RS Lvwg 2016/5/19 VGW-002/059/7809/2015, VGW-002/V/059/7810/2015, VGW-002/059/7811/2015, VGW-002/V/0

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.05.2016
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

19.05.2016

Index

34 Monopole

Norm

GSpG §2 Abs1
GSpG §2 Abs2
GSpG §3
GSpG §4
GSpG §52 Abs1
  1. GSpG § 2 heute
  2. GSpG § 2 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. GSpG § 2 gültig von 19.08.2010 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  4. GSpG § 2 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  5. GSpG § 2 gültig von 01.10.1997 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/1997
  6. GSpG § 2 gültig von 01.01.1997 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 747/1996
  7. GSpG § 2 gültig von 01.01.1990 bis 31.12.1996
  1. GSpG § 2 heute
  2. GSpG § 2 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. GSpG § 2 gültig von 19.08.2010 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  4. GSpG § 2 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  5. GSpG § 2 gültig von 01.10.1997 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/1997
  6. GSpG § 2 gültig von 01.01.1997 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 747/1996
  7. GSpG § 2 gültig von 01.01.1990 bis 31.12.1996
  1. GSpG § 4 heute
  2. GSpG § 4 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. GSpG § 4 gültig von 19.08.2010 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  4. GSpG § 4 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  5. GSpG § 4 gültig von 01.01.2002 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  6. GSpG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 747/1996
  7. GSpG § 4 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 344/1991
  8. GSpG § 4 gültig von 01.01.1990 bis 31.12.1991
  1. GSpG § 52 heute
  2. GSpG § 52 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. GSpG § 52 gültig von 23.07.2019 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  4. GSpG § 52 gültig von 01.01.2017 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  5. GSpG § 52 gültig von 30.12.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  6. GSpG § 52 gültig von 01.03.2014 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  7. GSpG § 52 gültig von 01.07.2013 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2013
  8. GSpG § 52 gültig von 01.01.2013 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  9. GSpG § 52 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  10. GSpG § 52 gültig von 19.08.2010 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  11. GSpG § 52 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  12. GSpG § 52 gültig von 01.01.2009 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  13. GSpG § 52 gültig von 27.08.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  14. GSpG § 52 gültig von 20.12.2003 bis 26.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/2003
  15. GSpG § 52 gültig von 15.06.2003 bis 19.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2003
  16. GSpG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 14.06.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  17. GSpG § 52 gültig von 01.11.1993 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 695/1993
  18. GSpG § 52 gültig von 01.04.1991 bis 31.10.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 344/1991
  19. GSpG § 52 gültig von 01.01.1990 bis 31.03.1991

