *** ***, ***, wurde dem Gerichtsvollzieher GV FI *** *** der Betrag von EUR *** bar bezahlt (Quittungsheftnummer ***/*** bis ***/***) zu *** E ***/***,, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***, *** E ***/***.

Am *** wurde von der verpflichteten Partei festgestellt, dass der Betrag irrtümlich bezahlt wurde und es wurde beim zuständigen GV *** angefragt, ob es möglich wäre eine Rückabwicklung durchzuführen. Im Zuge dieser allgemeinen Verwirrung wurde von GV *** am *** festgestellt, dass beim Kassieren des Betrages EUR 1.000,00 zu wenig eingehoben wurden. Somit wurde am *** in beiderseitigem Einverständnis und um keinen Korruptionsverdacht seitens des GV aufkommen zu lassen, der Betrag von EUR *** Euro an die verpflichtete Partei zurückgezahlt.

Gerichtsvollzieher FI *** *** eh verpflichtete Partei *** eh“

Dieses Schriftstück wurde von Fachinspektor *** *** verfasst und er legte es vor Unterfertigung durch *** *** zuerst dem Diplomrechtspfleger ADir *** *** zur Durchsicht vor. Dann fuhr er am *** zur verpflichteten Partei und ließ das Schriftstück von *** *** eigenhändig unterschreiben und unterfertigte es selbst eigenhändig. [...] Weiters erstattete Fachinspektor *** *** auch noch eine Diebstahlsanzeige, da er nicht ausschließen konnte, dass ihm der Betrag in Höhe von EUR 1.000,00 gestohlen wurde.

Der Verbleib des Differenzbetrages von 1.000 Euro kann nicht festgestellt werden. Dieser Betrag wurde von Fachinspektor *** *** weder auf das Dienstkonto eingezahlt (und nachfolgend an die betreibenden Gläubiger überwiesen) noch sonst ersetzt. Die Gläubiger haben bislang keine Amtshaftungsansprüche erhoben. Über das Vermögen der *** sowie des Geschäftsführers Karl *** wurde mit Beschlüssen des Landesgerichts für *** vom ***, AZ *** S ***/*** und *** S ***/***, das Insolvenzverfahren eröffnet.

Zum Freispruch:

Mit Urteil der Einzelrichterin des Landesgerichts *** vom ***, GZ
*** Hv ***/***, wurde Fachinspektor *** *** von der in der Hauptverhandlung modifizierten bzw ausgedehnten Anklage, er habe zwischen dem *** und dem *** in *** als Gerichtsvollzieher des Bezirksgerichtes ***, sohin als Beamter, in öffentlichen Urkunden, deren Ausstellung in den Bereich seines Amtes fällt, nämlich den Vollzugsberichten der bezughabenden Exekutionsverfahren, Tatsachen mit dem Vorsatz fälschlich beurkundet, dass die Urkunden im Rechtsverkehr zum Beweis von Tatsachen gebraucht werden, indem er entgegen seiner tatsächlichen Tätigkeit, wonach er am *** in den nachgenannten Exekutionsakten insgesamt *** Euro pfändete, wahrheitswidrig in den Amtsvermerken des Gerichtsvollziehers festhielt, und zwar in den Verfahren des Bezirksgerichtes ***
Mit Urteil der Einzelrichterin des Landesgerichts *** vom ***, GZ, *** Hv ***/***, wurde Fachinspektor *** *** von der in der Hauptverhandlung modifizierten bzw ausgedehnten Anklage, er habe zwischen dem *** und dem *** in *** als Gerichtsvollzieher des Bezirksgerichtes ***, sohin als Beamter, in öffentlichen Urkunden, deren Ausstellung in den Bereich seines Amtes fällt, nämlich den Vollzugsberichten der bezughabenden Exekutionsverfahren, Tatsachen mit dem Vorsatz fälschlich beurkundet, dass die Urkunden im Rechtsverkehr zum Beweis von Tatsachen gebraucht werden, indem er entgegen seiner tatsächlichen Tätigkeit, wonach er am *** in den nachgenannten Exekutionsakten insgesamt *** Euro pfändete, wahrheitswidrig in den Amtsvermerken des Gerichtsvollziehers festhielt, und zwar in den Verfahren des Bezirksgerichtes ***

AZ *** E ***/***, durch Abänderung des Datums von ***, *** Uhr, auf ***, *** Uhr, Ausstreichen des einkassierten Betrages und der Quittungsblocknummer und Eintragung des Ergebnis „0“;

