RS Lvwg 2014/11/20 VGW-171/042/32413/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 20.11.2014
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Rechtssatznummer

4

Entscheidungsdatum

20.11.2014

Index

66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz
L24009 Gemeindebedienstete Wien

Norm

ASVG §264
PensionsO Wr 1995 §15
PensionsO Wr 1995 §18
  1. ASVG § 264 heute
  2. ASVG § 264 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 47/2025
  3. ASVG § 264 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2013
  4. ASVG § 264 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 417/2015
  5. ASVG § 264 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 288/2014
  6. ASVG § 264 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 434/2013
  7. ASVG § 264 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2013
  8. ASVG § 264 gültig von 01.01.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 441/2012
  9. ASVG § 264 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  10. ASVG § 264 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2011
  11. ASVG § 264 gültig von 01.01.2012 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 398/2011
  12. ASVG § 264 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2011
  13. ASVG § 264 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 403/2010
  14. ASVG § 264 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 450/2009
  15. ASVG § 264 gültig von 01.01.2009 bis 31.10.2008 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 7/2009
  16. ASVG § 264 gültig von 01.11.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2009
  17. ASVG § 264 gültig von 01.01.2008 bis 31.10.2008 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 359/2007
  18. ASVG § 264 gültig von 01.01.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 532/2006
  19. ASVG § 264 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2006
  20. ASVG § 264 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 446/2005
  21. ASVG § 264 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  22. ASVG § 264 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 531/2004
  23. ASVG § 264 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2004
  24. ASVG § 264 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2004
  25. ASVG § 264 gültig von 01.07.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2004
  26. ASVG § 264 gültig von 01.07.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 611/2003
  27. ASVG § 264 gültig von 01.07.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2003
  28. ASVG § 264 gültig von 01.07.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2004
  29. ASVG § 264 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  30. ASVG § 264 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  31. ASVG § 264 gültig von 01.01.2004 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 611/2003
  32. ASVG § 264 gültig von 31.12.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  33. ASVG § 264 gültig von 01.01.2003 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 479/2002
  34. ASVG § 264 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 475/2001
  35. ASVG § 264 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  36. ASVG § 264 gültig von 18.04.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2001
  37. ASVG § 264 gültig von 01.01.2001 bis 17.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  38. ASVG § 264 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  39. ASVG § 264 gültig von 01.10.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  40. ASVG § 264 gültig von 01.07.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  41. ASVG § 264 gültig von 01.01.2000 bis 30.06.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  42. ASVG § 264 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  43. ASVG § 264 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  44. ASVG § 264 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  45. ASVG § 264 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  46. ASVG § 264 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  47. ASVG § 264 gültig von 01.09.1996 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 411/1996

Rechtssatz

Nicht zu Gute kam der Beschwerdeführerin der Umstand, dass der Verstorbene zum Todeszeitpunkt nicht mehr im Erwerbsleben stand bzw. zu diesem Zeitpunkt erst vor kurzem pensioniert worden ist, da diesfalls wiederum das bei der Vergleichsberechnung gemäß § 15 Abs. 2 Wr. PensionsO heranzuziehende Pensionseinkommen des Ehegatten deutlich höher gewesen wäre, was wiederum zu einer deutlichen Verringerung des Abschlags i.S.d. § 15 Abs. 3 Wr. PensionsO geführt hätte.Nicht zu Gute kam der Beschwerdeführerin der Umstand, dass der Verstorbene zum Todeszeitpunkt nicht mehr im Erwerbsleben stand bzw. zu diesem Zeitpunkt erst vor kurzem pensioniert worden ist, da diesfalls wiederum das bei der Vergleichsberechnung gemäß Paragraph 15, Absatz 2, Wr. PensionsO heranzuziehende Pensionseinkommen des Ehegatten deutlich höher gewesen wäre, was wiederum zu einer deutlichen Verringerung des Abschlags i.S.d. Paragraph 15, Absatz 3, Wr. PensionsO geführt hätte.