Anmerkung

VfGH v. 15.10.2016, E 965/2016

Rechtssatz

Bei Zugrundelegung einer verfassungskonformen Interpretation des § 52 Abs. 1 Z 1 GSpG vermag der Begriff der „Beteiligung iSd § 52 Abs. 1 Z 1 vierter Fall GSpG“ nicht mit dem Begriff der „Beteiligung iSd § 2 Abs. 2 GSpG“ gleichgesetzt zu werden; zumal damit das unternehmerische Anbieten einer verbotenen Ausspielung in der unmittelbaren Täterschaft nicht vom Beteiligungsbegriff des § 52 Abs. 1 Z 1 4. Fall erfasst wäre. Es gilt daher den Beteiligungsbegriff des § 52 Abs. 1 Z 1 4. Fall GSpG eigenständig auszulegen, sodass es sich bei Zugrundelegung des Interpretationsgrundsatzes der Einheitlichkeit der Rechtsordnung und der Rechtssprache (vgl. VfSlg. 10.292/1984; VwGH 12.9.1979, 255/79; 31.3.1992, 90/13/0131, 24.11.2006, 2006/02/0235) anbietet, sinngemäß auf den verwaltungsstrafrechtlichen Beteiligungsbegriff des § 7 VStG zurückzugreifen. Folglich ist jede (iSd § 2 Abs. 2 GSpG) unternehmerische Beteiligung (iSd § 7 VStG) an einer verbotenen Ausspielung iSd § 2 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 GSpG und jedes (iSd § 2 Abs. 2 GSpG) unternehmerische Anbieten einer verbotenen Ausspielung iSd § 2 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 GSpG als eine Beteiligung iSd § 52 Abs. 1 Z 1 4. Fall GSpG einzustufen.Bei Zugrundelegung einer verfassungskonformen Interpretation des Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG vermag der Begriff der „Beteiligung iSd Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, vierter Fall GSpG“ nicht mit dem Begriff der „Beteiligung iSd Paragraph 2, Absatz 2, GSpG“ gleichgesetzt zu werden; zumal damit das unternehmerische Anbieten einer verbotenen Ausspielung in der unmittelbaren Täterschaft nicht vom Beteiligungsbegriff des Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, 4. Fall erfasst wäre. Es gilt daher den Beteiligungsbegriff des Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, 4. Fall GSpG eigenständig auszulegen, sodass es sich bei Zugrundelegung des Interpretationsgrundsatzes der Einheitlichkeit der Rechtsordnung und der Rechtssprache vergleiche VfSlg. 10.292 aus 1984,; VwGH 12.9.1979, 255/79; 31.3.1992, 90/13/0131, 24.11.2006, 2006/02/0235) anbietet, sinngemäß auf den verwaltungsstrafrechtlichen Beteiligungsbegriff des Paragraph 7, VStG zurückzugreifen. Folglich ist jede (iSd Paragraph 2, Absatz 2, GSpG) unternehmerische Beteiligung (iSd Paragraph 7, VStG) an einer verbotenen Ausspielung iSd Paragraph 2, Absatz 2, in Verbindung mit Absatz 4, GSpG und jedes (iSd Paragraph 2, Absatz 2, GSpG) unternehmerische Anbieten einer verbotenen Ausspielung iSd Paragraph 2, Absatz 2, in Verbindung mit Absatz 4, GSpG als eine Beteiligung iSd Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, 4. Fall GSpG einzustufen.

Nach diesem Verständnis ist daher jedes (iSd § 2 Abs. 2 GSpG) unternehmerische Beteiligungshandeln im Hinblick auf 1) eine Veranstaltung iSd § 2 Abs. 1 Z 1 GSpG einer verbotenen Ausspielung, oder 2) auf ein Organisieren iSd § 2 Abs. 1 Z 1 GSpG einer verbotenen Ausspielung, oder 3) auf ein Anbieten iSd § 2 Abs. 1 Z 1 GSpG einer verbotenen Ausspielung, oder 4) ein Zugänglichmachen iSd § 2 Abs. 1 Z 1 GSpG einer verbotenen Ausspielung vom Tatbestand des 4. Falls des § 52 Abs. 1 Z 1 GSpG erfasst. Zudem wird nach dieser verfassungskonformen Auslegung auch durch ein (iSd § 2 Abs. 2 GSpG unternehmerisches) Anbieten einer verbotenen Ausspielung das Tatbild des 4. Falls des § 52 Abs. 1 Z 1 GSpG verwirklicht.Nach diesem Verständnis ist daher jedes (iSd Paragraph 2, Absatz 2, GSpG) unternehmerische Beteiligungshandeln im Hinblick auf 1) eine Veranstaltung iSd Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG einer verbotenen Ausspielung, oder 2) auf ein Organisieren iSd Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG einer verbotenen Ausspielung, oder 3) auf ein Anbieten iSd Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG einer verbotenen Ausspielung, oder 4) ein Zugänglichmachen iSd Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG einer verbotenen Ausspielung vom Tatbestand des 4. Falls des Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG erfasst. Zudem wird nach dieser verfassungskonformen Auslegung auch durch ein (iSd Paragraph 2, Absatz 2, GSpG unternehmerisches) Anbieten einer verbotenen Ausspielung das Tatbild des 4. Falls des Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG verwirklicht.

Schlagworte

Glücksspiel, veranstalten, organisieren, anbieten, zugänglich machen, unternehmerisch beteiligen, unternehmerisch, Beteiligung, Beteiligungshandlung, Beteiligungsbegriff, Ausspielung, verfassungskonforme Interpretation, Einheitlichkeit der Rechtsordnung, Intention des Gesetzgebers, Materialien, Wortlaut

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2016:VGW.002.059.7809.2015

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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