1.
AZ *** E ***/***, durch Ausstreichen der Quittungsblocknummer und Eintragung des Ergebnis „0“;
2.
AZ *** E ***/***, durch Ausstreichen der Quittungsblocknummer und Eintragung als Ergebnis „0“;
3.
AZ *** E ***/***, durch Ausstreichen der Quittungsblocknummer und Eintragung als Ergebnis „0“;
4.
AZ *** E ***/***, durch Ausstreichen der Quittungsblocknummer und Eintragung als Ergebnis „0“;
5.
AZ *** E ***/***, durch Ausstreichen der Quittungsblocknummer und Eintragung als Ergebnis „0“;

wobei diese fälschlichen, weil unvollständigen Tatsachen in der Folge in die jeweiligen Vollzugsberichte übernommen wurden, gemäß § 259 Z 3 StPO freigesprochen.wobei diese fälschlichen, weil unvollständigen Tatsachen in der Folge in die jeweiligen Vollzugsberichte übernommen wurden, gemäß Paragraph 259, Ziffer 3, StPO freigesprochen.

Das Strafgericht stellte fest, dass Fachinspektor *** *** es weder im Zeitpunkt der Durchführung der Abänderungen und Ausstreichungen zu den Punkten 1. bis 6. des Urteilsspruchs, noch bei Erstellung und Unterfertigung der Vollzugsberichte ernstlich für möglich hielt und sich dementsprechend auch nicht damit abfand, dass er in öffentlichen Urkunden, die im Rechtsverkehr zum Beweis von Tatsachen gebraucht werden, Tatsachen fälschlich beurkundet. Er hielt es somit auch nicht ernstlich für möglich und fand sich daher auch nicht damit ab, dass die betreffenden Schriftstücke unwahren Inhalts sind und für sich genommen, ohne das von ihm oben zitierte und jedem Akt beigefügte Schriftstück, im Rechtsverkehr zum Beweis einer Tatsache gebraucht werden (Seite 7 der Urteilsausfertigung).

Infolge Zurückziehung der von der Staatsanwaltschaft *** angemeldeten Berufung wegen Nichtigkeit und Schuld wurde dieses Urteil am *** rechtskräftig.

Beweiswürdigung

Die Feststellungen zur Person des Disziplinarbeschuldigten beruhen auf seinen eigenen Angaben sowie den bezughabenden Inhalten der Disziplinaranzeige sowie des Schreibens des Präsidenten des Oberlandesgerichtes *** vom ***, AZ *** Jv ***/*** (ON ***) samt angeschlossenen Bezugsauskünften. Die Feststellungen zum Sachverhalt, insbesondere zur objektiven und subjektiven Tatseite gründen sich auf das (rechtskräftige) Urteil der Einzelrichterin des Landesgerichtes *** vom ***,
GZ *** Hv ***/***, und die dort getroffenen Feststellungen sowie die geständige Verantwortung des Disziplinarbeschuldigten in der mündlichen Disziplinarverhandlung.
Die Feststellungen zur Person des Disziplinarbeschuldigten beruhen auf seinen eigenen Angaben sowie den bezughabenden Inhalten der Disziplinaranzeige sowie des Schreibens des Präsidenten des Oberlandesgerichtes *** vom ***, AZ *** Jv ***/*** (ON ***) samt angeschlossenen Bezugsauskünften. Die Feststellungen zum Sachverhalt, insbesondere zur objektiven und subjektiven Tatseite gründen sich auf das (rechtskräftige) Urteil der Einzelrichterin des Landesgerichtes *** vom ***,, GZ *** Hv ***/***, und die dort getroffenen Feststellungen sowie die geständige Verantwortung des Disziplinarbeschuldigten in der mündlichen Disziplinarverhandlung.