Es trifft daher zu, dass die Höhe der Abschläge nach § 15 Abs. 2 i.V.m. 3 Wr. PensionsO von vielen nur kurzfristig vorliegenden Zufälligkeiten abhängen, doch muss in Hinblick darauf, dass der Verfassungsgerichtshof die im Wesentlichen gleichlautende Bestimmung des § 264 Abs. 3 ASVG als verfassungskonform eingestuft hat (vgl. VfGH 11.3.2010, G228/09; VfSlg. 19.031/2010; 29.9.2010, G37/10, VfSlg. 19.177/2010), davon ausgegangen werden, dass ein Antrag gemäß Art. 140 B-VG auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit der Bestimmung des § 15 Abs. 2 und 3 Wr. PensionsO keine Aussicht auf Erfolg hat. Daher sieht sich das erkennende Gericht auch nicht zur Einbringung eines solchen Antrags aus diesem Grunde veranlasst.Es trifft daher zu, dass die Höhe der Abschläge nach Paragraph 15, Absatz 2, in Verbindung mit 3 Wr. PensionsO von vielen nur kurzfristig vorliegenden Zufälligkeiten abhängen, doch muss in Hinblick darauf, dass der Verfassungsgerichtshof die im Wesentlichen gleichlautende Bestimmung des Paragraph 264, Absatz 3, ASVG als verfassungskonform eingestuft hat vergleiche VfGH 11.3.2010, G228/09; VfSlg. 19.031 aus 2010,; 29.9.2010, G37/10, VfSlg. 19.177 aus 2010,), davon ausgegangen werden, dass ein Antrag gemäß Artikel 140, B-VG auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit der Bestimmung des Paragraph 15, Absatz 2 und 3 Wr. PensionsO keine Aussicht auf Erfolg hat. Daher sieht sich das erkennende Gericht auch nicht zur Einbringung eines solchen Antrags aus diesem Grunde veranlasst.

Weiters wurde von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeschriftsatz aber auch vorgebracht, dass die Bestimmung des § 15 Abs. 2 Wr. PensionsO gegen den verfassungsrechtlich gewährleisteten Vertrauensschutz im Hinblick auf wohlerworbene Rechte verstoße, da die Beschwerdeführerin und ihr Gatte stets ihre Lebenshaltung unter der Annahme, dass im Todesfall des einen der andere eine Hinterbliebenenpension in der Höhe von 40 Prozent des verstorbenen Gatten beziehen werde, ausgelegt hatten.Weiters wurde von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeschriftsatz aber auch vorgebracht, dass die Bestimmung des Paragraph 15, Absatz 2, Wr. PensionsO gegen den verfassungsrechtlich gewährleisteten Vertrauensschutz im Hinblick auf wohlerworbene Rechte verstoße, da die Beschwerdeführerin und ihr Gatte stets ihre Lebenshaltung unter der Annahme, dass im Todesfall des einen der andere eine Hinterbliebenenpension in der Höhe von 40 Prozent des verstorbenen Gatten beziehen werde, ausgelegt hatten.

Auch diesem Einwand vermag das erkennende Gericht nicht zu folgen, zumal es sich bei der Hinterbliebenenpension von Natur aus überwiegend um eine Regelung zur Abfederung der mit dem Tod eines Pensionsanspruchsberechtigten verbundenen sozialen Härten handelt. Dies wird schon daraus deutlich, dass der Anspruchsberechtigte einer Hinterbliebenenpension selbst nicht durch eigene Leistungen den Hinterbliebenenpensionsanspruch erworben hat. Bei einem Hinterbliebenenpensionsanspruch handelt es sich daher streng genommen um kein wohlerworbenes Recht des Hinterbliebenen, sondern vielmehr um einen primär sozialrechtlich motivierten Rechtsanspruch.

Schlagworte

Witwenpension; Berechnungsgrundlage; Härtefall; Höhe der Abschläge; Zweck der Hinterbliebenenpension

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2014:VGW.171.042.32413.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.02.2015
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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