Rechtliche Beurteilung

Gemäß § 25 Abs 2 erster Satz EO enthält die Übergabe des Exekutionsaktes an das Vollstreckungsorgan den Auftrag, Exekutionshandlungen so lange vorzunehmen, bis der Auftrag erfüllt ist oder feststeht, dass er nicht erfüllt werden kann. Zufolge § 25 Abs 1 EO haben die Vollstreckungsorgane sich bei Ausübung ihrer Tätigkeit innerhalb des ihnen durch das Gesetz zugewiesenen Wirkungskreises an die erteilten Aufträge zu halten, die ihnen zugeteilten Aufträge ohne Verzug und unter Bedachtnahme auf eine Minimierung der Wegstrecken möglichst nach der Reihenfolge ihrer Zuteilung zu vollziehen. Nach Abs 3 leg cit hat das Vollstreckungsorgan die erste Vollzugshandlung innerhalb von vier Wochen ab Erhalt des Vollzugsauftrags durchzuführen. [...] Das Vollstreckungsorgan darf, soweit nichts anderes im Gesetz vorgesehen ist, den Verpflichteten von einer bevorstehenden Vollzugshandlung nicht benachrichtigen.Gemäß Paragraph 25, Absatz 2, erster Satz EO enthält die Übergabe des Exekutionsaktes an das Vollstreckungsorgan den Auftrag, Exekutionshandlungen so lange vorzunehmen, bis der Auftrag erfüllt ist oder feststeht, dass er nicht erfüllt werden kann. Zufolge Paragraph 25, Absatz eins, EO haben die Vollstreckungsorgane sich bei Ausübung ihrer Tätigkeit innerhalb des ihnen durch das Gesetz zugewiesenen Wirkungskreises an die erteilten Aufträge zu halten, die ihnen zugeteilten Aufträge ohne Verzug und unter Bedachtnahme auf eine Minimierung der Wegstrecken möglichst nach der Reihenfolge ihrer Zuteilung zu vollziehen. Nach Absatz 3, leg cit hat das Vollstreckungsorgan die erste Vollzugshandlung innerhalb von vier Wochen ab Erhalt des Vollzugsauftrags durchzuführen. [...] Das Vollstreckungsorgan darf, soweit nichts anderes im Gesetz vorgesehen ist, den Verpflichteten von einer bevorstehenden Vollzugshandlung nicht benachrichtigen.

Dem Vollstreckungsorgan ist grundsätzlich keine Weisung über die Art, den Ort und die Zeit des Vollzuges zu erteilen. Etwas anderes gilt nur, wenn eine Exekutionshandlung vom Vollstreckungsorgan nicht gesetzmäßig oder auftragsgemäß ausgeführt wurde oder zumindest zu erwarten ist, dass dies nicht der Fall sein werde (*** Ob ***/***). Diesfalls hat das Exekutionsgericht von Amts wegen Weisungen zu erteilen, die zur Behebung der unterlaufenen Fehler oder sonst zum richtigen Vollzug der Exekutionshandlung nötig sind (§ 61 EO).Dem Vollstreckungsorgan ist grundsätzlich keine Weisung über die Art, den Ort und die Zeit des Vollzuges zu erteilen. Etwas anderes gilt nur, wenn eine Exekutionshandlung vom Vollstreckungsorgan nicht gesetzmäßig oder auftragsgemäß ausgeführt wurde oder zumindest zu erwarten ist, dass dies nicht der Fall sein werde (*** Ob ***/***). Diesfalls hat das Exekutionsgericht von Amts wegen Weisungen zu erteilen, die zur Behebung der unterlaufenen Fehler oder sonst zum richtigen Vollzug der Exekutionshandlung nötig sind (Paragraph 61, EO).

Gemäß § 25a Abs 1 EO hat das Vollstreckungsorgan am Vollzugsort unmittelbar vor dem Vollzug den Verpflichteten zur Leistung der hereinzubringenden Forderung Aufzufordern. Nach Abs 2 dieser Bestimmung sind die Vollstreckungsorgane berechtigt, die durch die Exekution zu erzwingenden Zahlungen oder sonstigen Leistungen in Empfang zu nehmen, diese wirksam zu quittieren und dem Verpflichteten, wenn er durch die Leistung seine Verbindlichkeit erfüllt hat, auf Verlangen die ihnen zu diesem Zweck vom Gericht oder vom betreibenden Gläubiger ausgehändigten Schuldurkunden zu übergeben. [...]Gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, EO hat das Vollstreckungsorgan am Vollzugsort unmittelbar vor dem Vollzug den Verpflichteten zur Leistung der hereinzubringenden Forderung Aufzufordern. Nach Absatz 2, dieser Bestimmung sind die Vollstreckungsorgane berechtigt, die durch die Exekution zu erzwingenden Zahlungen oder sonstigen Leistungen in Empfang zu nehmen, diese wirksam zu quittieren und dem Verpflichteten, wenn er durch die Leistung seine Verbindlichkeit erfüllt hat, auf Verlangen die ihnen zu diesem Zweck vom Gericht oder vom betreibenden Gläubiger ausgehändigten Schuldurkunden zu übergeben. [...]

Vor dem Vollzug hat der Gerichtsvollzieher den Verpflichteten zur Leistung aufzufordern, bevor er eine zwangsweise Einhebung durchführt (§ 25a Abs 1 EO). Zahlt die verpflichtete Partei den geschuldeten Betrag an den Gerichtsvollzieher oder nimmt ihr dieser Bargeld ab, wird der Verpflichtete insoweit (mit Wirkung ab Zahlung an den Gerichtsvollzieher) von seiner Schuld befreit (§ 261 Abs 1 EO). Eine nach § 25a Abs 1 EO geleistete Zahlung der verpflichteten Partei über Aufforderung des Gerichtsvollziehers erfolgt freiwillig und nicht im Wege exekutiven Zwangs. In einem solchen Fall steht es dem Verpflichteten frei, die Verwendung der Zahlung zu widmen, wobei das auf diesem Weg Hereingebrachte nicht der Verteilung nach § 216 EO unterliegt (LG Linz 11 R 200/00h RpflE 2000/98). Die (freiwillige) Zahlung hat der Gerichtsvollzieher entsprechend der Widmung der verpflichteten Partei unmittelbar an den oder die betreibenden Gläubiger auszufolgen. Eine Beendigung des Exekutionsverfahrens hat dies (noch) nicht zur Folge, es bedarf vielmehr der beschlussmäßigen Einstellung (allenfalls Einschränkung) der Exekution, was einen entsprechenden Parteienantrag zur Voraussetzung hat.Vor dem Vollzug hat der Gerichtsvollzieher den Verpflichteten zur Leistung aufzufordern, bevor er eine zwangsweise Einhebung durchführt (Paragraph 25 a, Absatz eins, EO). Zahlt die verpflichtete Partei den geschuldeten Betrag an den Gerichtsvollzieher oder nimmt ihr dieser Bargeld ab, wird der Verpflichtete insoweit (mit Wirkung ab Zahlung an den Gerichtsvollzieher) von seiner Schuld befreit (Paragraph 261, Absatz eins, EO). Eine nach Paragraph 25 a, Absatz eins, EO geleistete Zahlung der verpflichteten Partei über Aufforderung des Gerichtsvollziehers erfolgt freiwillig und nicht im Wege exekutiven Zwangs. In einem solchen Fall steht es dem Verpflichteten frei, die Verwendung der Zahlung zu widmen, wobei das auf diesem Weg Hereingebrachte nicht der Verteilung nach Paragraph 216, EO unterliegt (LG Linz 11 R 200/00h RpflE 2000/98). Die (freiwillige) Zahlung hat der Gerichtsvollzieher entsprechend der Widmung der verpflichteten Partei unmittelbar an den oder die betreibenden Gläubiger auszufolgen. Eine Beendigung des Exekutionsverfahrens hat dies (noch) nicht zur Folge, es bedarf vielmehr der beschlussmäßigen Einstellung (allenfalls Einschränkung) der Exekution, was einen entsprechenden Parteienantrag zur Voraussetzung hat.

Gemäß § 43 Abs 1 BDG 1979 ist der Beamte verpflichtet, seine dienstlichen Aufgaben unter Beachtung der geltenden Rechtsordnung treu, gewissenhaft, engagiert und unparteiisch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus eigenem zu besorgen. Nach § 43 Abs 2 BDG 1979 hat der Beamte überdies in seinem gesamten Verhalten darauf Bedacht zu nehmen, dass das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung seiner dienstlichen Aufgaben erhalten bleibt. Gemäß Paragraph 43, Absatz eins, BDG 1979 ist der Beamte verpflichtet, seine dienstlichen Aufgaben unter Beachtung der geltenden Rechtsordnung treu, gewissenhaft, engagiert und unparteiisch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus eigenem zu besorgen. Nach Paragraph 43, Absatz 2, BDG 1979 hat der Beamte überdies in seinem gesamten Verhalten darauf Bedacht zu nehmen, dass das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung seiner dienstlichen Aufgaben erhalten bleibt.

Schon nach den exekutionsrechtlichen Bestimmungen hätte der Gerichtsvollzieher die von *** *** erhaltene Barzahlung auf keinen Fall zurückgeben dürfen. Wenn ein Gerichtsvollzieher im Zusammenhang mit einer bestimmten Vollzugshandlung Zweifel hat, muss er mit dem zuständigen Rechtsprechungsorgan (Richter, Rechtspfleger) Rücksprache halten. Das festgestellte Verhalten des Disziplinarbeschuldigten ist mit dem Erfordernis einer korrekten und gewissenhaften Ausübung des Dienstes nicht vereinbar. Zudem ist eine solche Vorgangsweise grundsätzlich geeignet, das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung der dienstlichen Aufgaben massiv zu erschüttern. Bei einer an objektiven Maßstäben orientierten Betrachtung können negative Rückschlüsse auf die rechtmäßige und sachliche Erfüllung der Fachinspektor *** *** zukommenden dienstlichen Aufgaben gezogen werden.

Gemäß § 93 Abs 1 BDG 1979 ist die Schwere der Dienstpflichtverletzung das Maß für die Höhe der Strafe. Bei Beurteilung des Gewichts der Dienstpflichtverletzung sind die konkreten Tatumstände zu berücksichtigen. Dabei ist jedoch darauf Rücksicht zu nehmen, inwieweit die beabsichtigte Strafhöhe erforderlich ist, um den Beamten von der Begehung weiterer Dienstpflichtverletzungen abzuhalten. Die nach dem Strafgesetzbuch für die Strafbemessung maßgebenden Gründe sind dem Sinne nach zu berücksichtigen. Weiters ist auf die persönlichen Verhältnisse und die wirtschafte Leistungsfähigkeit des Beamten Bedacht zu nehmen. Gemäß Paragraph 93, Absatz eins, BDG 1979 ist die Schwere der Dienstpflichtverletzung das Maß für die Höhe der Strafe. Bei Beurteilung des Gewichts der Dienstpflichtverletzung sind die konkreten Tatumstände zu berücksichtigen. Dabei ist jedoch darauf Rücksicht zu nehmen, inwieweit die beabsichtigte Strafhöhe erforderlich ist, um den Beamten von der Begehung weiterer Dienstpflichtverletzungen abzuhalten. Die nach dem Strafgesetzbuch für die Strafbemessung maßgebenden Gründe sind dem Sinne nach zu berücksichtigen. Weiters ist auf die persönlichen Verhältnisse und die wirtschafte Leistungsfähigkeit des Beamten Bedacht zu nehmen.

Nach den Ergebnissen des abgeführten Disziplinarverfahrens ist bei dem Fachinspektor *** *** zur Last liegenden Disziplinarvergehen weder von geringer Schuld noch von unbedeutenden Folgen der Tat auszugehen. Bei der Strafbemessung sind als erschwerend der vom Beschuldigten zu verantwortende (über den mit der Pflichtverletzung verbundenen Ansehensverlust der Justiz hinausgehende) materielle Verlust von 1.000 Euro Bargeld sowie der Umstand, dass er der ausdrücklichen Aufforderung seiner Vorgesetzten *** ***, das eingenommene Geld auf sein Dienstkonto einzuzahlen zuwiderhandelte, als mildernd hingegen die disziplinarrechtliche Unbescholtenheit und die geständige Verantwortung zu werten. Vor diesem Hintergrund kann spezial- und generalpräventiv mit der Disziplinarstrafe der Geldbuße in Höhe von 40 Prozent eines Monatsbezugs gemäß § 92 Abs 1 Z 2 BDG 1979 das Auslangen gefunden werden.Nach den Ergebnissen des abgeführten Disziplinarverfahrens ist bei dem Fachinspektor *** *** zur Last liegenden Disziplinarvergehen weder von geringer Schuld noch von unbedeutenden Folgen der Tat auszugehen. Bei der Strafbemessung sind als erschwerend der vom Beschuldigten zu verantwortende (über den mit der Pflichtverletzung verbundenen Ansehensverlust der Justiz hinausgehende) materielle Verlust von 1.000 Euro Bargeld sowie der Umstand, dass er der ausdrücklichen Aufforderung seiner Vorgesetzten *** ***, das eingenommene Geld auf sein Dienstkonto einzuzahlen zuwiderhandelte, als mildernd hingegen die disziplinarrechtliche Unbescholtenheit und die geständige Verantwortung zu werten. Vor diesem Hintergrund kann spezial- und generalpräventiv mit der Disziplinarstrafe der Geldbuße in Höhe von 40 Prozent eines Monatsbezugs gemäß Paragraph 92, Absatz eins, Ziffer 2, BDG 1979 das Auslangen gefunden werden.

Die Kostenentscheidung ist Folge der Sachentscheidung und gründet sich auf die Bestimmung des § 117 Abs 2 BDG 1979.Die Kostenentscheidung ist Folge der Sachentscheidung und gründet sich auf die Bestimmung des Paragraph 117, Absatz 2, BDG 1979.

Gemäß § 95 Abs 2 BDG 1979 ist die Disziplinarbehörde an die dem Spruch eines rechtskräftigen Urteils zugrunde gelegte Tatsachenfeststellung eines Strafgerichtes gebunden. Sie darf auch nicht eine Tatsache als erwiesen annehmen, die das Gericht als nicht erweisbar angenommen hat. Daher hatte im Umfang des strafgerichtlichen Urteils auch im Disziplinarverfahren ein (Teil-)Freispruch zu erfolgen.Gemäß Paragraph 95, Absatz 2, BDG 1979 ist die Disziplinarbehörde an die dem Spruch eines rechtskräftigen Urteils zugrunde gelegte Tatsachenfeststellung eines Strafgerichtes gebunden. Sie darf auch nicht eine Tatsache als erwiesen annehmen, die das Gericht als nicht erweisbar angenommen hat. Daher hatte im Umfang des strafgerichtlichen Urteils auch im Disziplinarverfahren ein (Teil-)Freispruch zu erfolgen.

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Bescheid kann binnen vier Wochen nach seiner Zustellung Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erhoben werden. Die Beschwerde ist bei der Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz einzubringen. Die Postaufgabe der Beschwerde an die Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Bescheides gilt als rechtzeitig. Die Beschwerde kann auch in jeder anderen technisch möglichen Weise eingebracht werden. Die Einbringung mit E-Mail ist jedoch nur insoweit zulässig, als für den elektronischen Verkehr zwischen der Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz und den Parteien nicht besondere Übermittlungsformen vorgesehen bzw. etwaige technische Voraussetzungen oder organisatorische Beschränkungen des elektronischen Verkehrs im Internet bekannt gemacht sind (§ 13 Abs. 2 AVG).Gegen diesen Bescheid kann binnen vier Wochen nach seiner Zustellung Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erhoben werden. Die Beschwerde ist bei der Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz einzubringen. Die Postaufgabe der Beschwerde an die Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Bescheides gilt als rechtzeitig. Die Beschwerde kann auch in jeder anderen technisch möglichen Weise eingebracht werden. Die Einbringung mit E-Mail ist jedoch nur insoweit zulässig, als für den elektronischen Verkehr zwischen der Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz und den Parteien nicht besondere Übermittlungsformen vorgesehen bzw. etwaige technische Voraussetzungen oder organisatorische Beschränkungen des elektronischen Verkehrs im Internet bekannt gemacht sind (Paragraph 13, Absatz 2, AVG).

Die Beschwerde hat gemäß § 9 Abs. 1 VwGVG zu enthalten:Die Beschwerde hat gemäß Paragraph 9, Absatz eins, VwGVG zu enthalten:

6.
die Bezeichnung des angefochtenen Bescheides,
7.
die Bezeichnung der belangten Behörde,
8.
die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt,
9.
das Begehren und
10.
die Angaben, die erforderlich sind, um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht ist.

Eine rechtzeitig eingebrachte und zulässige Beschwerde hat gemäß § 13 Abs. 1 VwGVG aufschiebende Wirkung. Diese kann jedoch ausgeschlossen werden, wenn nach Abwägung der berührten öffentlichen Interessen und Interessen anderer Parteien der vorzeitige Vollzug des angefochtenen Bescheides oder die Ausübung der durch den angefochtenen Bescheid eingeräumten Berechtigung wegen Gefahr in Verzug dringend geboten ist (§ 13 Abs. 2 VwGVG).Eine rechtzeitig eingebrachte und zulässige Beschwerde hat gemäß Paragraph 13, Absatz eins, VwGVG aufschiebende Wirkung. Diese kann jedoch ausgeschlossen werden, wenn nach Abwägung der berührten öffentlichen Interessen und Interessen anderer Parteien der vorzeitige Vollzug des angefochtenen Bescheides oder die Ausübung der durch den angefochtenen Bescheid eingeräumten Berechtigung wegen Gefahr in Verzug dringend geboten ist (Paragraph 13, Absatz 2, VwGVG).

Zuletzt aktualisiert am

17.01.2020
Quelle: Disziplinarkommissionen, Disziplinaroberkommission, Berufungskommission Dok, https://www.ris.bka.gv.at/Dok
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